{"id":10988,"date":"2008-05-26T00:00:00","date_gmt":"2008-05-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080526-02n"},"modified":"2008-05-26T00:00:00","modified_gmt":"2008-05-25T22:00:00","slug":"mehr-vielfalt-in-die-landwirtschaft-mit-nawaros","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mehr-vielfalt-in-die-landwirtschaft-mit-nawaros\/","title":{"rendered":"Mehr Vielfalt in die Landwirtschaft mit Nawaros"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Thema Biodiversit\u00e4t findet sich dank der derzeit stattfindenden 9. Vertragsstaaten-Konferenz \u00fcber die Biologische Vielfalt in vielen Medien wieder. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (<a href=\"http:\/\/www.bmelv.de\/\" >BMELV<\/a>) und sein Projekttr\u00e4ger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (<a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >FNR<\/a>), besch\u00e4ftigen sich schon seit langem mit der Frage, wie die Artenvielfalt auf dem Acker zu erh\u00f6hen ist. Ihr L\u00f6sungsansatz ist es, neue Energiepflanzen zu erforschen und in die Praxis zu bringen. Demn\u00e4chst werden aus dem umfangreichen Anbauprojekt <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/cms35\/EVA.1594.0.html\" >EVA<\/a> die ersten Fakten in Brosch\u00fcren-Form vorliegen.<\/b><\/p>\n<p>Im internationalen Ma\u00dfstab soll gleichzeitig im Rahmen eines Zertifizierungsprojektes ein System zum Nachweis der Einhaltung von Nachhaltigkeitsanforderungen beim Energiepflanzenanbau entwickelt werden. Naturschutzgebiete spielen eine zentrale Rolle f\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, auf dem wirtschaftlich genutzten Acker die Vielfalt zu erhalten und zu erh\u00f6hen. Das BMELV unterst\u00fctzt \u00fcber die FNR aktuell 56 laufende Forschungsvorhaben zu Energiepflanzen, die unter anderem genau dieses Ziel verfolgen.<\/p>\n<p>Noch wird in der Praxis zu oft und einseitig auf die etablierten Energiepflanzen Raps und Mais gesetzt, dabei sind nach den ersten Ergebnissen des gro\u00dfangelegten Forschungsprojektes EVA  f\u00fcr Biogasfruchtfolgen zum Beispiel auch verschiedene Sorghumhybriden geeignet, an trockenen Standorten k\u00f6nnen sie Mais sogar \u00fcberlegen sein.<\/p>\n<p>In EVA wurden auch neue Anbausysteme wie das Zweikultur-Nutzungssystem getestet, das mit einer Haupt- und einer Zweitfrucht pro Jahr ebenfalls Chancen f\u00fcr mehr Vielfalt bietet. W\u00e4hrend die ganzj\u00e4hrige Bodenbedeckung dieses Systems grunds\u00e4tzlich \u00f6kologische Vorteile gegen\u00fcber dem konventionellen Hauptfruchtanbau bietet, h\u00e4ngt die \u00f6konomische \u00dcberlegenheit, wie EVA zeigte, von den klimatischen und \u00f6rtlichen Gegebenheiten ab. Nicht in allen, aber in manchen F\u00e4llen lie\u00dfen sich mit dem Zweikulturnutzungssystem h\u00f6here Ertr\u00e4ge und Gewinne erwirtschaften.<\/p>\n<p>Die Versuche in EVA deckten aber l\u00e4ngst nicht alle in Frage kommenden Energiepflanzen und Anbausysteme ab, die daf\u00fcr in anderen \u00fcber die FNR gef\u00f6rderten Projekten untersucht werden. So widmen sich Vorhaben vielversprechenden und bislang noch wenig bekannten potenziellen Energielieferanten wie der Durchwachsenen Silphie oder dem Bokhara- oder Steinklee. So genannte Agroforstsysteme werden getestet, in denen schnellwachsende Energie- oder langsam wachsende Werth\u00f6lzer zusammen mit normalen Ackerkulturen auf einem Feld stehen. Die Wissenschaftler vermuten dabei nicht nur Synergieeffekte f\u00fcr beide beteiligten Kulturarten, es w\u00fcrde auch wiederum die Artenvielfalt erh\u00f6ht. Schnellwuchsh\u00f6lzer kann man aber auch in Kurzumtriebsplantagen anbauen und alle paar Jahre beernten. Der Vorteil f\u00fcr die biologische Vielfalt: Die Plantagen ben\u00f6tigen relativ wenig D\u00fcnger, Pflanzenschutz und Bearbeitung, so dass sie zum R\u00fcckzugsraum f\u00fcr viele Tier- und Pflanzenarten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die FNR ist aber nicht nur auf der Ebene der Arten und Anbausysteme aktiv, auch die Z\u00fcchtung neuer Sorten, die ebenfalls Diversit\u00e4t schafft, f\u00f6rdert sie. Diese Beispiele zeigen die M\u00f6glichkeiten auf, die nachwachsende Rohstoffe bieten, um unsere Kulturlandschaft und die Artenvielfalt zu bereichern. Z\u00fcchter, Berater, Ausbilder und nat\u00fcrlich die Landwirte selbst sind aufgefordert, sie in die Praxis umzusetzen.<\/p>\n<p>Unter einem etwas anderen Aspekt spielt das Thema Biodiversit\u00e4t eine Rolle in einem Projekt zur Zertifizierung von Biomasse. Dessen Ziel ist es, nachhaltige von nicht-nachhaltiger Produktion unterscheidbar zu machen. Zu den Zertifizierungskriterien z\u00e4hlt, dass der Anbau nicht auf Fl\u00e4chen mit hoher Artenvielfalt, wie zum Beispiel in Regenwaldgebieten, stattfindet.<\/p>\n<p>Die Brosch\u00fcre &#8220;Standortangepasste Anbausysteme f\u00fcr Energiepflanzen&#8221; fasst die Ergebnisse aus EVA zusammen, richtet sich an die Praxis und ist in K\u00fcrze kostenlos bei der FNR erh\u00e4ltlich. \u00dcber Energiepflanzen-Projekte, die \u00fcber dier FNR gef\u00f6rdert werden, informiert die Internetseite <a href=\"http:\/\/www.energiepflanzen.info\/\" >www.energiepflanzen.info<\/a>. N\u00e4heres zum \u00fcber die FNR gef\u00f6rderten Zertifizierungsprojekt ist auf der Internetseite <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/zertifizierung\" >www.fnr.de\/zertifizierung<\/a> zu finden.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neues-energiepflanzenportal-online\/\" >2007-03-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-buchbesprechung-pflanzen-als-rohstoffe-fuer-die-zukunft\/\" >2008-05-14<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Thema Biodiversit&auml;t findet sich dank der derzeit stattfindenden 9. Vertragsstaaten-Konferenz &uuml;ber die Biologische Vielfalt in vielen Medien wieder. 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