{"id":10651,"date":"2008-01-29T00:00:00","date_gmt":"2008-01-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080128-06n"},"modified":"2008-01-29T00:00:00","modified_gmt":"2008-01-28T22:00:00","slug":"reststoffstroeme-in-der-bayerischen-papierindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/reststoffstroeme-in-der-bayerischen-papierindustrie\/","title":{"rendered":"Reststoffstr\u00f6me in der bayerischen Papierindustrie"},"content":{"rendered":"<p><b>Die bereits heute praktizierte betriebsnahe Verwertung von Reststoffen in der bayerischen Papierindustrie zur W\u00e4rme- und Stromerzeugung entlastet die Umwelt deutlich. Dennoch besteht weiterhin ein klares Potenzial zur Kostensenkung bei gleichzeitig h\u00f6heren Umweltentlastungen insbesondere aus der energetischen Verwertung.<\/b> <\/p>\n<p>Zu diesen Ergebnissen kommt eine im Dezember 2007 ver\u00f6ffentlichte Untersuchung des <a href=\"http:\/\/www.bifa.de\/\" >bifa-Instituts<\/a>. Das <a href=\"http:\/\/www.stmugv.bayern.de\/\" >Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz<\/a> hatte die Studie im Rahmen des <a href=\"http:\/\/www.umweltpakt.bayern.de\/\" >Umweltpakts Bayern<\/a> in Kooperation mit dem <a href=\"http:\/\/www.bayerische-papierverbaende.de\/vbp\/index.html\" >Verband Bayerischer Papierfabriken<\/a> in Auftrag gegeben. Als weitere Projektpartner wirkten die <a href=\"http:\/\/www.ffe.de\/\" >Forschungsstelle f\u00fcr Energiewirtschaft<\/a> und die Papiertechnische Stiftung (<a href=\"http:\/\/www.ptspaper.de\/\" >PTS<\/a>) mit.<\/p>\n<p><b>Reststoffe nahezu vollst\u00e4ndig verwertet <\/b><br \/>Zun\u00e4chst wurden die Umweltwirkungen der bestehenden Entsorgungswege mit dem Instrument der \u00d6koeffizienzanalyse untersucht. Schon im Untersuchungsjahr 2004 wurden die etwa 1,39 Mio. Tonnen Reststoffe (Deinkingr\u00fcckst\u00e4nde, Rinde und Holzreste, Verbrennungsr\u00fcckst\u00e4nde, R\u00fcckst\u00e4nde aus Altpapieraufbereitung und Abwassereinigung) nahezu vollst\u00e4ndig verwertet. <\/p>\n<p>Die Analyse zeigt, dass die Umwelt auf diese Weise schon damals erheblich entlastet wurde. Hauptursache dieses Effektes sind die energetische Verwertung der Abf\u00e4lle sowie ihre Verwertung in der Ziegel- und Zementindustrie und die damit verbundene energetische und stoffliche Nutzung. Neben vielf\u00e4ltigen Entlastungen in anderen Bereichen wirkt sich dies auch auf den Treibhauseffekt vorteilhaft aus. <\/p>\n<p>Im Jahr 2004 wurde die Umwelt durch die Verwertung der Reststoffe um 338 Mio. kg Kohlendioxid entlastet. Das entspricht der Gesamtmenge an Treibhausgasen, die 28.610 Einwohner im Jahr verursachen. Die Kosten f\u00fcr Entsorgung beliefen sich dabei auf ca. 26,2 Mio. \u20ac. <\/p>\n<p><b>Bis zu 25% Einsparpotenzial durch optimale Entsorgungswege<\/b> <br \/>Das Projekt zeigt aber auch, wie diese positiven Wirkungen auf die Umwelt k\u00fcnftig noch einmal deutlich verbessert werden k\u00f6nnen. Bemerkenswert ist, dass zugleich M\u00f6glichkeiten bestehen, die Kosten der Entsorgung zu senken.  Durch Verschiebung von Reststoffmengen zwischen den bestehenden Entsorgungswegen sieht die Studie ein Potenzial f\u00fcr eine Kostensenkung um bis zu 25%. Gleichzeitig w\u00fcrde die Umwelt in fast allen Bereichen noch einmal deutlich weiter entlastet. <\/p>\n<p>Weitere Fortschritte f\u00fcr Umwelt und Kosten k\u00f6nnten sich in Zukunft ergeben, wenn Abfallstr\u00f6me unternehmens\u00fcbergreifend geb\u00fcndelt und an wenigen Standorten der Papierindustrie bei ganzj\u00e4hriger Abw\u00e4rmenutzung in gro\u00dfen Anlagen verwertet w\u00fcrden, statt wie bisher auch in vielen externen Anlagen. Diese Erkenntnis ist bei UPM Schongau bereits realisiert. Hier wird ein Kraftwerk betrieben, das die Reststoffe der beiden UPM-Werke in Augsburg und Schongau zur Strom- und W\u00e4rmeerzeugung nutzt \u2013 das gr\u00f6\u00dfte seiner Art in der bayerischen Papierindustrie. <\/p>\n<p>Die Studie &#8220;\u00d6koeffizienzanalyse von Reststoffstr\u00f6men in der Papierindustrie: Ist-Zustand und Optimierungsans\u00e4tze&#8221; kann zum Preis von 34,- Euro beim bifa-Institut erworben werden. <\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080128-06\/bifa_Text_Nr._39_Inhaltsverzeichnis.pdf\" >Inhaltsverzeichnis<\/a> (PDF-Dokument)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b> <br \/><a href=\"http:\/\/www.bifa.de\/\" >bifa Umweltinstitut<\/a> <br \/>Dr. Siegfried Kreibe <br \/>Am Mittleren Moos 46 <br \/>86167 Augsburg <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:skreibe@bifa.de\">skreibe@bifa.de<\/a> <br \/>Tel. 0821-70 00-178<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/uba-reststoffe-und-bioabfaelle-optimaler-nutzen\/\" >2007-08-31<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die bereits heute praktizierte betriebsnahe Verwertung von Reststoffen in der bayerischen Papierindustrie zur W&auml;rme- und Stromerzeugung entlastet die Umwelt deutlich. 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