{"id":10910,"date":"2008-06-23T00:00:00","date_gmt":"2008-06-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080623-07n"},"modified":"2008-06-23T00:00:00","modified_gmt":"2008-06-22T22:00:00","slug":"iopd-verabschiedet-erklaerung-zur-nachhaltigkeit-von-biomasse-und-oelsaaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/iopd-verabschiedet-erklaerung-zur-nachhaltigkeit-von-biomasse-und-oelsaaten\/","title":{"rendered":"IOPD verabschiedet Erkl\u00e4rung zur Nachhaltigkeit von Biomasse und \u00d6lsaaten"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf Einladung der Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) fand der diesj\u00e4hrige International Oilseed Producers Dialogue (IOPD) am 16. und 17. Juni 2008 in Berlin statt. Der IOPD repr\u00e4sentiert die \u00d6lsaatenerzeugerverb\u00e4nde in Nord- und S\u00fcdamerika, der Europ\u00e4ischen Union sowie die Anbauverb\u00e4nde f\u00fcr die Produktion von Palm\u00f6l in Malaysia.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080623-07\/IOPD_300.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"IOPD_300.jpg\"\/>Die Vertreter der Erzeugerverb\u00e4nde befassten sich mit den auch in der \u00d6ffentlichkeit intensiv diskutierten zuk\u00fcnftigen Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Anbaus von Biomasse im Allgemeinen und Rohstoffen f\u00fcr die Biokraftstoffproduktion im Speziellen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass in diesem Zusammenhang die Bedeutung der \u00d6lsaatenproduktion f\u00fcr die Nahrungs- und Futtermittelversorgung nicht au\u00dfer Acht gelassen werden darf. Gefordert wird ein m\u00f6glichst freier Marktzugang f\u00fcr alle Erzeuger auf Basis international abgestimmter Zulassungskriterien beispielsweise beim Pflanzenschutz. Der IOPD bekr\u00e4ftigte in diesem Zusammenhang seine Forderung, dass nunmehr auch hier endlich die WTO-Runde zu einem Abschluss kommen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>In ihrer Abschlusserkl\u00e4rung haben sich die IOPD-Mitglieder f\u00fcr eine auf Nachhaltigkeit, aber auch auf steigende Produktivit\u00e4t ausgerichtete \u00d6lsaaten- bzw. Pflanzen\u00f6lproduktion ausgesprochen, die sowohl die Verwendung im Nahrungsmittel- und Futtermittelbereich als auch die stoffliche und energetische Nutzung umfasst.<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung des IOPD hat folgenden Wortlaut:<\/p>\n<p>Abschlusserkl\u00e4rung<br \/>Internationaler \u00d6lsaaten-Produzenten Dialog IOPD XI<br \/>17. Juni 2008 Berlin, Deutschland<\/p>\n<p>Die unterzeichnenden Teilnehmer des Internationalen \u00d6lsaaten-Produzenten Dialogs (IOPD) vom 16. &#8211; 17. Juni 2008 in Berlin, Deutschland, verabschieden folgende Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder m\u00f6chten ein solides betriebliches Umfeld entwickeln und f\u00f6rdern, das den \u00d6lsaatenerzeugern erlaubt, rentable und steigende Erl\u00f6se zu erzielen.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder unterst\u00fctzen den schnellstm\u00f6glichen Abschluss eines WTO-Abkommens, das den Industrie- und Entwicklungsl\u00e4ndern den Marktzugang substantiell verbessert, die handelsst\u00f6renden internen St\u00fctzungen reduziert und die Exportsubventionen sowie andere handelsverzerrende Exportma\u00dfnahmen beseitigt. Die IOPD-Mitglieder gehen davon aus, dass der \u00d6lsaatenbereich im Verlauf der Verhandlungen einbezogen wird, so dass die Erzeuger von einem wachsenden Nahrungsmittel- und Nichtnahrungsmittelmarkt profitieren, als Ergebnis einer hieraus fortschreitenden Liberalisierung. Die IOPD-Mitglieder gehen davon aus, dass erfolgreiche Verhandlungen angemessene Einkommen f\u00fcr die Erzeuger von \u00d6lsaaten und Proteinpflanzen aufrechterhalten.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder anerkennen die Notwendigkeit der Versorgung eines weltweit steigenden Bedarfs an Proteinen und Pflanzen\u00f6len. Deshalb werden steigende Forschungsausgaben und Investitionen unterst\u00fctzt. Forschung und Investition in den landwirtschaftlichen Bereichen der Industrie- und Entwicklungsl\u00e4nder zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder begr\u00fc\u00dfen den erreichten Fortschritt in der Erschlie\u00dfung neuer Anwendungsbereiche f\u00fcr \u00d6lsaaten, pflanzliche \u00d6le und Eiwei\u00dfprodukte und unterst\u00fctzen eine nachhaltige Entwicklung umweltfreundlicher Produkte. Der IOPD begr\u00fc\u00dft den Beitrag dieser neuen Anwendungsbereiche zur Stabilisierung des Marktes.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder unterst\u00fctzen rechtzeitig erkennbare und wissenschaftlich basierte Nachpr\u00fcfungen und Zulassungssysteme f\u00fcr alle nachhaltigen Technologien, einschlie\u00dflich der Biotechnologie f\u00fcr alle \u00d6lsaaten, pflanzliche \u00d6le und Produkte.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder bef\u00fcrworten die Harmonisierung der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und der R\u00fcckstandsh\u00f6chstmengen, um Handelsschranken zwischen den L\u00e4ndern zu reduzieren.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder bef\u00fcrworten landwirtschaftliche Produktionssysteme, die die Umwelt erhalten und sch\u00fctzen bei gleichzeitiger Erreichung eines erforderlich hohen Produktivit\u00e4tsniveaus, um der weltweiten Nachfrage zu entsprechen unter Beibehaltung der Wirtschaftlichkeit f\u00fcr die Produzenten.<\/p>\n<p>Die IOPD-Mitglieder verpflichten sich zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktionssystemen auf den daf\u00fcr geeigneten Fl\u00e4chen f\u00fcr die Produktion von Nahrungs- und  Futtermitteln sowie f\u00fcr Verwendungen im Nicht-Nahrungsmittelbereich. Nachhaltige landwirtschaftliche Produktionssysteme erf\u00fcllen die derzeitigen Anforderungen und verbessern gleichzeitig die M\u00f6glichkeiten zuk\u00fcnftiger Generationen, ihre Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen, durch:<\/p>\n<p>steigende Produktivit\u00e4t, um allen k\u00fcnftigen Bed\u00fcrfnissen gerecht zu werden, bei gleichzeitiger Reduzierung der Auswirkungen auf die Umwelt;<\/p>\n<p>verbesserten Zugang zu gesunden Nahrungs- und Futtermitteln sowie der Produktion von Kraftstoffen zur Verbesserung der Luftqualit\u00e4t und der Reduzierung von Treibhausgasen;<\/p>\n<p>Verbesserung des sozialen und wirtschaftlichen Wohlstands landwirtschaftlicher Produzenten und der globalen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Federation Francaise des Producteurs d\u2019Oleagineux et de Proteagineux (FOP) &#8211; France<br \/>Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) &#8211; Germany<br \/>National Farmers Union (NFU) &#8211; United Kingdom<br \/>Canola Council of Canada (CCC) &#8211; Canada<br \/>Canadian Canola Growers Association &#8211; Canada<br \/>Malaysian Palm Oil Council &#8211; Malaysia<br \/>American Soybean Association (ASA) &#8211; United States<br \/>United Soybean Board (USB) &#8211; United States<br \/>United States Soybean Export Council &#8211; United States<br \/>Camara Paraguaya de Exportadores de Cereales y Oleaginosas (CAPECO) &#8211; Paraguay<br \/>Krajowe Zrzeszenie Producentow Rzepaku (KSPR) &#8211; Poland<br \/>Union of Oilseed Growers and Processors &#8211; Czech Republic<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auf Einladung der Union zur F&ouml;rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. 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