{"id":106474,"date":"2022-03-21T07:02:00","date_gmt":"2022-03-21T06:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=106474"},"modified":"2022-03-18T13:03:16","modified_gmt":"2022-03-18T12:03:16","slug":"italien-und-slowakei-wollen-agrarreform-aus-angst-vor-lebensmittelengpassen-anpassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/italien-und-slowakei-wollen-agrarreform-aus-angst-vor-lebensmittelengpassen-anpassen\/","title":{"rendered":"Italien und Slowakei wollen Agrarreform aus Angst vor Lebensmittelengp\u00e4ssen anpassen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Das slowakische Landwirtschaftsministerium (MPRV) erkl\u00e4rte gegen\u00fcber EURACTIV Slowakei, angesichts des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der \u201eoffensichtlichen Auswirkungen des stark eingeschr\u00e4nkten Agrar- und Lebensmittelhandels (haupts\u00e4chlich Importe) auf die EU-Landwirtschaft\u201c sei es notwendig, die Ziele der EU-Flaggschiffstrategien f\u00fcr den Lebensmittelsektor, der Farm to Fork-Strategie (F2F) und der Biodiversit\u00e4tsstrategie, zu \u00fcberdenken und teilweise zu korrigieren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/image-19.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-106476\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/image-19.jpeg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/image-19-300x169.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/image-19-150x84.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/image-19-768x432.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/03\/image-19-400x225.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>&#8220;Das Wichtigste ist die Gew\u00e4hrleistung der Ern\u00e4hrungssicherheit&#8221;, betonte ein Sprecher des slowakischen Agrarministeriums. <strong>\u00a9<\/strong> European Union<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eDas Wichtigste ist die Gew\u00e4hrleistung der Ern\u00e4hrungssicherheit\u201c, betonte ein Sprecher des Ministeriums.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit reiht sich das slowakische Landwirtschaftsministerium in die immer l\u00e4nger werdende Liste derjenigen ein, die die Europ\u00e4ische Kommission auffordern, \u00c4nderungen am Flaggschiff der EU-Lebensmittelpolitik, der \u201eFarm to Fork\u201c-Strategie (F2F), sowie an der Biodiversit\u00e4tsstrategie vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl es anf\u00e4nglich Anzeichen daf\u00fcr gab, dass die Kommission diese Option in Betracht ziehen k\u00f6nnte, wurde dies inzwischen von der EU-Exekutive entschieden zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Kommission jedoch unnachgiebig an ihren gr\u00fcnen Ambitionen festh\u00e4lt, hat die Slowakei noch ein Ass im \u00c4rmel: Sie kann ihren Strategieplan f\u00fcr die nationale Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) entsprechend anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nationale Strategiepl\u00e4ne (NSP) sind eine der wichtigsten Neuerungen der reformierten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), dem Subventionsprogramm der EU f\u00fcr die Landwirtschaft, das von 2023 bis 2027 in Kraft sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem Ministerium liegt diese Option bereits auf dem Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Slowakei wird sich dem gemeinsamen Verfahren anschlie\u00dfen und die notwendigen Anpassungen in ihren Pl\u00e4nen vornehmen\u201c, sagte das Ministerium auf die Frage nach einer \u00c4nderung ihres GAP-Plans.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00c4nderungen k\u00f6nnten zum Beispiel \u201ezus\u00e4tzliche Interventionen betreffen, die auch Ma\u00dfnahmen zur Abschw\u00e4chung der Auswirkungen der derzeitigen Situation und m\u00f6gliche Ausgleichsinstrumente f\u00fcr slowakische Prim\u00e4rerzeuger und Verarbeiter umfassen w\u00fcrden\u201c, erkl\u00e4rte das Ministerium.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist jedoch nicht klar, ob die Slowakei die Gelegenheit nutzen wird, um die Umwelt- und Klimaziele, die im Subventionsplan festgelegt sind, zu schw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Italien geht radikal vor<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Italien geht unterdessen einen Schritt weiter und pr\u00fcft derzeit die M\u00f6glichkeit, die neue GAP \u201eentsprechend umzuorientieren\u201c, um die strategische Produktion landwirtschaftlicher G\u00fcter zu unterst\u00fctzen und auf die Sorgen um die Ern\u00e4hrungssicherheit zu reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Anh\u00f6rung vor dem italienischen Parlament sprach sich der italienische Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli daf\u00fcr aus, das Inkrafttreten der k\u00fcrzlich von der GAP eingef\u00fchrten Umweltma\u00dfnahmen, die die landwirtschaftliche Produktion begrenzen w\u00fcrden, zu verschieben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs geht nicht darum, bestimmte Entscheidungen der GAP, die unantastbar sind, zu \u00e4ndern, sondern sie auszusetzen\u201c, erkl\u00e4rte er am Sonntag (13. M\u00e4rz) in einer italienischen Radiosendung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierung will auch den Prozentsatz der gekoppelten Zahlungen f\u00fcr die strategischen Produktionen erh\u00f6hen, bei denen die EU nicht autark ist, wie pflanzliche Proteine und Getreide.<\/p>\n\n\n\n<p>Italien hat einen ausgesprochen radikalen Ansatz skizziert, da es laut Patuanelli notwendig ist, stillgelegte Fl\u00e4chen und alle Weiden f\u00fcr produktive Zwecke zu nutzen, auch wenn sie teilweise von spontaner Strauchvegetation bedeckt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Produktivit\u00e4t der Landwirtschaft zu steigern, pr\u00fcft die Regierung auch die M\u00f6glichkeit, die gesetzliche Pflicht zur Vergr\u00f6\u00dferung der bew\u00e4sserten Fl\u00e4chen aufzuheben und eine Art neue staatliche Subvention f\u00fcr alle landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen einzuf\u00fchren, um den Anstieg der Produktionskosten abzufedern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund fordert Patuanelli die EU auf, eine au\u00dferordentliche Beihilferegelung nach dem Vorbild des COVID-Notfalls zu aktivieren, um staatliche Beihilfen in Abweichung zu genehmigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00e4hnliche Lockerung der EU-Beihilfen f\u00fcr Landwirt:innen wurde w\u00e4hrend der Pandemie eingef\u00fchrt, um den Sektoren zu helfen, die nicht unter die St\u00fctzungsma\u00dfnahmen der Verordnung \u00fcber die Gemeinsame Marktorganisation fallen, die das Sicherheitsnetz f\u00fcr Landwirte im Falle von Marktkrisen darstellt, um zum Beispiel einem Preisverfall entgegenzuwirken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00c4nderung der Spielregeln<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die EU-Kommission hat dagegen bereits vor einem solchen Schritt gewarnt und erkl\u00e4rt, es sei \u201enicht klug\u201c, die GAP-Pl\u00e4ne radikal zu \u00e4ndern und \u201eden Prozess nach seinem normalen Verfahren zu stoppen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan \u00e4ndert die Spielregeln nicht mitten im Spiel\u201c, sagte ein Kommissionsbeamter am Rande einer Sitzung des Landwirtschaftsausschusses des Europ\u00e4ischen Parlaments am Mittwoch (2. Februar).<\/p>\n\n\n\n<p>Er f\u00fcgte hinzu, dass die Kommission darauf z\u00e4hle, diesen Prozess abzuschlie\u00dfen, um sicherzustellen, dass es keine Verz\u00f6gerung bei der Umsetzung der GAP-Reform gebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wies jedoch darauf hin, dass es Spielraum f\u00fcr einige oberfl\u00e4chliche \u00c4nderungen und \u201eFeinabstimmungen\u201c gebe, dank der M\u00f6glichkeit j\u00e4hrlicher \u00c4nderungen, ein Merkmal, das hinzugef\u00fcgt wurde, um eine gewisse Flexibilit\u00e4t in den Pl\u00e4nen w\u00e4hrend der n\u00e4chsten sieben Jahre zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist immer m\u00f6glich, Elemente des Plans mit j\u00e4hrlichen \u00c4nderungen im n\u00e4chsten Jahr zu \u00e4ndern, aber nicht die Kernelemente des Plans\u201c, so der Beamte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das slowakische Landwirtschaftsministerium (MPRV) erkl\u00e4rte gegen\u00fcber EURACTIV Slowakei, angesichts des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der \u201eoffensichtlichen Auswirkungen des stark eingeschr\u00e4nkten Agrar- und Lebensmittelhandels (haupts\u00e4chlich Importe) auf die EU-Landwirtschaft\u201c sei es notwendig, die Ziele der EU-Flaggschiffstrategien f\u00fcr den Lebensmittelsektor, der Farm to Fork-Strategie (F2F) und der Biodiversit\u00e4tsstrategie, zu \u00fcberdenken und teilweise zu [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":105,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Angesichts der Bef\u00fcrchtungen \u00fcber m\u00f6gliche Lebensmittelengp\u00e4sse wegen des Kriegs in der Ukraine haben die Slowakei und Italien eine Anpassung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie eine Verschiebung der EU-Agrarreform gefordert. 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