{"id":11191,"date":"2008-08-11T00:00:00","date_gmt":"2008-08-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080811-03n"},"modified":"2008-08-11T00:00:00","modified_gmt":"2008-08-10T22:00:00","slug":"pflanzenoele-fuer-die-chemische-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pflanzenoele-fuer-die-chemische-industrie\/","title":{"rendered":"Pflanzen\u00f6le f\u00fcr die chemische Industrie"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit abnehmenden Erd\u00f6lvorr\u00e4ten ist die chemische Industrie st\u00e4rker auf nachwachsende Rohstoffe angewiesen. Bereits heute decken sie elf Prozent des Rohstoffbedarfs der Chemie. Pflanzen\u00f6le rangieren dabei auf Platz Eins. Das Produktspektrum reicht von Schmierstoffen \u00fcber Reinigungsmittel bis hin zu Kunststoffen. Die &#8220;Nachrichten aus der Chemie&#8221;, die Fachzeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker, stellen pflanzliche \u00d6le als Rohstofflieferant der Gegenwart und der Zukunft vor.<\/b><\/p>\n<p>30 Prozent aller nachwachsenden Rohstoffe f\u00fcr die chemische Industrie sind pflanzliche \u00d6le, also Triglyceride aus Glycerin und langkettigen Fetts\u00e4uren. Die Kettenl\u00e4nge der Fetts\u00e4uren variiert dabei ebenso wie Zahl und Lage der Doppelbindungen. Die Fetts\u00e4urezusammensetzung \u00e4ndert sich mit der Pflanzensorte, den Anbaubedingungen und der Saison: So entsteht ein breites Spektrum von Rohstoffen f\u00fcr die chemische Industrie.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der pflanzlichen \u00d6le, beispielsweise Fetts\u00e4uren aus Palmkern- und Kokos\u00f6l, dient der Produktion von Tensiden f\u00fcr Wasch- und Reinigungsmittel. Diese waschaktiven Substanzen aus Pflanzen\u00f6len wie die Alkylpolyglucoside sind biologisch abbaubar und hautvertr\u00e4glich. Schmierstoffe auf Grundlage von Pflanzen\u00f6len sind weniger toxisch als solche auf petrochemischer Basis, entflammen erst bei h\u00f6heren Temperaturen und eignen sich daher sogar als Schmiermittel f\u00fcr Kettens\u00e4gen.<\/p>\n<p>Der Chemiker Michael Meier gibt in seinem Artikel in der Juliausgabe der &#8220;Nachrichten aus der Chemie&#8221; einen \u00dcberblick \u00fcber die Anwendungen von pflanzlichen \u00d6len in der Industrie und stellt Schwerpunkte der gegenw\u00e4rtigen Forschung zu diesem Thema vor. Im Blickpunkt der Untersuchungen steht beispielsweise die Synthese von Monomeren, die an beiden Enden funktionelle Gruppen tragen. Solche Molek\u00fcle sind Grundlage f\u00fcr Polyester und Polyamid, aber m\u00f6glicherweise auch f\u00fcr neue Kunststoffarten.<\/p>\n<p>Die PDF-Datei des Artikels gibt es bei der Redaktion der &#8220;Nachrichten aus der Chemie&#8221; unter nachrichten@gdch.de.<br \/>Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den &#8220;Nachrichten aus der Chemie&#8221; \u00fcber Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie \u00fcber gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der gro\u00dfe Stellenmarkt.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Michael Meier: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080811-03\/nawaro.pdf\" >Pflanzen\u00f6le f\u00fcr die chemische Industrie<\/a> (PDF-Datei)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Mit abnehmenden Erd&ouml;lvorr&auml;ten ist die chemische Industrie st&auml;rker auf nachwachsende Rohstoffe angewiesen. Bereits heute decken sie elf Prozent des Rohstoffbedarfs der Chemie. 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