{"id":10643,"date":"2008-02-01T00:00:00","date_gmt":"2008-01-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080201-02n"},"modified":"2008-02-01T00:00:00","modified_gmt":"2008-01-31T22:00:00","slug":"baden-wuerttemberg-setzt-auf-miscanthus-und-schnellwachsende-hoelzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/baden-wuerttemberg-setzt-auf-miscanthus-und-schnellwachsende-hoelzer\/","title":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg setzt auf Miscanthus und schnellwachsende H\u00f6lzer"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Potenzial, das in der energetischen und stofflichen Nutzung von Biomasse steckt, soll in Baden-W\u00fcrrttemberg verst\u00e4rkt mobilisiert und effizient genutzt werden. &#8220;Der Rohstoff Holz spielt wegen seines breiten Einsatzspektrums traditionell die wichtigste Rolle bei der energetischen und stofflichen Nutzung, insbesondere f\u00fcr die W\u00e4rmegewinnung, aber auch f\u00fcr die stoffliche Verwertung. Eine weitere, wichtige Perspektive k\u00f6nnte die Erzeugung synthetischer Biokraftstoffe werden&#8221;, sagte der baden-w\u00fcrttembergische Minister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und L\u00e4ndlichen Raum, Peter Hauk bei der Fachtagung &#8220;Kurzumtriebsh\u00f6lzer und Miscanthus &#8211; Perspektiven und Chancen&#8221;, am 28. Januar in Forchheim.<\/b><\/p>\n<p>Um bei einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Biomasse, und dabei vor allem nach Holz, Angebotsengp\u00e4sse zu vermeiden, m\u00fcssen weitere Potenziale erschlossen werden. Kurzumtriebsh\u00f6lzer und Miscanthus k\u00f6nnten k\u00fcnftig eine solche Rohstoffquelle darstellen. Allerdings fehlten bislang ausreichende und nachvollziehbare Praxiserfahrungen aus Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><b>Start des Forschungs- und Entwicklungsprojektes &#8220;Biomasse aus Kurzumtriebsh\u00f6lzern und Miscanthus&#8221;<\/b><br \/>&#8220;Mit einem umfassenden Forschungs- und Entwicklungsprogramm wollen wir die offenen Fragen kl\u00e4ren. Zentrale Bestandteile sollen die Beratung und die Begleitung der Produzenten der geplanten 250 Hektar Anbaufl\u00e4che sein, die in einem ersten Schritt entstehen sollen. Daneben werden wir die Verwendung im stofflichen che Fragestellungen gekl\u00e4rt werden. Auswirkungen auf den Natur- und Landschaftsschutz werden ebenfalls untersucht. Der Anbau von Miscanthus als eine Alternative zu den Kurzumtriebsh\u00f6lzern an bestimmten \u2013 w\u00e4rmeren \u2013 Standorten \u2013 soll dabei ebenfalls untersucht werden.<\/p>\n<p>Den Auftakt bilde die heutige Fachtagung &#8220;Kurzumtriebsh\u00f6lzer und Miscanthus &#8211; Perspektiven und Chancen&#8221;, die durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg und das Landwirtschaftliche Technologie- und Entwicklungszentrum Augustenberg organisiert wurde.<\/p>\n<p><b>Informationsbrosch\u00fcre &#8220;Kurzumtriebsfl\u00e4chen&#8221;<\/b><br \/>Die Informationsbrosch\u00fcre &#8220;Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsfl\u00e4chen in Baden-W\u00fcrttemberg&#8221; wurde auf der Tagung ebenfalls vorgestellt. Die Handreichung stellt auf \u00fcber 50 Seiten umfassend den Stand der Technik dar und enth\u00e4lt Fakten zu Leistung, Gef\u00e4hrdungen, Kosten und spezifischen Pflegema\u00dfnahmen der einzelnen geeigneten Baumarten und Sorten. Praxishinweise zur Fl\u00e4chenbegr\u00fcndung, Pflege, Erntetechnik und Planung von Kurzumtriebsfl\u00e4chen erg\u00e4nzen die Informationen.<\/p>\n<p>Bei allen Darstellungen wurde die f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg typische naturr\u00e4umliche Vielfalt ber\u00fccksichtigt und bei den Hinweisen zur Erntetechnik wurde darauf geachtet, dass die vollmechanisierte Ernte f\u00fcr die Belieferung von Gro\u00dfabnehmern gleichberechtigt mit motormanuellen Verfahren ber\u00fccksichtigt wurde.<\/p>\n<p><b>Kurzumtriebsbewirtschaftung<\/b><br \/>Darunter versteht man Anbau und Nutzung von B\u00e4umen innerhalb von kurzen Zeitintervallen. Der Umtriebszeitraum, d.h. der Zeitraum von Fl\u00e4chenanlage bzw. Neuausschlag bis zur Ernte, von zwei bis 20 Jahren ist deutlich geringer als bei einer \u00fcblichen forstlichen Bewirtschaftung. M\u00f6glich werden diese kurzen Zeitr\u00e4ume durch schnellwachsende Baumarten. Sie sch\u00f6pfen bereits nach wenigen Jahren ihr Wuchspotenzial aus und regenieren sich nach der Ernte. Die im Boden verbleibenden Wurzelst\u00f6cke treiben erneut aus. Mit einer Kurzumtriebsbewirtschaftung werden derzeit zwei Produktlinien verfolgt. Neben Energieholz f\u00fcr Hackschnitzelheizung oder Pellets kann auch Industrieholz f\u00fcr Zellstoff oder Holzwerkstoffe erzeugt werden. Als wichtigste Baumarten werden hierzu Pappel-Arten und Weiden eingesetzt.<\/p>\n<p><b>Miscanthus (Miscanthus x giganteus)<\/b><br \/>Dies ist ein ausdauerndes Gras und wird bis zu vier Meter hoch. Der Spross stirb \u00fcber Winter ab. Es stammt urspr\u00fcnglich aus Asien. Im ersten Jahr findet keine Ernte statt. Ab dem zweiten Jahr wird m\u00f6glichst sp\u00e4t, jedoch vor dem Wiederaustrieb (M\u00e4rz\/April) geerntet. Das Material wird durch Erntemaschinen geh\u00e4ckselt und als Ballen gepresst. Theoretisch bestehen vielf\u00e4ltige Vermehrungsm\u00f6glichkeiten im stofflichen Bereich (z.B. D\u00e4mmplatten, Verpackungsmaterial, Zellstoff). Derzeit erfolgt in der Regel eine energetische Nutzung. <\/p>\n<p>(Vgl.Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bayern-kulturpreis-fuer-miscanthus-diplomarbeit\/\" >2007-11-23<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/miscanthus-tagung-bedeutung-steigt\/\" >2007-01-09<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kurzumtriebsplantagen-foerderung-europaeischer-forschungsprojekte\/\" >2008-01-07<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Potenzial, das in der energetischen und stofflichen Nutzung von Biomasse steckt, soll in Baden-W&uuml;rrttemberg verst&auml;rkt mobilisiert und effizient genutzt werden. &#8220;Der Rohstoff Holz spielt<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10643\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10643"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}