{"id":11026,"date":"2008-07-25T00:00:00","date_gmt":"2008-07-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080725-01n"},"modified":"2008-07-25T00:00:00","modified_gmt":"2008-07-24T22:00:00","slug":"gefahren-fuer-den-boden-durch-vermehrten-nawaro-anbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gefahren-fuer-den-boden-durch-vermehrten-nawaro-anbau\/","title":{"rendered":"Gefahren f\u00fcr den Boden durch vermehrten Nawaro-Anbau"},"content":{"rendered":"<p><b>Um den Klimawandel zu bremsen wird neben anderen erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Wasserkraft) der Anbau nachwachsender Rohstoffe (NaWaRo) zur energetischen Nutzung vielerorts gefordert. Ihre Verbrennung setzt lediglich jenes CO<sub>2<\/sub> frei, das zuvor von den Pflanzen durch Photosynthese gebunden und so der Atmosph\u00e4re entzogen wurde. Daher ist die energetische Nutzung von NaWaRo CO<sub>2<\/sub> neutral. Die Kommission Bodenschutz am Umweltbundesamt warnt allerdings vor Gefahren f\u00fcr den Boden durch eine Ausweitung der Nawaro-Pflanzung.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080725-01\/500gefahr_verlustcorg_Rendzina_ubamarahrens.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"500gefahr_verlustcorg_Rendzina_ubamarahrens.jpg\"\/>Tats\u00e4chlich weitet sich die Anbaufl\u00e4che von NaWaRo seit Jahren konstant aus. 2005 wurden in Deutschland auf mehr als 1 Million Hektar Raps zur Biodieselproduktion angebaut, der Anbau von Mais zur Erzeugung von Biogas steigt seit Einf\u00fchrung des NAWaRo-Bonus im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2004 (EEG) steil an. Die Fortsetzung dieser Entwicklung, die f\u00fcr die Erhaltung des Klimas und die Sicherung der Einkommen in der Landwirtschaft unbedingt positiv zu bewerten ist, k\u00f6nnte f\u00fcr die B\u00f6den Deutschlands aber auch mit Risiken verbunden sein.<\/p>\n<p>Bisher werden in Deutschland haupts\u00e4chlich gut eingef\u00fchrte, sogenannte Hackfr\u00fcchte wie Raps, Mais oder Zuckerr\u00fcben als NaWaRo angebaut. Diese Kulturen wirken sich negativ auf die Humusbilanz aus, das hei\u00dft, dass der Humusgehalt der B\u00f6den sinkt, sofern er nicht durch den Anbau humusmehrender Kulturen wie Ackergras, Zwischenfr\u00fcchten oder durch organische D\u00fcngung ausgeglichen wird. Eine deutliche Ausweitung ihres Anteils in der Fruchtfolge w\u00fcrde den f\u00fcr viele Bodenfunktionen notwendigen Gehalt an Humus vermindern, insbesondere wenn, um m\u00f6glichst viel Biomasse zu ernten, der gesamte Aufwuchs vom Feld entfernt wird. Auch erh\u00f6hen Hackfr\u00fcchte das Risiko von Erosion, weil sie eine langsame Jugendentwicklung haben und den Boden im Fr\u00fchjahr l\u00e4ngere Zeit ungesch\u00fctzt lassen.<\/p>\n<p>In beiderlei Hinsicht positiver zu bewerten sind hier mehrj\u00e4hrige Kulturen wie <i>Miscanthus<\/i> (Chinaschilf), Kurzumtriebsplantagen von schnellwachsenden B\u00e4umen wie Pappel und Weide oder Ackergras. Mit den ersten beiden Kulturen gibt es jedoch bislang wenig Erfahrung in der betrieblichen Praxis und ein gro\u00dffl\u00e4chiger Anbau w\u00fcrde das Landschaftsbild durchaus ver\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Um den Klimawandel zu bremsen wird neben anderen erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Wasserkraft) der Anbau nachwachsender Rohstoffe (NaWaRo) zur energetischen Nutzung vielerorts gefordert. 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