{"id":10837,"date":"2008-05-07T00:00:00","date_gmt":"2008-05-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080507-06n"},"modified":"2008-05-07T00:00:00","modified_gmt":"2008-05-06T22:00:00","slug":"marktstudie-zu-holz-im-garten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/marktstudie-zu-holz-im-garten\/","title":{"rendered":"Marktstudie zu Holz im Garten"},"content":{"rendered":"<p><b>Neben dem Baumarkt und dem M\u00f6belmarkt ist die Verwendung von Holz im Garten ein wichtiger Absatzmarkt f\u00fcr Schnittholz und weiter veredelte Vollholzprodukte. Schon mit einer Studie im Jahr 2000 konnte ermittelt werden, dass der Markt deutlich gr\u00f6\u00dfer ist als vermutet wird.<\/b> <\/p>\n<p>Auch wenn er sich in den f\u00fcnf Jahren bis zu dem hier untersuchten Jahr 2005 deutlich abgeschw\u00e4cht hat, so bietet er doch wieder Wachstumspotenzial. Vor allem ist es ein Verbrauchsg\u00fctermarkt, der weitaus stabiler verl\u00e4uft als die Baunachfrage. In einer Studie im Auftrag des Holzabsatzfonds haben Dr. Marcus Knauf (<a href=\"http:\/\/www.knauf-consulting.de\/\" >Knauf Consulting<\/a>, Bielefeld) und Prof. Dr. Udo Mantau (infro, Celle) das aktuelle Marktvolumen f\u00fcr Gartenholz bestimmt. Durch eine repr\u00e4sentative PoS-Verbraucherbefragung im Holzfachhandel und in Bau- und Heimwerkerm\u00e4rkten wurden Einstellungen von Gartenholzk\u00e4ufern ermittelt.<\/p>\n<p>Die Studie weist f\u00fcr das Jahr 2005 eine Menge von 1,437 Mio. m<sup>3<\/sup> verbrauchtem Schnittholz und ein Marktvolumen von 1,292 Mrd. Euro aus. Dies entspricht fast exakt einem Preis von 900 Euro pro Kubikmeter (schnittholz\u00e4quivalentem) Endprodukt. Bezogen auf die ermittelte Zahl von 19,8 Mio. G\u00e4rten entspricht dies 65 Euro pro Jahr und Garten oder 0,0849 m<sup>3<\/sup> Schnittholz.<\/p>\n<p>Verglichen mit den in der Baumarktpresse bislang ver\u00f6ffentlichten Daten erscheint die Zahl hoch. Das bisher in der Fachliteratur h\u00e4ufig ausgewiesene Marktvolumen von ca. 240 Mio. Euro (2004) basiert ausschlie\u00dflich auf einer Quelle (BBE), der nichts \u00fcber die Herkunft der Daten zu entnehmen ist. Modellrechnungen in der aktuellen Studie zum verbrauchten Schnittholzvolumen (einschl. Verschnitt in Produktion und Einbau) weisen nach, dass die bislang ver\u00f6ffentlichen Zahlen deutlich nach oben revidiert werden m\u00fcssen und durch die aktuell ermittelten Zahlen ersetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Markt f\u00fcr Holz im Garten bietet auch f\u00fcr die bevorstehende Saison 2008 erhebliches Marktpotenzial. Es ist zu erwarten, dass sich die Perspektive f\u00fcr den privaten Verbrauch u.a. durch h\u00f6here Lohnabschl\u00fcsse in diesem Jahr verbessert. Da &#8220;Holz im Garten&#8221; eher der allgemeinen Verbrauchskonjunktur folgt als dem Baumarkt, ist zu erwarten, dass der Absatz im Jahr 2008 u.a. dadurch wieder steigen wird.<\/p>\n<p><b>Die Einstellung der K\u00e4ufer von Holz im Garten<\/b><br \/>Holz punktet beim Verbraucher als Naturprodukt mit attraktiver Optik. Das Marktpotenzial ist keine gegebene Gr\u00f6\u00dfe, sondern kann von den Anbietern positiv beeinflusst werden. Die repr\u00e4sentative Befragung von 400 Gartenholzk\u00e4ufern gibt Anhaltspunkte, durch welche Marketingaktivit\u00e4ten der Absatz weiter bef\u00f6rdert werden kann. \t <\/p>\n<p><b>Wichtige Ergebnisse der repr\u00e4sentativen Befragung:<\/b><\/p>\n<p><i><b>Wie lassen sich die K\u00e4ufer von Gartenholzprodukte charakterisieren?<\/b><\/i><br \/>Es finden sich K\u00e4ufer jeden Alters. Gartenholzprodukte sind also keine Produkte f\u00fcr Rentner und Pension\u00e4re. Die H\u00e4lfte der repr\u00e4sentativ Befragten war 30 bis 50 Jahre alt. Sie arbeiten \u00fcberwiegend als Selbstst\u00e4ndige und Angestellte. Drei Viertel der K\u00e4ufer sind M\u00e4nner. Die M\u00e4nner bezeichnen sich fast alle als &#8220;passionierte Heimwerker&#8221;. Ganz anders die Frauen, die dem Heimwerken deutlich reservierter gegen\u00fcber stehen und vor allem am Thema Garten und Gartenarbeit interessiert sind. Heute ist jeder 5. Kunde eine Frau, die alleine (zu einem gro\u00dfen Teil auch in Begleitung ihrer Kinder) Gartenholzprodukte kauft. <\/p>\n<p>Betrachtet man das Interesse von Frauen am Thema Garten, so scheint es f\u00fcr diese Zielgruppe noch Chancen zur Vermarktung von Holzprodukten zu geben. Diese Chancen k\u00f6nnen durch spezielle Ansprache konsequent erschlossen werden kann. Die Befragung hat deutlich gezeigt: Frauen zeigen ein anderes Kauf- und Informationsverhalten beim Kauf von Holzprodukten f\u00fcr die Au\u00dfenanwendung als M\u00e4nner. Diese Differenzen m\u00fcssen im Marketing ber\u00fccksichtigt werden, um das Potenzial zu nutzen, dass die Zielgruppe Frauen bietet. Neue Serviceangebote und teilweise ein h\u00f6herer Vorfertigungsgrad k\u00f6nnen dabei zu zus\u00e4tzlichem Absatz f\u00fchren.<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080507-06\/08-05_gartenmarkt-Knauf.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"08-05_gartenmarkt-Knauf.jpg\"\/><\/center><br \/><i><b>Gartenmarkt ohne Garten ausbauf\u00e4hig<\/b><\/i><br \/>Neben den Eigent\u00fcmern\/innen von Ein- und Zweifamilienh\u00e4usern und Wochenendgrundst\u00fccken stellen auch Mieter\/innen im Mehrfamilienhaus (&#8220;Gartenmarkt ohne Garten&#8221;) einen interessanten, noch zu erschlie\u00dfenden Markt dar. Sie sind heute am PoS deutlich unterrepr\u00e4sentiert (nur 13% der K\u00e4ufer).<\/p>\n<p><i><b>Einmal Gartenholzk\u00e4ufer &#8211; immer Gartenholzk\u00e4ufer<\/b><\/i><br \/>90% der K\u00e4ufer von Gartenholzprodukten haben schon Erfahrungen mit Holz im Garten gemacht. Zu 80% sind diese Erfahrungen uneingeschr\u00e4nkt positiv. Nur 3% haben schlechte Erfahrungen gemacht. Positive Erfahrungen mit Gartenholz sind \u00fcberzeugende Kommunikationsargumente. Der nat\u00fcrliche Jedermann-Werkstoff Holz erm\u00f6glicht auch dem weniger ge\u00fcbten Heimwerker mit geringen Mitteln einen gro\u00dfen optischen Effekt im Garten.<\/p>\n<p><i><b>Holz als Naturprodukt punktet beim Gartenholzk\u00e4ufer<\/b><\/i><br \/>Das attraktive Aussehen des Holzes geh\u00f6rt f\u00fcr die K\u00e4ufer zu dem mit Abstand wichtigsten Vorteil f\u00fcr den Einsatz von Holz im Garten, gefolgt von den Eigenschaften &#8220;Naturprodukt&#8221; und &#8220;Verarbeitbarkeit&#8221;. Der Vorteil &#8220;Naturprodukt&#8221; (erg\u00e4nzt durch die von den K\u00e4ufern ebenfalls gesch\u00e4tzte &#8220;Integration in die Landschaft&#8221;) ist ein typisches Charakteristikum von Gartenholz im Vergleich zu Holz im Allgemeinen. F\u00fcr Frauen ist die Eigenschaft &#8220;Holz ist ein Naturprodukt&#8221; sogar am wichtigsten f\u00fcr den Einsatz von Holz im Garten.<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080507-06\/08-05_vorteile-Knauf.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"08-05_vorteile-Knauf.jpg\"\/><\/center><br \/><i><b>Die Kunden entscheiden haupts\u00e4chlich auf Basis der Information, die der Handel bereitstellt<\/b><\/i><br \/>Gartenholzk\u00e4ufer informieren sich insgesamt deutlich weniger als klassische Modernisierer. Sie vertrauen auf ihren eigenen Sachverstand vor Ort. Verglichen wird durch den Besuch anderer M\u00e4rkte und \u00fcber die Medien des Handels (Angebotsprospekte). Externe (unabh\u00e4ngige) Information spielt eine untergeordnete Rolle. Wegen dieses Informationsverhaltens spielt die Information am PoS eine besonders wichtige Rolle. Wegen des Informationsverhaltens von K\u00e4ufern von Holzprodukten f\u00fcr den Garten m\u00fcssen die Informationen direkt am PoS \u00fcberzeugend bereitgestellt werden.<\/p>\n<p><i><b>Die Sortimentsbreite als wichtigstes Argument f\u00fcr den Kaufort<\/b><\/i><br \/>Ausschlaggebend f\u00fcr den Kaufort sind die &#8220;Sortimentsbreite&#8221;, &#8220;Erreichbarkeit&#8221; und die &#8220;Kulanz bei Problemen&#8221;. Auf Rang 4 folgt die &#8220;Preisg\u00fcnstigkeit des Fach- oder Baumarkts&#8221;. Der Preis liegt damit noch vor der &#8220;Beratungsqualit\u00e4t&#8221;. Die &#8220;Sortimentsbreite&#8221; ist f\u00fcr die Kunden mit Abstand das wichtigste Argument f\u00fcr ihre Kaufentscheidung. Dieses Ergebnis ist nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich, wenn man an die im vorigen Abschnitt beschriebene Informationsnutzung denkt. Da die Kunden sich oftmals nur in dem Markt informieren, in dem sie schlie\u00dflich auch kaufen bzw. sich lediglich durch den Besuch anderer M\u00e4rkte informieren, ist es besonders wichtig, dass die dort angebotenen Produkte eine breite Information und Auswahl erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><i><b>Zertifizierung der Produkte weniger wichtig \u2013 Tropenholz jedoch ist tabu<\/b><\/i><br \/>Wie wichtig sind Gartenholzk\u00e4ufern Nachhaltigkeit und der Kauf der nach ihrer Herkunft zertifizierten Produkte? 40% der Kunden geben an, dass f\u00fcr sie Zertifizierung in ihrer Kaufentscheidung wichtig sei. Bei der Verwendung von Tropenholzprodukten herrscht eine sehr hohe Sensibilit\u00e4t bei den K\u00e4ufern. Eine typische Aussage als Beispiel: &#8220;Es ist mir egal, ich achte nur auf Tropenholz!&#8221; Das &#8220;Tabu Tropenholz&#8221; muss beachtet werden! Es hat sich tief in die K\u00f6pfe der Verbraucher eingebrannt. Besondere Beachtung ist z. B. bei dem Terrassendielen geboten. Sie waren die Shootingstars unter den Gartenholzprodukten in den letzten Jahren und stellen ein gro\u00dfes Volumen dar.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Dr. Marcus Knauf, Knauf Consulting GbR <br \/>Dorotheenstra\u00dfe 7 <br \/>D-33615 Bielefeld <br \/>fon. 0521-89 73 697 <br \/>mobil. 0179-297 00 55 <br \/>eMail: <a href=\"mailto:mknauf@knauf-consulting.de\">mknauf@knauf-consulting.de<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Neben dem Baumarkt und dem M&ouml;belmarkt ist die Verwendung von Holz im Garten ein wichtiger Absatzmarkt f&uuml;r Schnittholz und weiter veredelte Vollholzprodukte. Schon mit einer<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10837","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10837"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10837\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10837"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}