{"id":105970,"date":"2022-03-11T07:26:00","date_gmt":"2022-03-11T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=105970"},"modified":"2022-03-07T15:58:16","modified_gmt":"2022-03-07T14:58:16","slug":"efre-forderprogramm-biookonomie-bio-ab-cycling-funf-modulare-bioraffinerien-erhalten-fordermittel-der-eu-und-des-landes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/efre-forderprogramm-biookonomie-bio-ab-cycling-funf-modulare-bioraffinerien-erhalten-fordermittel-der-eu-und-des-landes\/","title":{"rendered":"EFRE-F\u00f6rderprogramm \u00bbBio\u00f6konomie Bio-Ab-Cycling\u00ab: F\u00fcnf modulare Bioraffinerien erhalten F\u00f6rdermittel der EU und des Landes"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Mit seinem EFRE-F\u00f6rderprogramm \u201e<a href=\"https:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/wirtschaft\/biooekonomie\/bio-ab-cycling\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bio\u00f6konomie Bio-Ab-Cycling<\/a>\u201c f\u00f6rdert das Umweltministerium den Aufbau modularer Bioraffinerien, die in den kommenden Jahren erproben und aufzeigen sollen, wie mittels nachhaltiger Bio\u00f6konomie hochwertige Rohstoffe aus Abfall und Abwasser zur\u00fcckgewonnen werden k\u00f6nnen. Welche Projekte in Baden-W\u00fcrttemberg den Zuschlag f\u00fcr eine F\u00f6rderung erhalten haben und nun ihre Arbeit aufnehmen k\u00f6nnen, steht jetzt fest. F\u00fcr die f\u00fcnf Projekte stehen insgesamt rund 19 Millionen Euro aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr Regionale Entwicklung (EFRE) und an Landesmitteln zur Verf\u00fcgung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verfahren der nachhaltigen Bio\u00f6konomie unter realen Bedingungen erproben<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben nun f\u00fcnf vorbildliche und zukunftsweisende Projekte ausgew\u00e4hlt, die jetzt unter realen Bedingungen ihre Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen\u201c, betonte die Umweltministerin <strong>Thekla Walker<\/strong> heute (02.03.) in Stuttgart. Viele Verfahren seien bereits einzeln getestet. Nun gelte es, diese in Pilot- und Demonstrationsanlagen im Sinne einer Raffinerie zu kombinieren und in einem gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab anzuwenden. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWir befinden uns mitten in einem umfassenden gesellschaftlichen Wandel, an dessen Ende eine klimaneutrale und umweltfreundliche Lebens- und Wirtschaftsweise stehen muss. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir in Zukunft Rohstoffe m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig im Kreislauf f\u00fchren. Neben der Ressourceneffizienz in der Produktion geht es dabei aber auch um die Nachnutzung aus Abwasser und Abf\u00e4llen. Hier liegen echte Rohstoffreserven f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg\u201c, f\u00fchrte die Umweltministerin weiter aus. Die nachhaltige, zirkul\u00e4re Bio\u00f6konomie nehme hierbei durch die intelligente Verkn\u00fcpfung von Biologie und Technik eine Schl\u00fcsselfunktion ein.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fachliche Begleitung durch Fachinitiative Bioraffinerien<\/h3>\n\n\n\n<p>Parallel zu den Projekten unterst\u00fctzt das Land den Aufbau einer Fachinitiative Bioraffinerien durch die Landesagentur Umwelttechnik BW. Die Fachinitiative wird unabh\u00e4ngig vom EFRE-F\u00f6rderprogramm rein aus Landesmitteln gef\u00f6rdert. Hier werden unter anderem die Partnerinnen und Partner der Bio\u00f6konomie-Ab-Cycling-Projekte sowie weitere Expertinnen und Experten, Unternehmen und interessierte Stakeholder miteinander vernetzt, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ans\u00e4tze der Pilot- und Demonstrationsanlagen bieten die Chance, dass sie auf andere Kommunen und Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg und dar\u00fcber hinaus \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Kommunale Kl\u00e4ranlagen, Abfallbehandlungsanlagen oder Produktionsst\u00e4tten k\u00f6nnten in Zukunft mit auf sie zugeschnittenen modularen Bioraffinerien ausgestattet werden, um so anfallendes Abwasser und Abf\u00e4lle als Rohstofflieferant zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die gef\u00f6rderten Projekte<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu den Projekten, f\u00fcr die die 35 Projektpartnerinnen und Projektpartner in f\u00fcnf Konsortien eine F\u00f6rderung erhalten, geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>KoalAplan<\/strong>: Auf dem Lehr- und Forschungskl\u00e4rwerk der Universit\u00e4t Stuttgart in B\u00fcsnau sollen anhand verschiedener biologischer Verfahren hochwertige Produkte aus kommunalem Abwasser gewonnen werden. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Ammoniumstickstoff als D\u00fcnger, Wasserstoff und Polyhydroxyalkanoate (PHA) als Rohstoff f\u00fcr bio-basierten Kunststoff. Das Projekt wird mit rund 2,3 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln gef\u00f6rdert. Das Projekt wurde bei der EU-Kommission als Projekt von strategischer Bedeutung angemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>InBiRa<\/strong> \u2013 Die Insektenbioraffinerie: F\u00fcr den Bau dieser hochinnovativen Insektenbioraffinerie erh\u00e4lt das Projekt InBiRa rund 3,9 Millionen Euro F\u00f6rdermittel der EU und des Landes. In den Technikumshallen des Fraunhofer IGB in Stuttgart-Vaihingen sollen dann in Zukunft mithilfe von Insektenlarven hochwertige Produkte aus Abfall- und Reststr\u00f6men gewonnen werden. M\u00f6glich machen das die Larven der Schwarzen Soldatenfliege, durch deren Aufbereitung unter anderem aus Lebensmittelabf\u00e4llen Proteine, Fette und Chitosan hergestellt werden. Auch dieses Projekt wurde bei der EU-Kommission als Projekt von strategischer Bedeutung angemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>BW2Pro<\/strong> \u2013 Biowaste to Products: Mit rund 5,9 Millionen Euro f\u00f6rdern EU und Land den Bau einer Bioabfallraffinerie auf dem Gel\u00e4nde der kommunalen Biogasverg\u00e4rungsanlage der Abfallwirtschaft Rems-Murr A\u00f6R (AWRM) in Backnang. Hier soll in Zukunft t\u00e4glich eine Tonne Bioabfall zu Produkten und Rohstoffen wie zum Beispiel Fasern, Blument\u00f6pfe, D\u00fcnger und Biogas verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SmartBioH2-BW<\/strong> \u2013 Biowasserstoff aus industriellen Abwasser- und Reststoffstr\u00f6men: Eine Bioraffinerie in eine bestehende Industrieumgebung am Standort der Evonik Operations GmbH in Rheinfelden zu integrieren, ist das Ziel des Projekts SmartBioH2-BW, das mit insgesamt drei Millionen Euro gef\u00f6rdert wird. Mittels zweier miteinander verkn\u00fcpfter biotechnologischer Verfahren (Purpurbakterien und Algen) sollen in dem Projekt aus anfallenden industriellen Abwasser- und Reststoffstr\u00f6men Biowasserstoff und weitere Produkte wie beispielsweise Carotinoide erzeugt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>RoKKa<\/strong> \u2013 Rohstoffquelle Kl\u00e4rschlamm und Klimaschutz auf Kl\u00e4ranlagen: Um die Produktion von Wertstoffen auf der kommunalen Kl\u00e4ranlage Erbach\/Donau zu demonstrieren, erh\u00e4lt das Projekt RoKKa rund 3,8 Millionen Euro an EU- und Landesmitteln. Dabei werden verschiedene Anlagen zur Stickstoff-R\u00fcckgewinnung, Phosphor-R\u00fcckgewinnung, die Abtrennung und das Recycling von CO2 sowie die Elektrosynthese und Mikroalgenproduktion eingesetzt und kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachhaltige Bio\u00f6konomie<\/h3>\n\n\n\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg nimmt beim Aufbau einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie europaweit eine Spitzenposition ein. Bereits im Juni 2019 hat die Landesregierung dazu ihren Fahrplan \u2013 die Landesstrategie <a href=\"https:\/\/biooekonomie.baden-wuerttemberg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nachhaltige Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> \u2013 verabschiedet. Die Forschung und Entwicklung von Bioraffinerien in Pilot- beziehungsweise Demonstrationsanlagen gezielt zu f\u00f6rdern ist dabei eine Ma\u00dfnahme der Strategie (M18).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seinem aktuellen F\u00f6rderprogramm \u201e<a href=\"https:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/wirtschaft\/biooekonomie\/bio-ab-cycling\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bio\u00f6konomie \u2013 Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser \u2013 Bio-Ab-Cycling<\/a>\u201c verfolgt das Umweltministerium nun in der neuen <a href=\"https:\/\/2021-27.efre-bw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EFRE-F\u00f6rderperiode 2021-2027<\/a> das Ziel, biologische und bioinspirierte Verfahren als Leitbild f\u00fcr eine nachhaltige Bio\u00f6konomie in modularen \u201eBio-Fabriken\u201c zu verwirklichen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Projekte stehen bis zum Jahr 2024 F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von bis zu 7,7 Millionen Euro aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr Regionale Entwicklung und weitere Landesmittel in H\u00f6he von circa 11,2 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Hinzu kommen die Landesmittel f\u00fcr die Fachinitiative von 244.243 Euro sowie Verwaltungskosten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seinem EFRE-F\u00f6rderprogramm \u201eBio\u00f6konomie Bio-Ab-Cycling\u201c f\u00f6rdert das Umweltministerium den Aufbau modularer Bioraffinerien, die in den kommenden Jahren erproben und aufzeigen sollen, wie mittels nachhaltiger Bio\u00f6konomie hochwertige Rohstoffe aus Abfall und Abwasser zur\u00fcckgewonnen werden k\u00f6nnen. Welche Projekte in Baden-W\u00fcrttemberg den Zuschlag f\u00fcr eine F\u00f6rderung erhalten haben und nun ihre Arbeit aufnehmen k\u00f6nnen, steht jetzt fest. F\u00fcr [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Umweltministerin Thekla Walker: \u201eMit \u00fcber 19 Millionen Euro f\u00f6rdern wir innovative Bio\u00f6konomie-Projekte im Land, mit denen wir wichtige Rohstoffe aus Abfall und Abwasser zur\u00fcckgewinnen k\u00f6nnen\u201c","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[10608,15209,11841,12421,10453],"supplier":[7909,11004],"class_list":["post-105970","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-biooekonomie","tag-bioraffinerien","tag-kreislaufwirtschaft","tag-mikroalgen","tag-recycling","supplier-efre","supplier-ministerium-fuer-umwelt-klima-und-energiewirtschaft-baden-wuerttemberg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105970"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105970\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=105970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105970"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=105970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}