{"id":10767,"date":"2008-03-05T00:00:00","date_gmt":"2008-03-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080305-09n"},"modified":"2008-03-05T00:00:00","modified_gmt":"2008-03-04T22:00:00","slug":"forschung-wasserstoff-aus-der-biotonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschung-wasserstoff-aus-der-biotonne\/","title":{"rendered":"Forschung: Wasserstoff aus der Biotonne"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine Forschergruppe des <a href=\"http:\/\/geoing.unica.it\/\" >Dipartimento di Geoingegneria e Tecnologie Ambientali<\/a> an der Universit\u00e4t von Cagaliari hat ein Verfahren entwickelt, das die Gewinnung von 75 Litern Wasserstoff aus einem Kilogramm Biom\u00fcll erm\u00f6glicht. Die sogenannte HyMeC-Technologie ist in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der r\u00f6mischen Universit\u00e4t <a href=\"http:\/\/www.uniroma1.it\/\" >La Sapienza<\/a> entstanden.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Problematisch bei der Herstellung von Wasserstoff ist, dass sie meist mit Hilfe von nicht erneuerbaren Energien geschieht und zudem sehr kostenaufwendig ist,&#8221; erl\u00e4utert Projektleiter Aldo Muntoni. &#8220;Unser biologisches Prinzip hingegen beruht im Wesentlichen auf dem Einsatz von Clostridia-Bakterien, die Abf\u00e4lle unter Sauerstoffabschluss verg\u00e4ren und wenig Energiezufuhr ben\u00f6tigen. Im Gegensatz zu den an \u00e4hnlichen Verfahren arbeitenden Kollegen in Deutschland kommen wir mit 39 Grad Celsius und somit einer deutlich geringeren Betriebstemperatur aus.&#8221;<\/p>\n<p><b>Keine Vorbehandlung der Biomasse<\/b><br \/>&#8220;Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass HyMeC ohne chemische Zusatze oder thermische Vorbehandlung der Biomasse funktioniert&#8221;, meint Muntoni. Hinzu komme die Tatsache, dass neben dem Feuchtm\u00fcll auch die bei der getrennten M\u00fcllsammlung verbleibende Trockenfraktion weiterverarbeitet werden k\u00f6nne. Dieser Teil sei meist mit verschiedenen organischen Stoffen versetzt, die normalerweise in der M\u00fcllverbrennungsanlage oder Deponie landen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><b>Mesophile Verg\u00e4rung ergibt 75 Liter H<sub>2<\/sub> und 700 Liter CH<sub>4<\/sub><\/b><br \/>Nach zwei bis vier Tagen anaerobischer Verg\u00e4rung bei 39 Grad entsteht ein stabiles Gemsich aus Wasserstoff und Kohlendioxid. Die verbleibende Masse wird einem zweiten, ebenfalls unter anaeroben Bedingungen arbeitenden Reaktor zugef\u00fchrt, der je Kilogramm 700 Liter Methangas und CO<sub>2<\/sub> produziert. Um die fl\u00fcssige Restmasse zu stabilisieren, wird sie mit Holz- und S\u00e4gesp\u00e4nen vermengt, um dann als D\u00fcnger in der Landwirtschaft oder im Gartenbau eingesetzt zu werden.<\/p>\n<p>Der gewonnene Wasserstoff wird nach der Trennung von Kohlendioxid und Methan in Pemfc-Brennstoffzellen gef\u00fcllt. Kohlendioxid und Methan k\u00f6nnen in Form von Mcfc-Brennstoffzellen weiterverwendet werden. &#8220;Im Fall einer gro\u00dfindustriellen Anwendung wird die herk\u00f6mmliche Verwertung von Biomasse nicht nur durch ein weiteres Element bereichert, sondern gleichzeitig auch die durch M\u00fcll hervorgerufene Umweltbelastung reduziert&#8221;, meint Muntoni abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-wasserstoff-was-ist-machbar\/\" >2007-08-20<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Eine Forschergruppe des Dipartimento di Geoingegneria e Tecnologie Ambientali an der Universit&auml;t von Cagaliari hat ein Verfahren entwickelt, das die Gewinnung von 75 Litern Wasserstoff<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10767\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10767"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}