{"id":10916,"date":"2008-06-20T00:00:00","date_gmt":"2008-06-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080620-05n"},"modified":"2017-12-12T11:15:30","modified_gmt":"2017-12-12T10:15:30","slug":"ein-motorradtank-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ein-motorradtank-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Ein Motorradtank aus Nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Ein Motorradtank, der zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, wurde vom Mehrwerk-Designlabors in Halle vorgestellt. Der Praxistest erfolgte am eigenen Motorrad, pr\u00e4sentiert wurde die Idee am vergangenen Donnerstag bei einem Workshop zum Thema &#8220;Leistungsstarke Faserverbunde aus regenerativen Rohstoffen&#8221;, zu dem das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik eingeladen hatte.<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"margin-left: 10px;\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080620-05\/Tank_Mehrwerk.jpg\" alt=\"Tank_Mehrwerk.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/>&#8220;Wir wollen die Teilnehmer auf Ideen bringen&#8221;, sagt Andreas Krombholz vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik (IWM) zur Mitteldeutschen Zeitung. Er kennt die Innovationsbarriere, wenn Firmen in Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen investieren wollen. &#8220;Da gibt es eine Kluft zwischen Forschung und Anwendung&#8221;, so Krombholz, der diese L\u00fccke mit der Firma &#8220;Mehrwerk&#8221; aus Halle schlie\u00dfen will.<\/p>\n<p>F\u00fcr das zugeh\u00f6rige Projekt &#8220;Transdesign&#8221; erhielten die Fraunhofer-Forscher knapp 250.000 Euro vom Bundesverkehrsministerium. Gemeinsam wollen sie bis 2010 zeigen, dass es m\u00f6glich ist, innovative Materialien zu vielf\u00e4ltigen, marktreifen Produkten zu verarbeiten.<\/p>\n<p>Bereits 2007 erhielten beide Partner den Innovationspreis des in H\u00fcrth bei K\u00f6ln ans\u00e4ssigen nova-Instituts f\u00fcr die Entwicklung eines aus einem Holzpolymerwerkstoff (WPC) hergestellten Regalsystems. Im Rahmen des neuen Projekts soll letzteres nun erweitert und erg\u00e4nzt werden. Auch die Entwicklung von Fensterb\u00e4nken und Laptop-Taschen aus WPC sei denkbar. Au\u00dferdem wolle man im Fraunhofer-Institut erreichen, dass die erd\u00f6lbasierten Kunststoffe im Holzpolymerwerkstoff durch biologische Kunststoffe ersetzt werden.<\/p>\n<p>Der Vorteil an der Zusammenarbeit liegt auf der Hand: &#8220;Wir sind zwei Partner mit jeweils ganz unterschiedlichen Kompetenzen, die sich aber gut erg\u00e4nzen, wenn man ein neues Produkt entwickeln will&#8221;, so Sven W\u00fcstenhagen. Mit nachwachsenden Rohstoffen wie Sisal, Flachs und Hanf zu experimentieren, das ist die Spezialit\u00e4t von Mehrwerk. Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen haben f\u00fcr die beiden Designer einen entscheidenden Vorteil: &#8220;Wir bekommen eine kostenlose Vorleistung aus der Natur&#8221;, so O\u00dfwald, der in seiner firmeneigenen Werkstatt auch Prototypen baut. Auf diese Weise sind in der Vergangenheit bereits eine Babytrage aus Hanf und Fahrradschutzbleche aus Feigenbaumrinde oder Viskose entstanden. Das prominenteste Werkst\u00fcck der Zusammenarbeit von Mehrwerk und Fraunhoferist die geplante Mammut-Rutsche am Landesmuseum, die bei Mehrwerk entworfen wurde. Sie wird vorwiegend aus Pappe, Hanf und einem Lein\u00f6l-Harz bestehen. Im Fraunhofer-Institut wurde sie bereits auf Festigkeit getestet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein Motorradtank, der zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, wurde vom Mehrwerk-Designlabors in Halle vorgestellt. 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