{"id":10849,"date":"2008-05-02T00:00:00","date_gmt":"2008-05-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080502-04n"},"modified":"2008-05-02T00:00:00","modified_gmt":"2008-05-01T22:00:00","slug":"bayer-qualitaets-polyole-mit-hohem-pflanzenoelanteil-durch-neues-verfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bayer-qualitaets-polyole-mit-hohem-pflanzenoelanteil-durch-neues-verfahren\/","title":{"rendered":"Bayer: Qualit\u00e4ts-Polyole mit hohem Pflanzen\u00f6lanteil durch neues Verfahren"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"http:\/\/www.bayermaterialscience.de\/\" >Bayer MaterialScience<\/a> hat jetzt eine innovative Produktionstechnologie f\u00fcr die Herstellung von Polyurethan (PUR)-Hartsch\u00e4umen auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickelt. Durch die Kombination von Alkoxylierung und Umesterung lassen sich Polyole mit hohen Anteilen an Pflanzen\u00f6lkomponenten und gleichzeitig mit dem gewohnten Eigenschaftsspektrum sowie in der bekannten strukturellen Vielfalt konventioneller Polyole erhalten. Vor allem in der Region NAFTA kommen die Formulierungsentwicklungen f\u00fcr PUR-Hartsch\u00e4ume f\u00fcr z.B. solche Verbundplatten gut voran. Die Markteinf\u00fchrung ist f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte 2008 geplant.<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr die Herstellung von Polyolen \u2013 neben Isocyanaten eine der beiden Ausgangskomponenten f\u00fcr Polyurethane (PUR) \u2013 werden schon seit vielen Jahren nat\u00fcrliche Komponenten wie Industriezucker, Glycerin und Sorbit eingesetzt. Zurzeit werden verst\u00e4rkt Natural Oil Polyols (&#8220;NOPs&#8221;) entwickelt, die neben den erw\u00e4hnten Rohstoffen auch Pflanzen\u00f6lbestandteile enthalten. Experten gehen davon aus, dass die Bedeutung solcher Polyole, die zu einem gr\u00f6\u00dferen Anteil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, aller Voraussicht nach weiter zunehmen wird. Ihr Einsatz wird als nachhaltiger angesehen als die Verwendung von auf fossilen Brennstoffen basierenden herk\u00f6mmlichen Werkstoffen, und die Nachfrage nach solchen &#8220;gr\u00fcnen&#8221; Produkten steigt stetig. <\/p>\n<p>Die bisher in den Markt eingef\u00fchrten NOPs haben jedoch auch Nachteile, die ihre Verwendbarkeit einschr\u00e4nken. Bayer MaterialScience hat jetzt eine innovative Produktionstechnologie entwickelt, mit der sich viele dieser Herausforderungen meistern lassen. Das Verfahren wurde f\u00fcr die Herstellung von NOPs f\u00fcr Polyurethan-Hartsch\u00e4ume entwickelt und inzwischen zum Patent angemeldet. PUR-Hartsch\u00e4ume zeichnen sich durch die beste W\u00e4rmed\u00e4mmleistung aller marktg\u00e4ngigen Werkstoffe aus und werden weltweit in gro\u00dfem Umfang zur effizienten Isolierung von Geb\u00e4uden, K\u00fchlger\u00e4ten und Pipelines eingesetzt.<\/p>\n<p><b>Kombination von Alkoxylierung und Umesterung erlaubt gewohntes Einsatzspektrum<\/b><br \/>&#8220;Das neue Verfahren vereinigt auf ausgekl\u00fcgelte Weise zwei unterschiedliche chemische Reaktionen in einem Schritt&#8221;, erl\u00e4utert Dr. Klaus Lorenz, Senior Principal Scientist in der Polyether-Verfahrensentwicklung bei Bayer MaterialScience. &#8220;Durch die Kombination von Alkoxylierung und Umesterung lassen sich Polyole mit hohen Anteilen an Pflanzen\u00f6lkomponenten und gleichzeitig mit dem gewohnten Eigenschaftsspektrum sowie in der bekannten strukturellen Vielfalt konventioneller Polyole erhalten&#8221;. <\/p>\n<p>Hartschaumstoffe auf Basis der mit der neuen Technologie hergestellten NOPs zeigen bei Verwendung verschiedener g\u00e4ngiger Treibmittel Eigenschaften, die denjenigen konventioneller Produkte keineswegs nachstehen, sondern diese zum Teil sogar \u00fcbertreffen. Spezifische Kundenanforderungen konnte Bayer MaterialScience aufgrund seiner langj\u00e4hrigen Erfahrung und seines umfangreichen Know-how auf dem Gebiet der Polyurethan-Systementwicklung erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><b>Nawaro-Gehalte zwischen 40 und 70 Prozent<\/b><br \/>Die ausgezeichnete Vertr\u00e4glichkeit mit konventionellen Polyolen erm\u00f6glicht dar\u00fcber hinaus die Steigerung des NOP-Anteils in den Rezepturen, so dass die Hartsch\u00e4ume beispielsweise problemlos die Beschaffungsrichtlinie der amerikanischen Regierung erf\u00fcllen k\u00f6nnen, die Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen gegen\u00fcber solchen auf Basis petrochemischer Rohstoffe bevorzugt. Diese Richtlinie basiert auf einem Vorschlag des US-Landwirtschaftsministeriums (<a href=\"http:\/\/www.usda.gov\/\" >USDA<\/a>), demzufolge im Rahmen der Beschaffung von Produkten einschlie\u00dflich Baukonstruktionswerkstoffen durch die \u00f6ffentliche Hand ein Mindestgehalt an nachwachsenden Rohstoffen f\u00fcr die Einstufung als &#8220;biobasiert&#8221; festzulegen sei. Im Falle der Isolierung von Geb\u00e4udew\u00e4nden soll ein Hartschaum (Spr\u00fchschaum oder D\u00e4mmplatte) mindestens zu acht Prozent auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, um diese Anforderung zu erf\u00fcllen. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend Polyetherpolyole auf Basis von Zucker bis zu etwa 30 Prozent aus erneuerbaren Anteilen bestehen, erm\u00f6glicht die neue Technologie die Herstellung von NOPs mit Gehalten an nachwachsenden Rohstoffen zwischen 40 und 70 Prozent. Aus diesen NOPs lassen sich Hartsch\u00e4ume mit Anteilen von etwa 10-15 Prozent an nat\u00fcrlichen Rohstoffen produzieren, die damit die genannte Anforderung f\u00fcr die Einstufung als biobasiert sogar deutlich \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p>&#8220;Die Entwicklung der neuen Herstelltechnologie bietet uns entscheidende Wettbewerbsvorteile in dem wichtigen Markt nachwachsender Rohstoffe f\u00fcr die Polyurethanherstellung&#8221;, erl\u00e4utert Dr. Peter Seifert, globales Produktmanagement Polyether bei Bayer MaterialScience. &#8220;Damit lassen sich Hartsch\u00e4ume mit einem deutlich erh\u00f6hten Anteil nachwachsender Rohstoffe formulieren, die nicht nur durch ihren Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs, sondern auch durch die Wahl der Rohstoffe einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.&#8221;<\/p>\n<p>Auf der Kunststoffmesse <a href=\"http:\/\/www.k-online.de\/\" >K 2007<\/a> hat Bayer MaterialScience viel versprechende Anwendungen mit den neu entwickelten Polyolen vorgestellt. Ein Beispiel ist ein hochwertiges K\u00fchlger\u00e4t der Firma <a href=\"http:\/\/www.liebherr.de\/\" >Liebherr<\/a>, dessen Isolierschicht aus einem NOP-haltigen Baytherm&reg; Polyurethan-Hartschaum besteht. Es erf\u00fcllt die hohe Energieeffizienzklasse A+. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe konnte hier gegen\u00fcber konventionellen PUR-Isolierschaumsystemen verdoppelt werden. Im Hinblick auf die Verarbeitungs- und Endeigenschaften steht das neue System den marktg\u00e4ngigen Hartschaumstoffen in nichts nach, sondern \u00fcbertrifft diese sogar in einigen Aspekten.<\/p>\n<p>Die Formulierungsentwicklungen mit dem Ziel einer st\u00e4rkeren Einbeziehung von NOPs in PUR- und Polyisocyanurat (PIR)-Hartsch\u00e4umen f\u00fcr Verbundplatten und Blockschaum in Bauanwendungen kommen in der Region NAFTA gut voran. &#8220;Wir sind sehr zuversichtlich, dass die NOPs, die Bayer MaterialScience zurzeit entwickelt, einen wichtigen Beitrag zu unserem Portfolio an Hochleistungsprodukten liefern werden&#8221;, erl\u00e4utert William J. Nicola, Leiter der Anwendungsentwicklung f\u00fcr Rohstoffe f\u00fcr Hartschaumspezialit\u00e4ten bei der Bayer MaterialScience LLC in Pittsburgh. &#8220;Unsere derzeitigen Aktivit\u00e4ten in diesem Bereich zielen auf eine Markteinf\u00fchrung in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2008.&#8221;<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pu-aus-sojaoel-fuer-die-automobilindustrie\/\" >2008-04-10<\/a> and <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/odor-free-bio-polyols-with-new-dow-technology\/\" >2007-09-26<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Bayer MaterialScience hat jetzt eine innovative Produktionstechnologie f&uuml;r die Herstellung von Polyurethan (PUR)-Hartsch&auml;umen auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickelt. Durch die Kombination von Alkoxylierung und Umesterung<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10849","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10849","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10849"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10849\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10849"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10849"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10849"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10849"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}