{"id":10751,"date":"2008-03-12T00:00:00","date_gmt":"2008-03-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080310-02n"},"modified":"2008-03-12T00:00:00","modified_gmt":"2008-03-11T22:00:00","slug":"nova-kongressbericht-biopolymere-in-folienanwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-kongressbericht-biopolymere-in-folienanwendungen\/","title":{"rendered":"nova-Kongressbericht: &#8220;Biopolymere in Folienanwendungen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 5. und 6. M\u00e4rz 2008 veranstaltete das S\u00fcddeutsche Kunststoffzentrum (<a href=\"http:\/\/www.skz.de\/\" >SKZ<\/a>) zusammen mit der <a href=\"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/\" >Innoform Coaching GbR<\/a> im unterfr\u00e4nkischen W\u00fcrzburg die Fachtagung &#8220;Biopolymere in Folienanwendungen&#8221;. Mit insgesamt 170 Teilnehmern und 15 Referenten aus ganz Europa best\u00e4tigte die Fachtagung das enorm gestiegene Interesse der Industrie an alternativen Kunststoffen und Verpackungsl\u00f6sungen. Im Fokus der Betrachtung standen Themenschwerpunkte wie Markt- und Kapazit\u00e4tsdaten, Nachhaltigkeit, neue Biokunststoff-Additive und -Masterbatches sowie die Verbesserung der Barriereeigenschaften von Biokunststofffolien.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080310-02\/biofolien1.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"biofolien1.jpg\"\/><b>M\u00e4rkte entwickeln sich dynamisch<\/b><br \/>40% der Biokunststoffe werden heute in Westeuropa zu kurzlebigen Verpackungen verarbeitet. Besonders Folien haben neben Loose-Fill im Verpackungssektor eine gro\u00dfe Bedeutung. Das <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/nr\" >nova-Institut<\/a> in H\u00fcrth sch\u00e4tzt den Gesamtverbrauch von Biokunststoffen in diesem Segment auf ca. 25.000 t\/a.<\/p>\n<p>\u00dcberraschend viele Unternehmen pr\u00e4sentierten echte Innovationen auf der Veranstaltung. Dazu z\u00e4hlen verbesserte Compounds, CoEx-Folien, Laminate mit Biofolien bzw. Papier und verschiedene Verbundmaterialien. Die erh\u00f6hte Bandbreite an verf\u00fcgbaren Werkstoffen und das breite Eigenschaftsspektrum erlauben einen immer gr\u00f6\u00dferen Anwendungsbereich. Bemerkbar wird dies vor allem am zunehmenden Interesse gro\u00dfer Markenartikler an Bioverpackungen.  Aber auch im low-cost Segment, wie z.B. <a href=\"http:\/\/www.aldi.de\/\" >Aldi<\/a>, k\u00f6nnen sich Bioverpackungen etablieren. Der Discounter <a href=\"http:\/\/www.lidl.de\/\" >Lidl<\/a> wird in den n\u00e4chsten Wochen erstmalig Tee in einer <a href=\"http:\/\/www.natureflex.com\/\" >NatureFlex<\/a><sup>TM<\/sup>-Verpackung anbieten.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Unsicherheit herrschte im Fachpublikum und bei Referenten \u00fcber die tats\u00e4chlichen Produktionsmengen von Biokunststoffgranulaten und deren geographische Verteilung. <a href=\"http:\/\/www.natureworksllc.com\/\" >NatureWorks LLC<\/a> gestand ein, bisher nur eine PLA-Produktionslinie mit einer Kapazit\u00e4t von max. 70.000 t\/a am Laufen zu haben. Durch ein 50\/50 Joint Venture mit dem japanischen Kunststoffverarbeiter <a href=\"http:\/\/www.teijin.co.jp\/\" >Teijin<\/a> soll ab Ende 2008 die Kapazit\u00e4t  erh\u00f6ht werden. Auch <a href=\"http:\/\/www.novamont.it\/\" >Novamont<\/a> m\u00f6chte seine Kapazit\u00e4t erh\u00f6hen, und zwar noch in diesem Jahr auf 60.000 t\/a im Stammwerk. Dabei verfolgt man schon weitere Pl\u00e4ne f\u00fcr neue Produktionsst\u00e4tten. <a href=\"http:\/\/www.innoviafilms.com\/\" >Innovia Films<\/a> will ebenfalls dieses Jahr eine Kapazit\u00e4t von 36.000 t\/a erreichen, mit der Option auf weitere Expansion.<\/p>\n<p><b>\u00d6kologisches Marketing, &#8220;Eco Design&#8221; und Nachhaltigkeit<\/b><br \/>Matthias Giebel vom Consultingunternehmen <a href=\"http:\/\/www.berndtundpartner.de\/\" >Berndt&#038;Partner GmbH<\/a> best\u00e4tigte die Wichtigkeit von &#8220;Green Marketing&#8221; und &#8220;Eco Design&#8221; f\u00fcr die weitere Entwicklung der Branche. Der Hauptgrund f\u00fcr Unternehmen, sich f\u00fcr Biokunststoffe zu interessieren, liege darin, neue Kaufanreize f\u00fcr Kunden zu schaffen und sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Laut Giebel liegt es dabei nicht am h\u00f6heren Preis, dass die Ausbreitung von Biokunststoffen teilweise noch z\u00f6gerlich voran geht. <\/p>\n<p>Weiterhin besch\u00e4ftigten sich viele Vortr\u00e4ge mit dem Thema Nachhaltigkeit; dies geh\u00f6rt heute offensichtlich zum Pflichtprogramm bei Pr\u00e4sentationen der Branche. Granulathersteller, wie NatureWorks LLC, erl\u00e4uterten ausf\u00fchrlich die CO<sub>2<\/sub>-Einsparungspotenziale durch ihre Werkstoffe. Allgemein wird der Nachhaltigkeit im \u00f6kologischen Marketing eine gro\u00dfe Bedeutung zugesprochen, sei es als Aufh\u00e4nger f\u00fcr neue M\u00e4rkte oder zur \u00f6kologischen Gestaltung des gesamten Unternehmens.<\/p>\n<p><b>Neue Additive und Masterbatches \u2013 Mangel bei biologischen Druckfarben und Kaschierklebstoffen<\/b><br \/>Im Bereich der Biokunststoffveredlung stellten einige Hersteller ihr Produktportfolio n\u00e4her vor. <a href=\"http:\/\/www.sukano.com\/\" >Sukano<\/a> zum Beispiel bietet schon das gleiche Produktprogramm f\u00fcr Biokunststoffe wie f\u00fcr konventionelle Kunststoffe an. Die Palette reicht dabei von Gleit-\/ Antiblockkonzentraten \u00fcber Schlagz\u00e4higkeitskonzentrate bis hin zu optischen Aufhellern. Das ist sehr wichtig, um das Eigenschaftsprofil von reinen Biokunststoffen zu verbessern und die Anwendungsgebiete zu erweitern. Noch nicht am Markt erh\u00e4ltlich sind dagegen nach der Norm DIN 13432 abbaubare Druckfarben und Kaschierklebstoffen, die als Zusatzstoff zertifiziert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><b>Die Barriereeigenschaft \u2013 Erfolg oder Misserfolg einer Verpackung<\/b><br \/>Die Barriereeigenschaft von Biokunststofffolien ist nach Aussagen von Experten entscheidend f\u00fcr die erfolgreiche Markteinf\u00fchrung einer Verpackung. Besondere Anforderungen stellen sogenannte MAP-Verpackungen (modified atmosphere packaging) f\u00fcr Frischfleisch. Innovationen wie PLA-Folien mit einer zus\u00e4tzlichen SiO<sub>x<\/sub>-Beschichtung stellen eine Alternative zu konventionellen L\u00f6sungen dar. Ein noch in der Entwicklung befindliches Naturmaterial namens Xylophan kann in Zukunft Biofolien die n\u00f6tige Barriereeigenschaft verleihen. Dabei sind die Ergebnisse im Hinblick auf die Sauerstoff, Aroma- und Fettbarriere sehr vielversprechend. Eine m\u00f6gliche Verbesserung der Barriere k\u00f6nnen auch sogenannte Verbundfolien erreichen. NatureFlex<sup>TM<\/sup> kann ohne Probleme mit PLA und Mater-Bi&reg; kombiniert werden und die Vorteile der einzelnen Polymere vereinen.<\/p>\n<p><b>End of Live Options<\/b><br \/>Eng verkn\u00fcpft mit dem Thema Nachhaltigkeit stehen die Entsorgungsm\u00f6glichkeiten von Biokunststoffen. Einige Referenten und Teilnehmer betrachteten die Verbrennung als den vern\u00fcnftigsten Entsorgungsweg. Kompostierung und Recycling wurden wegen des fehlenden M\u00fclltrennungssystems, der geringen Mengen und der technischen Probleme sehr kritisch gesehen. Deponierung w\u00e4re auch keine Alternative. Auch die vielpropagierte Kaskadennutzung \u00fcber die Biogasanlage ist nach Untersuchungen des nova-Instituts eher noch schwieriger zu betrachten als die Kompostierung. So ist beispielsweise PLA ohnehin nicht anaerob abbaubar. Der Gasertrag l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig und die Prozessf\u00fchrung in der Biogasanlage gestaltet sich ebenfalls sehr kompliziert.<\/p>\n<p><b>Bio-PE\/PP \u2013 eine Konkurrenz zu herk\u00f6mmlichen Biokunststoffen?<\/b><br \/>Im Hintergrund der Veranstaltung entfachten sich hei\u00dfe Diskussionen rund um das Thema Bio-PE\/PP. Viele Anwender und Verarbeiter standen dieser neuen Werkstoffgruppe sehr positiv gegen\u00fcber. Ein Kongressteilnehmer brachte es auf den Punkt: &#8220;Das w\u00e4re das ideale Material f\u00fcr unsere geplante Umstellung auf Verpackungen aus NaWaRo \u2013 keine Maschinenver\u00e4nderungen und unn\u00f6tige Risiken. In unserem Gesch\u00e4ft k\u00f6nnen wir uns keine groben Ausrutscher leisten&#8221;, so berichtet er.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu sehen die etablierten Hersteller das Thema, zumindest nach Au\u00dfen, eher gelassen. Da diese Materialien keinen weiteren Zusatznutzen bieten und nur in den L\u00e4ndern wirtschaftlich sein sollen, in denen sie produziert werden, g\u00e4be es keinen Grund zur Aufregung.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080310-02\/BP-03-08.pdf\" >Konferenzprogramm<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-bericht-globale-marktsituation-der-biokunststoffe\/\" >2008-03-06<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioplastics-focus-on-production-capacities\/\" >2007-12-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-kongressbericht-9th-european-bioplastics-conference\/\" >2007-12-07<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 5. und 6. M&auml;rz 2008 veranstaltete das S&uuml;ddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) zusammen mit der Innoform Coaching GbR im unterfr&auml;nkischen W&uuml;rzburg die Fachtagung &#8220;Biopolymere in Folienanwendungen&#8221;.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10751","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10751\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10751"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}