{"id":11057,"date":"2008-07-14T00:00:00","date_gmt":"2008-07-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080714-03n"},"modified":"2008-07-14T00:00:00","modified_gmt":"2008-07-13T22:00:00","slug":"zukunftswerkstoff-holz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zukunftswerkstoff-holz\/","title":{"rendered":"Zukunftswerkstoff Holz"},"content":{"rendered":"<p><b>Unter \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Aspekten \u00fcbertrifft Holz alle anderen g\u00e4ngigen Baustoffe. Doch werkstofftechnisch sind die Potentiale des Holzes l\u00e4ngst nicht vollst\u00e4ndig erforscht und werden daher in der Baubranche meist nicht ausgenutzt. Im Forschungsverbund &#8220;Holzbau der Zukunft&#8221;, der die vergangenen drei Jahre im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern mit 3,1 Millionen Euro gef\u00f6rdert wurde, wurden Projekte rund um den biogenen Baustoff Holz geb\u00fcndelt. Koordinator des gr\u00f6\u00dften Forschungsverbunds, den es bisher zum Thema Holzbau in Deutschland gab, ist Professor Stefan Winter, Ordinarius f\u00fcr Holzbau und Baukonstruktion an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM).<\/b><\/p>\n<p>In dem Forschungsverbund arbeiteten 52 Wissenschaftler von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM), der Fachhochschule Rosenheim und dem Institut f\u00fcr Fenstertechnik, Rosenheim, darunter Forstwissenschaftler, Materialwissenschaftler, Bauingenieure und Architekten. Ziel war es, die bisherigen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Holz in der Baubranche zu verbessern und neue Einssatzm\u00f6glichkeiten zu erforschen. Die Ergebnisse der insgesamt 20 Projekte wurden auf dem Symposium &#8220;Holzbau der Zukunft&#8221; im Audimax der TU M\u00fcnchen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080714-03\/Holz_beton.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Holz_beton.jpg\"\/><b>Einige ausgew\u00e4hlte Projekte:<\/b><br \/><b>Hochwertige Bauprodukte aus starkem Stammholz<\/b><br \/>Als Baumaterial konkurriert Holz mit vielen hochwertigen Bauprodukten. Das Teilprojekt von Professor Gerd Wegener, Ordinarius f\u00fcr Holzkunde und Holztechnik an der TU M\u00fcnchen, befasste sich mit der Beurteilung der Holzqualit\u00e4t von starkem Stammholz. Aus Erfahrung wussten Zimmerleute von je her, dass das Holz au\u00dfen wesentlich stabiler ist als im Inneren eines Baumstammes. Am Lehrstuhl von Professor Wegener wurde nun eine maschinelle Festigkeitssortierung entwickelt, die die Tragf\u00e4higkeit des Holzes auch nachweisbar macht. Weiter gelang es durch klugen Einsatz von starkem Stammholz und neuen M\u00f6glichkeiten der Kombination von Einschnitten unterschiedlicher Qualit\u00e4t, die Tragf\u00e4higkeit von kombinierten Holzprofilen drastisch zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><b>Holzbeton<\/b><br \/>Holzbeton besteht aus Holzsp\u00e4nen, Zement und Wasser. Der Vorteil dieses Betons ist, dass Holz als Zuschlag im Gegensatz zu herk\u00f6mmlich eingesetzten mineralischen Materialen ein nachwachsender Rohstoff ist. Den Forschern um Professor Detlef Heinz vom Centrum f\u00fcr Baustoffe und Materialpr\u00fcfung (cbm) an der TUM ist es gelungen, neue vielversprechende Bindemittel-Holzkombinationen herzustellen. Dabei gelang es Bindemittel mit verbesserter Vertr\u00e4glichkeit zwischen Holz und Zement herzustellen und damit den Herstellungsprozess von Holzbeton zu vereinfachen. Holzbeton hat aber auch in der Nutzung Vorteile gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Beton, vor allem im Schallschutz. In \u00d6sterreich gibt es bereits die ersten Schallschutzw\u00e4nde an Autobahnen daraus. Doch nicht nur daf\u00fcr kann Holzbeton verwendet werden: &#8220;Erste Anwendungen von Holzbeton als konstruktiven Werkstoff waren sehr erfolgsversprechend,&#8221; berichtet Professor Heinz.<\/p>\n<p><b>Anlagentechnischer Brandschutz<\/b><br \/>Holz als Rohstoff liegt zwar voll im Trend, doch das ausreichende Ma\u00df an Brandsicherheit spielt bei der Verwendung vor allem von mehr-geschossigen Geb\u00e4uden eine wichtige Rolle. Mit der M\u00f6glichkeit von innovativen L\u00f6schsystemen besch\u00e4ftigte sich Professor Hausladen, Ordinarius f\u00fcr Bauklimatik und Haustechnik an der TUM. Entwickelt und getestet wurde ein L\u00f6schsystem, dass an die g\u00e4ngigen haustechnischen Trinkwasser-Installationen angeschlossen werden kann.<\/p>\n<p><b>Energetische Sanierung von Bestandsgeb\u00e4uden<\/b><br \/>Untersucht wurde au\u00dferdem der Einsatz von Holz und Holzwerkstoffen f\u00fcr die energetische Sanierung von bereits bestehenden Geb\u00e4uden. Holz soll hier als D\u00e4mm- und Bekleidungsmaterial verwendet werden. Im Rahmen des Projektes von Professor Hauser, Ordinarius f\u00fcr Bauphysik an der TUM, wurde ein Sanierungsleitfaden erstellt. Der Fokus lag auf der energetischen Bewertung des Bestandsgeb\u00e4udes, der Darstellung m\u00f6glicher Sanierungsans\u00e4tze, der Definition von Auswahlkriterien und einer Untersuchung der Wirtschaftlichkeit der Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><b>Ganzheitliche Planungsstrategie: Konzeption und Umsetzung<\/b><br \/>Der Lehrstuhl f\u00fcr Entwerfen und Bautechnik, Fachgebiet Holzbau an der TU M\u00fcnchen sowie der Fachbereich Innenarchitektur an der Fachhochschule Rosenheim setzten die Forschungsergebnisse der einzelne Teilprojekte schlie\u00dflich in einen Plan f\u00fcr ein mehrst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude um. Damit konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die Ergebnisse der Teilprojekte durchaus umsetzbar sind und miteinander vernetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Arthur Wolfrum<br \/>Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen<br \/>Telefon: 089-289-22041<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:wolfrum@bv.tum.de\">wolfrum@bv.tum.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Unter &ouml;kologischen und &ouml;konomischen Aspekten &uuml;bertrifft Holz alle anderen g&auml;ngigen Baustoffe. 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