{"id":10850,"date":"2008-05-02T00:00:00","date_gmt":"2008-05-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080502-03n"},"modified":"2008-05-02T00:00:00","modified_gmt":"2008-05-01T22:00:00","slug":"weltpremiere-pflanzenoel-kuehlt-und-isoliert-umspannwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weltpremiere-pflanzenoel-kuehlt-und-isoliert-umspannwerk\/","title":{"rendered":"Weltpremiere: Pflanzen\u00f6l k\u00fchlt und isoliert Umspannwerk"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 18. April 2008 hat die <a href=\"http:\/\/www.enbw.de\/\" >EnBW Regional AG<\/a> einen Leistungstransformator im Umspannwerk Teinach in Betrieb genommen, der ausschlie\u00dflich mit Pflanzen\u00f6l als Isolier- und K\u00fchlmittel arbeitet.<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr dieses Pilotprojekt wurde ein 40 MVA (Mega-Voltampere) Standardaggregat, das Hochspannung von 110 kV auf eine Mittelspannung von 20 kV \u00fcbersetzt, f\u00fcr den Einsatz von Natur\u00f6len ausgelegt. Erstmals weltweit ist ein Netztransformator dieser Baugr\u00f6\u00dfe einschlie\u00dflich seiner Anbauteile, zum Beispiel des Lastumschaltes, komplett mit Bio\u00f6l best\u00fcckt und dabei unter Last regelbar. <\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig werden in der Energiewirtschaft fast ausschlie\u00dflich Transformatoren eingesetzt, bei denen Mineral\u00f6l als K\u00fchl- und Isolierfl\u00fcssigkeit verwendet wird. Der Einsatz von alternativen Isoliermitteln gewinnt aufgrund stetig steigender Anforderungen bzw. Auflagen aus dem Umwelt- und Brandschutz zunehmend an Bedeutung. <\/p>\n<p>Wesentliche Vorteile der Pflanzen\u00f6le liegen darin, dass sie biologisch abbaubar und nicht Wasser gef\u00e4hrdend sind. Deshalb kann ein Transformator mit Pflanzen\u00f6lf\u00fcllung auch in Trinkwasser- und \u00dcberflutungsgebieten eingesetzt werden. Au\u00dferdem haben die nat\u00fcrlichen Ester einen deutlich h\u00f6heren Flammpunkt als mineralische \u00d6le, dadurch k\u00f6nnen Bio\u00f6l-Trafos auch unter brandschutztechnisch schwierigen Aufstellbedingungen, so in Ballungsr\u00e4ume mit hoher Bev\u00f6lkerungsdichte, zum Einsatz kommen. Pflanzen\u00f6le lassen sich aus nachwachsenden einheimischen Rohstoffen wie Raps oder Sonnenblumen erzeugen und k\u00f6nnen in absehbarer Zeit eine wirtschaftliche Alternative zu den herk\u00f6mmlichen Isolierstoffen, die auf Erd\u00f6l basieren, darstellen. <\/p>\n<p>Um weitere Erkenntnisse \u00fcber das Betriebs- und Alterungsverhalten der Pflanzen\u00f6le unter Einsatzbedingungen zu erhalten, ist die Trafoanlage im Teinacher Umspannwerk mit zahlreichen Messeinrichtungen ausgestattet. Die gewonnenen Daten k\u00f6nnen dann per Fern\u00fcbertragung ausgelesen und weiterverarbeitet werden. Bei diesen Forschungsaktivit\u00e4ten kooperiert die EnBW Regional AG mit den Universit\u00e4ten in Stuttgart und Karlsruhe, die auch weitergehende Untersuchungen zur Verwendbarkeit verschiedener Pflanzen\u00f6le in Leistungstransformatoren durchf\u00fchren. <\/p>\n<p>Um die Forschungsergebnisse besser vergleichen zu k\u00f6nnen, wurde parallel ein baugleicher Transformator mit konventioneller Mineral\u00f6lf\u00fcllung an einem anderen Standort in Betrieb genommen.&#8221;Unsere Vision ist der Einsatz von Leistungstransformatoren, die nach ihrer Nutzung 100 Prozent recycelbar und deren Isolierstoffe sowohl 100 Prozent biologisch abbaubar als auch 100 Prozent nachwachsend sind&#8221;, sagt der Leiter des Forschungsprojektes, Dr. Michael Sch\u00e4fer von der EnBW Regional AG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 18. 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