{"id":108072,"date":"2022-04-22T07:26:00","date_gmt":"2022-04-22T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=108072"},"modified":"2022-04-19T15:16:57","modified_gmt":"2022-04-19T13:16:57","slug":"vorzeigeprojekt-fur-die-biookonomie-orangenschalen-liefern-in-zukunft-wertvolle-biobasierte-epoxidharze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/vorzeigeprojekt-fur-die-biookonomie-orangenschalen-liefern-in-zukunft-wertvolle-biobasierte-epoxidharze\/","title":{"rendered":"Vorzeigeprojekt f\u00fcr die Bio\u00f6konomie: Orangenschalen liefern in Zukunft wertvolle biobasierte Epoxidharze"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/04\/2022_Epoxidharz_aus_Orangenschalen.jpg\" alt=\"Naturfaserverst\u00e4rktes Epoxidharz wird in Zukunft aus Orangenschalen gewonnen.\" class=\"wp-image-108102\" width=\"750\" height=\"423\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/04\/2022_Epoxidharz_aus_Orangenschalen.jpg 1000w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/04\/2022_Epoxidharz_aus_Orangenschalen-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/04\/2022_Epoxidharz_aus_Orangenschalen-150x85.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/04\/2022_Epoxidharz_aus_Orangenschalen-768x433.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/04\/2022_Epoxidharz_aus_Orangenschalen-400x226.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Naturfaserverst\u00e4rktes Epoxidharz wird in Zukunft aus Orangenschalen gewonnen. (Foto: SKZ)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Um den Einsatz Erd\u00f6l basierter Polymere zu verringen, braucht es nachhaltige Alternativen. Einen vielversprechenden Ansatz liefert das internationale Projekt OrangeOil, an dem auch neben dem Kunststoff-Zentrum SKZ u.a. auch das Fraunhofer IMWS beteiligt ist. Ziel ist die Entwicklung eines biobasierten Epoxidharzsystems aus Orangenschalen \u2013 einem Reststoff aus der Herstellung von Saft und Marmelade.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die bisher weit verbreitete Verwendung von aus Erd\u00f6l gewonnenen Polymeren ist zunehmend problematisch. Nachhaltigere L\u00f6sungen liefert der Ansatz der Bio\u00f6konomie, so dass Produkte mithilfe nachwachsender Rohstoffe, biologischer Reststoffe sowie innovativer Prozesse hergestellt werden. Nat\u00fcrliche \u00d6le und ihre Gewinnung aus organischen Abf\u00e4llen und Produktionsr\u00fcckst\u00e4nden sind hierbei f\u00fcr die chemische Industrie besonders interessant. Sie m\u00fcssen nicht direkt aus Nutz- oder Energiepflanzen gewonnen werden und stehen nicht im Wettbewerb um Ackerfl\u00e4che zur prim\u00e4ren Nahrungsmittelproduktion. Das <a href=\"https:\/\/www.skz.de\/forschung\/projekt\/orangeoil\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Projekt OrangeOil<\/a> erf\u00fcllt diese Anforderungen perfekt und entwickelt Epoxidharzsysteme auf Orangen\u00f6l-Basis aus Orangenschalen. Orangen\u00f6l ist ein \u00e4therisches \u00d6l mit einem der h\u00f6chsten Wachstumspotenziale auf dem Weltmarkt mit j\u00e4hrlichen Wachstumsraten von ca. 10%. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Produktionstechnologien und neuer Materialien f\u00fcr die verarbeitende Industrie und erf\u00fcllt sowohl wirtschaftliche Anforderungen wie auch Anforderungen an den Klima- und Umweltschutz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Breites Einsatzspektrum biobasierter Epoxidharze<\/h3>\n\n\n\n<p>Biobasierte Epoxidharze aus Orangen\u00f6l k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig einen breiten Anwendungsbereich im Schienenfahrzeug-, Sportger\u00e4te-, Automobil-, Architektur-, Schiffbau- und Innenausbau bedienen. Ziel von OrangeOil ist die Entwicklung eines biobasierten Zweikomponenten-Systems f\u00fcr spezielle Anwendungen, wie Einsatz als reine Harzschicht von Bodenbel\u00e4gen sowie als Matrix-Komponente in Faserverbundwerkstoffen. Die Kombination des Harzes mit Naturfasern in Bioverbundwerkstoffen ist aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften wie geringer Dichte, hoher spezifischer Steifigkeit und der Nachhaltigkeit der Ausgangsstoffe besonders attraktiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des Projekts untersuchen die Partner SKZ, Fraunhofer-Institut f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS)und T\u00dcBITAK Marmara Research Center die Herstellung und Handhabbarkeit der Komponenten Harz und H\u00e4rter. Nach Herstellung des Orangen\u00f6ls wird es epoxidiert und zur Herstellung von Proben (reines Harz und verst\u00e4rkte Kunststoffe) verwendet. Die biobasierten Harze und Faserverbundkunststoffe werden umfassend charakterisiert. Das biogene Material wird optimal auf die Verarbeitungstechnik abgestimmt und eine reproduzierbare Prozessf\u00fchrung durch die Erstellung robuster technischer Regeln sichergestellt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Interessierte Unternehmen k\u00f6nnen sich beteiligen<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Vorhaben OrangeOil ist am 1. Oktober 2021 gestartet. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, im projektbegleitenden Ausschuss des Forschungsvorhabens OrangeOil (NR 299 EGB) kostenfrei mitzuwirken, die Untersuchungen mitzugestalten und sich \u00fcber die aktuellen Ergebnisse zu informieren. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms CORNET (Collective Research Networking) gef\u00f6rdert. Die Initiative vernetzt nationale und regionale Programme der Gemeinschaftsforschung verschiedener L\u00e4nder, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen zu erm\u00f6glichen. In Deutschland basiert CORNET auf der vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gef\u00f6rderten Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Projektpartner<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber SKZ \u2013 Das Kunststoff-Zentrum<\/h3>\n\n\n\n<p>Als Europas gr\u00f6\u00dftes Kunststoff-Institut bietet das SKZ seit \u00fcber 60 Jahren praxisgerechte L\u00f6sungen f\u00fcr die Kunststoff-Industrie entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette. Neben Forschung und Entwicklung bietet das SKZ Pr\u00fcf- und Zertifizierungsdienstleistungen, Kongresse und Tagungen, Praxisseminare und Lehrg\u00e4nge sowie Zertifizierungen von Managementsystemen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber Fraunhofer IMWS<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS ist eine au\u00dferuniversit\u00e4re Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur F\u00f6rderung der angewandten Forschung in Halle (Saale). Das Fraunhofer IMWS bietet mikrostrukturbasierte Diagnostik und Technologieentwicklung f\u00fcr Werkstoffe, Bauteile und Systeme.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber das T\u00dcB\u0130TAK Marmara Research Center<\/h3>\n\n\n\n<p>Das T\u00dcB\u0130TAK Marmara Research Center ist ein t\u00fcrkisches, wissenschaftliches und technologisches Zentrum, das \u00fcber die ihm untergeordneten acht Institute Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Grundlagenforschung und der angewandten Wissenschaft durchf\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um den Einsatz Erd\u00f6l basierter Polymere zu verringen, braucht es nachhaltige Alternativen. Einen vielversprechenden Ansatz liefert das internationale Projekt OrangeOil, an dem auch neben dem Kunststoff-Zentrum SKZ u.a. auch das Fraunhofer IMWS beteiligt ist. Ziel ist die Entwicklung eines biobasierten Epoxidharzsystems aus Orangenschalen \u2013 einem Reststoff aus der Herstellung von Saft und Marmelade. 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