{"id":11005,"date":"2008-05-19T00:00:00","date_gmt":"2008-05-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080519-03n"},"modified":"2008-05-19T00:00:00","modified_gmt":"2008-05-18T22:00:00","slug":"tuerblatteinlagen-auf-basis-nachwachsender-rohstoffe-und-reststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tuerblatteinlagen-auf-basis-nachwachsender-rohstoffe-und-reststoffe\/","title":{"rendered":"T\u00fcrblatteinlagen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und Reststoffe"},"content":{"rendered":"<p><b>Ein mehrj\u00e4hriges Projekt zur Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und\/oder Reststoffen f\u00fcr  T\u00fcrblatteinlagen wurde erfolgreich beendet. Entwickelt wurden Schaumk\u00f6rper, die nach Zugabe von Klebstoffen zu Platten verpresst und als T\u00fcrblattmittellage verwendet werden. Als alternative Werkstoffe wurden Leimleder und Lederschleifstaub als Abfallstoffe der Lederherstellung sowie Maisgrie\u00df verwendet.<\/b> <\/p>\n<p>Das Ergebnis: die Platten sind hinsichtlich Zuschnitt, Kalibrierung und Verpressbarkeit mit in der T\u00fcrenindustrie \u00fcblichen Maschinen be- und verarbeitbar und es sollten weiterf\u00fchrende Optimierungsma\u00dfnahmen ins Auge gefasst werden. Durchgef\u00fchrt wurde das Projekt von der <a href=\"http:\/\/www.reinex.at\/\" >REINEX T\u00fcren GmbH<\/a> in Zusammenarbeit mit dem Interuniversit\u00e4ren Department f\u00fcr Agrarbiotechnologie (<a href=\"http:\/\/www.ifa-tulln.ac.at\/\" >IFA-Tulln<\/a>). Das Ergebnis wurde in der Schriftenreihe <a href=\"http:\/\/www.nachhaltigwirtschaften.at\/publikationen\/schriftenreihe.html\" >Berichte aus Energie- und Umweltforschung<\/a> als Ausgabe 1\/2008 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Holzt\u00fcren sind aufgrund der gro\u00dfen Vielfalt in Design, Ausf\u00fchrung und Zubeh\u00f6r bei Architekten und Bauherrn sehr beliebt. Neben den gestalterischen Aspekten m\u00fcssen sie jedoch eine Reihe an Anforderungen wie Schall-, Brand-, W\u00e4rme- und Einbruchschutz erf\u00fcllen und f\u00fcr eine entsprechende Marktakzeptanz ein geringes Gewicht aufweisen.<\/p>\n<p>Um all diesen Anforderungen gerecht werden zu k\u00f6nnen und dabei noch weitere Vorteile des Produkts &#8220;T\u00fcre&#8221; zu generieren, ist der Einsatz von Schaumk\u00f6rpern aus Reststoffen als Innenlage anzustreben. Diese Schaumk\u00f6rpereinlagen erreichen durch die Verwertung von Reststoffen eine rohstoffseitige Ressourcen- und Kostenreduktion und erm\u00f6glichen durch den einschaligen Aufbau als Sandwichkonstruktion nach dem Masse-Feder-Masse-Prinzip einen automatisierten Produktionsprozess und damit eine kosteng\u00fcnstigere Produktion des Produkts. Nicht zuletzt kann mit dieser Neuartigkeit eine einfachere Handhabung und damit verbunden eine kosteng\u00fcnstigere Durchf\u00fchrung der Montage erreicht werden. All diese Vorteile stellen eine Differenzierung gegen\u00fcber dem Mitbewerb sicher.<\/p>\n<p>Zur Realisierung des Projekts wurden Schaumk\u00f6rper drei unterschiedlicher Rezepturen hergestellt und anschlie\u00dfend unter Zugabe der jeweiligen Klebstoffe zu Platten verpresst. Dabei handelte es sich um Leimleder und Lederschleifstaub als Abfallstoffe der Lederherstellung sowie Maisgrie\u00df. Die Schaumk\u00f6rper unterschieden sich dabei in ihrer Elastizit\u00e4t sowie in der Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit. Als Klebstoffe wurden Harnstoffformaldehydleim, Kaliwasserglas und Latex eingesetzt. <\/p>\n<p>Die Durchf\u00fchrung der Versuche erfolgte anhand von Versuchspl\u00e4nen, wobei die Verdichtung und die Klebschichtdicke als variable Einflussgr\u00f6\u00dfen gew\u00e4hlt wurden. Neben der Charakterisierung der Sch\u00fcttk\u00f6rper wurden die mechanischen Eigenschaften der Platten getestet. Die Messwerte der Platten hinsichtlich Kerntemperatur, Fl\u00e4chengewicht, Formstabilit\u00e4t, Druck und Querzug wurden anhand der Versuchspl\u00e4ne statistisch ausgewertet und die Effekte von Verdichtung und Klebschichtdicke berechnet. Dabei konnten durchwegs Einfl\u00fcsse der Faktoren auf die Eigenschaften der Platten festgestellt werden. <\/p>\n<p>Hinsichtlich der Anwendung in &#8220;Spezialt\u00fcren&#8221; zeigten sich die elastischen Rezepturen sowie die mit Latex verpressten Platten als besonders geeignet, da sie sich durch eine f\u00fcr den Schallschutz erforderliche Elastizit\u00e4t auszeichnen. Deshalb wurden diese Kombinationen zur Herstellung von Mustert\u00fcren verwendet und im Zuge dessen auf die Verarbeitbarkeit in der T\u00fcrenherstellung getestet.<\/p>\n<p>Dabei zeigte sich, dass die Platten hinsichtlich Zuschnitt, Kalibrierung und Verpressbarkeit mit in der T\u00fcrenindustrie \u00fcblichen Maschinen be- und verarbeitbar sind und daher weiterf\u00fchrende Optimierungsma\u00dfnahmen ins Auge zu fassen sind. Die bisherigen Ergebnisse rechtfertigen eine Fortsetzung der Entwicklungst\u00e4tigkeit, da die Eigenschaften der Innenlage in Bezug auf Schalld\u00e4mmung und Brandschutz ermutigend sind.<\/p>\n<p>Das Ergebnis wurde in der Schriftenreihe Berichte aus Energie- und Umweltforschung als Ausgabe 1\/2008 ver\u00f6ffentlicht und kann <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080519-03\/08-01_tuerblatteinlagen_aus_Nawaro.pdf\" >hier<\/a> heruntergeladen oder auf der <a href=\"http:\/\/www.nachhaltigwirtschaften.at\/results.html\/id4356\" >Bestellseite<\/a> f\u00fcr 4 Euro bestellt werden.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b> <\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080519-03\/08-01_tuerblatteinlagen_aus_Nawaro.pdf\" >T\u00fcrblatteinlagen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und Reststoffe<\/a> (PDF)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein mehrj&auml;hriges Projekt zur Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und\/oder Reststoffen f&uuml;r  T&uuml;rblatteinlagen wurde erfolgreich beendet. Entwickelt wurden Schaumk&ouml;rper, die nach Zugabe von Klebstoffen zu<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-11005","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11005\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11005"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}