{"id":107612,"date":"2022-04-11T07:26:00","date_gmt":"2022-04-11T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=107612"},"modified":"2022-04-08T12:44:46","modified_gmt":"2022-04-08T10:44:46","slug":"startup-c1-mit-quantenchemie-und-prominenten-investoren-zu-grunem-methanol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/startup-c1-mit-quantenchemie-und-prominenten-investoren-zu-grunem-methanol\/","title":{"rendered":"Startup C1: mit Quantenchemie und prominenten Investoren zu gr\u00fcnem Methanol"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Das Climate Tech Start-up C1 hat Wachstumskapital von namhaften Investoren eingesammelt. Angef\u00fchrt von Greentech-Investor Planet A Ventures z\u00e4hlen neben Paua Ventures auch erfahrene Industriemanager zu den Investoren. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Dr. J\u00fcrgen Hambrecht, vormals CEO und Aufsichtsratsvorsitzender der BASF, Prof. Wolfgang Reitzle, zuletzt Aufsichtsratsvorsitzender von Linde sowie Jim Hagemann Snabe, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eUnser Ziel ist es, die chemische Industrie unabh\u00e4ngiger von \u00d6l, Gas und Kohle zu machen. Dabei m\u00fcssen wir deutlich schneller werden. Methanol stellen wir im Grunde heute immer noch so her, wie vor 100 Jahren und importieren dazu fossile Energietr\u00e4ger\u201c, erkl\u00e4rt CEO <strong>Christian Vollmann<\/strong>. Dazu setzt das Team um den renommierten Chemiker und Mitgr\u00fcnder <strong>Dr. Marek Checinski<\/strong> auf die Simulation mit Hochleistungsrechnern. \u201eDas ist der gro\u00dfe Vorteil. Bisher haben Innovationen in der Chemieindustrie recht lange gedauert, da sie weitestgehend auf klassischen Experimenten basierten. Die Quantenchemie schl\u00e4gt hier ein neues Kapitel auf und wird mit zunehmender Rechenleistung immer wichtiger. So k\u00f6nnen chemische Prozesse entwickelt werden, die vor einigen Jahren noch gar nicht denkbar gewesen w\u00e4ren\u201c, beschreibt der ehemalige BASF-Chef und C1 Aufsichtsratsmitglied <strong>Dr. J\u00fcrgen Hambrecht<\/strong> sein Engagement.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der erste chemische Prozess, den C1 mit Hilfe seiner Technologie-Plattform entwickelt hat, ist ein deutlich effizienteres und nachhaltiges Verfahren zur Herstellung von Methanol. Der Alkohol ist seit Beginn der Industrialisierung ein wichtiger Grundstoff in der chemischen Industrie. Mit der C1-Technologie l\u00e4sst sich nicht-fossiles Methanol aus \u00fcbersch\u00fcssiger Biomasse, Altplastik oder CO2&nbsp;und H2&nbsp;herstellen. Der Schl\u00fcssel daf\u00fcr ist ein hochwirksamer Katalysator, der die notwendige chemische Reaktion deutlich effizienter macht. Damit wird gr\u00fcnes Methanol \u00fcberhaupt erst wirtschaftlich. Auch ein anderes Design der Anlagen wird so m\u00f6glich:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eBisher wird Methanol in wenigen, sehr gro\u00dfen Anlagen hergestellt. Die C1-Technologie erlaubt hingegen kleine, dezentrale Anlagen. Damit k\u00f6nnen wir dahin gehen, wo CO2&nbsp;als Abfallprodukt anf\u00e4llt und erneuerbare Energie f\u00fcr den Prozess zur Verf\u00fcgung steht\u201c, so <strong>Jan Christoph Gras<\/strong>, Partner bei Planet A Ventures. Ein weiterer Vorteil, der gr\u00fcnes Methanol auch f\u00fcr andere Branchen interessant mache.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ein Beispiel ist die Schifffahrt, die nicht elektrifiziert werden kann und deshalb auf gr\u00fcnes Methanol als klimafreundliche Antriebsalternative setzt. \u201eDie ersten Schiffe werden 2024 in See stechen. Die Nachfrage wird das Angebot auf Jahre hinaus \u00fcbersteigen. Die Technologie von C1 wird die Mehrkosten f\u00fcr gr\u00fcnes Methanol reduzieren und den Produktionshochlauf beschleunigen\u201c, so <strong>Jim Hagemann Snabe<\/strong>, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender von Maersk, die als weltweit gr\u00f6\u00dfte Reederei bereits 12 Containerschiffe mit Methanolantrieb in Auftrag gegeben hat.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEgal wohin wir schauen, das Erreichen unserer Klimaziele h\u00e4ngt entscheidend davon ab, ob wir es schaffen, geschlossene Kohlenstoffkreisl\u00e4ufe in unseren industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten zu etablieren. Dazu habe ich schon viele Ideen gesehen, aber nur wenige haben mich bisher \u00fcberzeugt. C1 kann hier einen wertvollen Beitrag leisten, weil sie das Problem bei der Wurzel, also bei den Rohstoffen, packen und ihre Technologie gut skalierbar ist,\u201c erkl\u00e4rt <strong>Prof. Wolfgang Reitzle<\/strong> seine Investition in C1.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber die C1 Technologie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>C1 hat eine grundlegend neue, homogene Katalyse zur Herstellung von Methanol entwickelt und patentiert. Das C1 Verfahren ist wesentlich selektiver, produktiver und effizienter als die bisher im Einsatz befindliche heterogene Katalyse, welche auf ein Patent aus dem Jahr 1921 zur\u00fcckgeht. Es funktioniert bei deutlich geringerem Druck und niedrigerer Temperatur, ist flexibler steuerbar und skaliert besser. Es ergeben sich Kostenvorteile sowohl bei den Investitions- als auch bei den laufenden Betriebskosten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber C1<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>C1 entwickelt neuartige chemische Produktionsprozesse, indem diese von der atomaren Ebene bis hin zum Produktionsma\u00dfstab neu gedacht werden.Die chemischen Verfahren werden mit Hilfe quantenchemischer Simulationen konzipiert und in firmeneigene Produktionstechnologien umgesetzt. Das Berliner Unternehmen entwickelt und skaliert dabei ausschlie\u00dflich auf Grundlage von erneuerbaren Rohstoffen und Energie. Von den ersten Schritten der Entwicklung eines Produktionsprozesses an werden alle Prozesse so konzipiert, dass ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf m\u00f6glich ist. Damit unterst\u00fctzt C1 die Industrie auf ihrem Weg aus der Abh\u00e4ngigkeit von \u00d6l, Gas und Kohle. Gegr\u00fcndet wurde C1 von Dr. Marek Checinski (Katalytiker und Quantenmechaniker), Dr.-Ing. Ralph Kr\u00e4hnert (Chemie-Ingenieur), Dr. Christoph Zehe (Chemiker und Techno-\u00d6konom) und Christian Vollmann (Tech-Unternehmer). Im Aufsichtsrat sitzen Dirk Radzinski (Tech-Unternehmer), Dr. J\u00fcrgen Hambrecht (ehemals BASF) und Dr. Udo Jung (BCG). Als wissenschaftlicher Beirat unterst\u00fctzt Prof. Matthias Beller (Leibnitz-Institut f\u00fcr Katalyse LIKAT).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber Planet A<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Planet A Ventures ist ein Wagniskapitalgeber, der europ\u00e4ische Green-Tech-Start-ups unterst\u00fctzt, die eine positive Wirkung auf den Planeten haben und gleichzeitig skalierbare Unternehmen aufbauen. Planet A unterst\u00fctzt Innovationen in vier Schl\u00fcsselbereichen: Klimaschutz, Abfallvermeidung, Ressourceneinsparung und Schutz der biologischen Vielfalt. Als erster europ\u00e4ischer Venture Capital Fonds setzt der Fonds auf ein eigenes wissenschaftliches Team, um die Umwelt- und Klimawirkungen einer L\u00f6sung zu bewerten und entsprechend zu investieren. Ein breites Netzwerk von erfahrenen Gr\u00fcndern und Experten unterst\u00fctzt die Portfoliounternehmen. Zu den bisherigen Investitionen geh\u00f6ren u.a. Traceless, Ineratec, Wildplastic, Dance und Makersite.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Climate Tech Start-up C1 hat Wachstumskapital von namhaften Investoren eingesammelt. Angef\u00fchrt von Greentech-Investor Planet A Ventures z\u00e4hlen neben Paua Ventures auch erfahrene Industriemanager zu den Investoren. 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