{"id":106968,"date":"2022-04-01T07:32:00","date_gmt":"2022-04-01T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=106968"},"modified":"2022-03-28T15:33:01","modified_gmt":"2022-03-28T13:33:01","slug":"weniger-erdol-in-co2-senkenden-kunststoffen-less-fossil-oil-in-co2-reducing-plastics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weniger-erdol-in-co2-senkenden-kunststoffen-less-fossil-oil-in-co2-reducing-plastics\/","title":{"rendered":"Weniger Erd\u00f6l in CO2-senkenden Kunststoffen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/DSC0177-2.jpg\" alt=\"Die CO2-senkenden Kunststoffe entstehen aus Granulaten, denen Biokohlenstoffe beigemischt sind.\" class=\"wp-image-106984\" width=\"375\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/DSC0177-2.jpg 750w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/DSC0177-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/DSC0177-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/DSC0177-2-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><figcaption>Die CO2-senkenden Kunststoffe entstehen aus Granulaten, denen Biokohlenstoffe beigemischt sind.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die carbonauten geben bekannt, dass die Finanzierung f\u00fcr den ersten Extruder, der Kunststoffgranulate mit bis zu 70% Biokohlenstoffanteil produziert, gesichert ist. Insgesamt flie\u00dfen rund zwei Millionen Euro in die Anlage, die ab Mitte des Jahres am Pilotstandort der carbonauten in Eberswalde in Betrieb geht. Sie wird ab Herbst j\u00e4hrlich mehr als 4.000 Tonnen Kunststoffgranulat produzieren. Die Besonderheit des Werkstoffs ist die Beimischung von Biokohlenstoff, der ebenfalls in der Bioraffinerie in Eberswalde durch ein spezielles Karbonisierungsverfahren produziert wird. Dessen CO<sub>2<\/sub>-speichernde Eigenschaften ersetzen fossile Rohstoffe und machen den daraus entstehenden Verbundwerkstoff aus \u00f6kologischer Sicht attraktiv, zudem ist der Preis im Vergleich zu erd\u00f6lbasierten Kunststoffen \u00e4u\u00dferst niedrig. Dar\u00fcber hinaus verbessern sich durch die Beimischung Eigenschaften wie thermische und mechanische Belastbarkeit sowie UV- und Temperaturresistenz. Die carbonauten gehen davon aus, dass die Nachfrage das Produktionskontingent \u00fcbersteigen wird und planen bereits dutzende weitere Anlagen auf der ganzen Welt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Standort Eberswalde beginnen die carbonauten noch dieses Jahr mit der Produktion von j\u00e4hrlich bis zu 7.500 Tonnen Biokohlenstoff aus regionalen Biorestmassen. Durch die trockene Destillation speichert jede Tonne des Biokohlenstoffs dauerhaft bis zu 3,3 Tonnen CO<sub>2<\/sub>, was ihn nicht nur klimaneutral, sondern CO<sub>2<\/sub>-negativ macht, \u201eminus CO<sub>2<\/sub>\u201c eben. Daraus entstehende Produkte sind zudem besonders einfach rezyklierbar oder k\u00f6nnen sogar so gestaltet werden, dass sie zu wertvoller schwarzer Erde (\u201eTerra Preta\u201c) kompostierbar werden. Diese vorteilhaften Eigenschaften \u00fcbertragen sich auch auf die Verbundwerkstoffe, die ab diesem Jahr im neuen Extruder der carbonauten entstehen: In Aussicht steht eine deutlich klimafreundlichere Alternative zu herk\u00f6mmlichen, auf fossilen Quellen beruhenden Produkten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00dcberzeugend ist auch der Preis, der durch niedrige Prozess- und Rohstoffkosten Verbundwerkstoffe aus anderen Quellen aussticht: \u201eUnsere grundlegende Philosophie ist, dass \u201a\u00d6ko\u2018 g\u00fcnstiger sein muss als \u201aNicht-\u00d6ko\u2018; und das gilt auch f\u00fcr unsere Kunststoffprodukte\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Torsten Becker<\/strong>, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der carbonauten. \u201eWir machen uns da nichts vor: Wir haben f\u00fcr die neue Anlage jetzt bereits so viele Abnehmer, weil wir unser Granulat zu g\u00fcnstigen Preisen anbieten k\u00f6nnen, und nicht vorwiegend wegen den \u00f6kologischen Vorteilen und besseren Eigenschaften.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Abnehmer f\u00fcr die Verbundstoffe aus der carbonauten Anlage sind aus der deutschen Premium-Automobilindustrie, aber auch aus der Kunststoff- und Verpackungsindustrie sowie aus der Landwirtschaft und Baubranche. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eNeben den geringeren Kosten gegen\u00fcber Verbundstoffen auf fossiler Basis spielen da nat\u00fcrlich auch die vorteilhaften Materialeigenschaften eine Rolle\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Torsten Becker<\/strong>. Die Automobilbranche profitiere beispielsweise von der Robustheit der Verbundstoffe mit Biokohlenstoffanteil bei gleichzeitig geringem Gewicht. \u201eUnd Mulchfolien f\u00fcr die Landwirtschaft auf dieser Basis muss man nicht verbrennen oder entsorgen, sondern kann die nach Gebrauch als D\u00fcnger in die Erde geben \u2013 das spart wieder Kosten, verbessert die Wasserspeicherf\u00e4higkeit und ersetzt Kunstd\u00fcnger.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die carbonauten gehen davon aus, bereits nach einem Jahr die Investitionskosten durch den Absatz von Verbundwerkstoffen amortisiert zu haben. Und da die Nachfrage nach kosteng\u00fcnstigen, hochwertigen und klimafreundlichen Verbundwerkstoffen nicht nur jetzt bereits hoch ist, sondern in Zukunft weltweit noch steigen wird, planen die carbonauten bereits mit der Errichtung weiterer Anlagen auf der ganzen Welt. \u201eIn der engeren Auswahl sind etwa 30 Standorte in \u00d6sterreich, Frankreich, Spanien, Italien, Montenegro aber auch Panama, Kolumbien, USA, Kanada und Brasilien\u201c, sagt Torsten Becker.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diese wie auch weitere Projekte ist die minus CO<sub>2<\/sub> Fabrik offen f\u00fcr Partnerschaften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die carbonauten geben bekannt, dass die Finanzierung f\u00fcr den ersten Extruder, der Kunststoffgranulate mit bis zu 70% Biokohlenstoffanteil produziert, gesichert ist. Insgesamt flie\u00dfen rund zwei Millionen Euro in die Anlage, die ab Mitte des Jahres am Pilotstandort der carbonauten in Eberswalde in Betrieb geht. 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