{"id":109531,"date":"2022-05-23T07:26:00","date_gmt":"2022-05-23T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=109531"},"modified":"2022-05-18T13:06:38","modified_gmt":"2022-05-18T11:06:38","slug":"kleine-wasserlinse-groses-potential-fur-die-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kleine-wasserlinse-groses-potential-fur-die-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Kleine Wasserlinse \u2013 gro\u00dfes Potential f\u00fcr die Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" height=\"489\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.23.07.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-109548\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.23.07.png 864w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.23.07-300x170.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.23.07-150x85.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.23.07-768x435.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.23.07-400x226.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px\" \/><figcaption>Pixabay.de\/congtytrienminh<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>An Teichen und Gr\u00e4ben sieht man sie h\u00e4ufig \u2013 die Teich- oder Wasserlinsen, im Volksmund auch \u201eEntengr\u00fctze\u201c genannt. Dabei handelt es sich um kleine linsenf\u00f6rmige Pflanzen von der Gr\u00f6\u00dfe eines Cent-St\u00fccks, die auf der Oberfl\u00e4che von stehenden oder langsam flie\u00dfenden Gew\u00e4ssern schwimmen und dort oft gut sichtbare Pflanzenteppiche ausbilden. Wasserlinsen k\u00f6nnen unter optimalen Bedingungen ihre Biomasse innerhalb eines Tages verdoppeln und gedeihen auch auf Schmutz- und Abw\u00e4ssern hervorragend. Wie (wirtschaftlich) praktikabel das funktioniert, ob die Abw\u00e4sser auf diese Weise gereinigt werden k\u00f6nnen \u2013 sodass sie eventuell einleitf\u00e4hig werden \u2013 und ob dar\u00fcber hinaus ein nat\u00fcrliches Futtermittel enstehen kann, untersucht das Konsortium um das Forschungsprojekt ReWali.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 10. Mai 2022 fand das Kick-off-Meeting des Projektes &#8220;ReWali &#8211; Reduktion des N\u00e4hrstoffeintrags in Gew\u00e4sser sowie Produktion von Futtermittel durch Wasserlinsen&#8221; bei der Firma NOVAgreen statt. Ziel des Projektes ist es, Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft durch den Einsatz der Wasserlinse neu zu denken. Die Wasserlinse ist innerhalb kurzer Zeit in der Lage, dem Wasser N\u00e4hrstoffe wie z.B. Nitrat und Phosphor zu entziehen und in erntef\u00e4hige Biomasse zu binden. Diese Biomasse soll im Projekt als nat\u00fcrliches, proteinreiches Futtermittel eingesetzt werden. Dadurch kann die Linse in einem Kreislaufsystem direkt vor Ort wieder einer Nutzung zugef\u00fchrt und die N\u00e4hrstoffe somit \u201erecycelt\u201c werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"568\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.18.31.png\" alt=\"Beim Kick-off (v.l.): Prof. Dr. Jens Tetens (Uni G\u00f6ttingen, Department Nutztierwissenschaften), Johann-Michel Cla\u00dfen (Cla\u00dfen G\u00e4nsezucht aus Bakum), Eva Gregersen (Uni G\u00f6ttingen, Department Nutztierwissenschaften), Dr.in Linda Armbrecht (Uni Vechta, trafo:agrar), Dr.in Stefanie Retz (Uni Vechta, trafo:agrar), Prof. Dr. J\u00fcrgen Hummel (Uni G\u00f6ttingen, Department Nutztierwissenschaften) und Rudolf Cordes (Novagreen GmbH, Vechta)\" class=\"wp-image-109547\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.18.31.png 644w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.18.31-300x265.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.18.31-150x132.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/05\/Bildschirmfoto-2022-05-16-um-14.18.31-306x270.png 306w\" sizes=\"auto, (max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><figcaption>Beim Kick-off (v.l.): Prof. Dr. Jens Tetens (Uni G\u00f6ttingen, Department Nutztierwissenschaften), Johann-Michel Cla\u00dfen (Cla\u00dfen G\u00e4nsezucht aus Bakum), Eva Gregersen (Uni G\u00f6ttingen, Department Nutztierwissenschaften), Dr.in Linda Armbrecht (Uni Vechta, trafo:agrar), Dr.in Stefanie Retz (Uni Vechta, trafo:agrar), Prof. Dr. J\u00fcrgen Hummel (Uni G\u00f6ttingen, Department Nutztierwissenschaften) und Rudolf Cordes (Novagreen GmbH, Vechta)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt wird die bisher untersch\u00e4tzte heimische Pflanze u.a. auf sogenanntem \u201eSchlabberwasser\u201c, d.h. einem m\u00e4\u00dfig n\u00e4hrstoffhaltigen Brauchwasser aus der G\u00e4nsehaltung angebaut und dann wieder direkt als Futter eingesetzt. Solche niedrig und m\u00e4\u00dfig belasteten Wasser wie das Schlabberwasser einzuleiten erfordert eine Genehmigung der Wasserbeh\u00f6rden und wird nach heutigen Standards immer schwieriger umzusetzen. Alternativ muss belastetes Oberfl\u00e4chen- und Brauchwasser gelagert werden, was Platz ben\u00f6tigt und zus\u00e4tzliche Kosten aufwirft. Die Produktion von Wasserlinsen k\u00f6nnte die Problematik der Verwertung des Schlabberwassers l\u00f6sen und gleichzeitig ein lokal produziertes Futter f\u00fcr die G\u00e4nsezucht darstellen, das im optimalen Fall z.B. Soja ersetzen k\u00f6nnte. Dieses Konzept der Kreislaufwirtschaft k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig auch auf andere Tierarten, wie z.B. die Fischhaltung \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisches KnowHow f\u00fcr den Anbau liefert im Projekt die Firma NOVAgreen Projektmanagement GmbH aus Vechta-Langf\u00f6rden. Praktisch erprobt wird das Projekt auf dem G\u00e4nsehof der Familie Cla\u00dfen aus Bakum, wo die Wasserlinse angebaut und verf\u00fcttert wird. Die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen untersucht die Fleischqualit\u00e4t, der mit Wasserlinsen gef\u00fctterten G\u00e4nse. Auch die Frage &#8220;ob Wasserlinsen ebenso an Fische verf\u00fcttert werden k\u00f6nnen und ob insbesondere Forellen (als Fleischfresser mit hohem Eiwei\u00dfbedarf) die proteinreiche Wasserlinse gut vertragen&#8221;, versucht die Uni G\u00f6ttingen in diesem Projekt zu beantworten. Au\u00dferdem sollen Wege ermittelt werden, wie die Wasserlinse lagerf\u00e4hig und in Mischrationen eingesetzt werden kann. Die Projektkoordination und \u00d6ffentlichkeitsarbeit \u00fcbernimmt der <a href=\"https:\/\/www.uni-vechta.de\/koordinierungsstelle-transformationsforschung-agrar\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar)<\/a> bei der Universit\u00e4t Vechta.<\/p>\n\n\n\n<p>Gef\u00f6rdert wird das Vorhaben \u00fcber drei Jahre mit rund einer halben Millionen \u20ac aus Mitteln der Europ\u00e4ischen Innovations-Partnerschaften f\u00fcr Landwirtschaftliche Produktivit\u00e4t und Nachhaltigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakt<\/h3>\n\n\n\n<p>Dr.in Linda Armbrecht und Dr.in Stefanie Retz<br>Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen<br>E-Mail: l<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:inda.armbrecht@trafo-agrar.de\" target=\"_blank\">inda.armbrecht@trafo-agrar.de<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:stefanie.retz@trafo-agrar.de\" target=\"_blank\">stefanie.retz@trafo-agrar.de<\/a><br>Tel.: +49. (0) 4441.15 442<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An Teichen und Gr\u00e4ben sieht man sie h\u00e4ufig \u2013 die Teich- oder Wasserlinsen, im Volksmund auch \u201eEntengr\u00fctze\u201c genannt. Dabei handelt es sich um kleine linsenf\u00f6rmige Pflanzen von der Gr\u00f6\u00dfe eines Cent-St\u00fccks, die auf der Oberfl\u00e4che von stehenden oder langsam flie\u00dfenden Gew\u00e4ssern schwimmen und dort oft gut sichtbare Pflanzenteppiche ausbilden. 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