{"id":10547,"date":"2007-12-06T00:00:00","date_gmt":"2007-12-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071206-03n"},"modified":"2007-12-06T00:00:00","modified_gmt":"2007-12-05T22:00:00","slug":"klima-und-energieprogramm-branchenreaktionen-vorwiegend-positiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/klima-und-energieprogramm-branchenreaktionen-vorwiegend-positiv\/","title":{"rendered":"Klima- und Energieprogramm: Branchenreaktionen vorwiegend positiv"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 5. Dezember hat das Bundeskabinett das Paket zum Integrierten Klima- und Energieprogramm (IKEP) verabschiedet. Es umfasst 14 Gesetze und Verordnungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zum Umbau der Energieversorgung hin zu mehr Effizienz und Erneuerbaren Energien. (Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energie-und-klimaprogramm-der-bundesregierung-beschlossen\/\" >2007-12-06<\/a>) Branchenverb\u00e4nde reagierten im Grundsatz positiv, im Detail wurden Nachbesserungen verlangt. Nachfolgend  werden Stellungnahmen des Bundesverband BioEnergie (<a href=\"http:\/\/www.bioenergie.de\/\" >BBE<\/a>), des <a href=\"http:\/\/www.biogas.org\/\" >Fachverbands Biogas<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.ufop.de\/\" >UFOP<\/a> sowie &#8211; in Ausz\u00fcgen &#8211; des Deutschen Bauernverbands (<a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >DBV<\/a>) wiedergegeben.<\/b><\/p>\n<p><b>Bundesverband BioEnergie<\/b> <br \/>Der Bundesverband BioEnergie (<a href=\"http:\/\/www.bioenergie.de\/\" >BBE<\/a>) begr\u00fc\u00dft grunds\u00e4tzlich das heute vom Bundeskabinett verabschiedete Integrierte Klima- und Energieprogramm und anerkennt die von der Bundesregierung angestrebte F\u00fchrungs- und Vorbildrolle f\u00fcr die gegenw\u00e4rtig stattfindenden internationalen Klimaverhandlungen in Bali. Die in dem nationalen Klimapaket enthaltenen und f\u00fcr die Bioenergie ma\u00dfgeblichen Gesetzesentw\u00fcrfe des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) f\u00fcr den Marktausbau der Bioenergie im Strommarkt und des Erneuerbare Energien W\u00e4rmegesetzes (EEW\u00e4rmeG) f\u00fcr den Marktausbau der Bioenergie im W\u00e4rmemarkt gehen aus Sicht des BBE von ihren Zielsetzungen in die richtige Richtung, bed\u00fcrfen in ihrer konkreten Umsetzung aber noch einer deutlichen inhaltlichen Nachbesserung im parlamentarischen Verfahren, um die nationalen Klimaschutzziele auch tats\u00e4chlich erreichen und verl\u00e4ssliche Investitionsgrundlagen f\u00fcr die Bioenergiebranche sicherstellen zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig mahnt der BBE an, dass das verabschiedete nationale Klimapaket die dringend notwendigen gesetzlichen Regelungen zur Existenzsicherung des deutschen Biokraftstoffmarktes vermissen lasse. Der BBE fordert daher erneut, umgehend die f\u00fcr den 1.1.2008 im Energiesteuergesetz angek\u00fcndigten Steuererh\u00f6hungen f\u00fcr Biodiesel und Pflanzen\u00f6l als Reinkraftstoff auszusetzen und gleichzeitig die Beimischungsquoten f\u00fcr Biokraftstoffe zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Perspektivisch h\u00e4lt der Bundesverband BioEnergie (BBE) unter der Voraussetzung verl\u00e4sslicher politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine weitere Steigerung des Marktanteils der Bioenergie im Stromsektor von 3% in 2006 auf mindestens 5% bis 2010, auf mindestens 10% bis 2020 und auf mindestens 15% bis 2030 f\u00fcr realistisch. Die Sicherung und effiziente Weiterentwicklung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ist hierzu aus Sicht des BBE ein unerl\u00e4sslicher Erfolgsfaktor. Vor diesem Hintergrund begr\u00fc\u00dft der BBE einerseits den vorliegenden Gesetzesentwurf zur Novellierung des EEG und sieht an verschiedenen Stellen bereits entsprechend der Marktentwicklung notwendige Weiterentwicklungen des EEG umgesetzt. Andererseits fordert der BBE jedoch bei den konkreten Verg\u00fctungsregelungen f\u00fcr die Bioenergie noch eine Reihe inhaltlicher Nachbesserungen mit Ber\u00fccksichtigung der gestiegenen Investitions- und Biomassekosten sowie einer praxistauglichen und technologiegerechten Handhabung des Gesetzes ein, welche im anstehenden parlamentarischen Verfahren umgesetzt werden m\u00fcssen. Zudem mahnt der BBE ein z\u00fcgiges Gesetzgebungsverfahren und ein schnelles Inkrafttreten der EEG-Novelle ein.<\/p>\n<p>Die Ziele der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien durch ein Erneuerbare Energien W\u00e4rmegesetz (EEW\u00e4rmeG) werden grunds\u00e4tzlich durch den BBE begr\u00fc\u00dft und unterst\u00fctzt. F\u00fcr den W\u00e4rmemarkt sch\u00e4tzt der BBE nach vorliegenden Studien einen Marktausbau der Bioenergie von 5,8% in 2006 auf mindestens 10% bis 2020 und auf mindestens 15% bis 2030 f\u00fcr realistisch ein. Perspektivisch bestehen gro\u00dfe Ausbaupotenziale f\u00fcr die Bioenergie im W\u00e4rmemarkt durch die Mobilisierung der ungenutzten Waldholzpotenziale, durch den Einsatz von Stroh und Getreide sowie durch den Anbau und die Nutzung von schnellwachsenden Baumarten (z.B. Weiden, Pappeln, Robinien) und sonstiger geeigneter Energiepflanzen und Pflanzenreste. Um diese Ziele zu erreichen greife der vorliegende ordnungsrechtliche Ansatz des EEW\u00e4rmeG aber deutlich zu kurz, da zum einen nur Neubauten und nicht die zahlenm\u00e4\u00dfig viel bedeutenderen Altbaubest\u00e4nde von der gesetzlichen Nutzungspflicht zum Einsatz erneuerbarer Energien umfasst werden und zum anderen das Gesetz zu viele Ersatzma\u00dfnahmen und Schlupfl\u00f6cher an Stelle des Einsatzes von Erneuerbaren Energien zulasse.<\/p>\n<p>Positiv w\u00fcrdigt der BBE die vorgesehene Anhebung der F\u00f6rdermittel des Marktanreizprogrammes zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien (MAP) auf j\u00e4hrlich bis zu 500 Mio. \u20ac, welches durch die im MAP gew\u00e4hrten Investitionszusch\u00fcsse positive Anreize f\u00fcr die Installation von Bioenergieanlagen im privaten und kommunalen Bereich biete. Der BBE mahnt jedoch gleichzeitig an, dass diese 500 Mio. \u20ac als Mindestsumme fest im Gesetz verankert werden m\u00fcssen, damit eine verl\u00e4ssliche Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr den weiteren Marktausbau und Neuinvestitionen gegeben ist. Weiterhin fordert der BBE, dass die bisherigen MAP-F\u00f6rderungen von Holzpelletsanlagen, Scheitholzvergaserkessel und Holzhackschnitzelanlagen durch attraktive Investitionszusch\u00fcsse auch im neuen MAP sichergestellt und mit Stetigkeit fortgef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Gleichzeitig d\u00fcrfe der Marktausbau der Bioenergie im W\u00e4rmemarkt nicht durch nicht dem Stand der Technik entsprechende Regelungen und Grenzwerte bei der derzeit novellierten 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImschV) konterkariert werden.<\/p>\n<p>Der BBE bef\u00fcrwortet weiterhin die heute im Bundeskabinett behandelte Biomasse-Nachhaltigkeits-Verordnung (BioNachV). F\u00fcr den weiteren Marktausbau der Bioenergie im Strom-, W\u00e4rme- und Kraftstoffmarkt fordert der BBE eine Nachhaltigkeit der Biomasseproduktion und \u2013nutzung, insbesondere f\u00fcr Biomasseimporte, ein. Die in Strom-, W\u00e4rme- und Kraftzstofferzeugungsanlagen eingesetzten Biomassen m\u00fcssen die an europ\u00e4ischen Standards angelehnten Nachhaltigkeitskriterien der guten fachlichen Praxis in der Land- und Forstwirtschaft erf\u00fcllen, um ein Umwelt- und Sozial-Dumping durch Biomasse-Importe ausdr\u00fccklich zu verhindern. Dies d\u00fcrfe im Umkehrschluss aber nicht bedeuten, dass die konkret vorliegenden Kriterien und Berechnungsmethoden der Biomasse-Nachheitigkeits-Verordnung eine nachhaltige heimische Biomasseproduktion gegen\u00fcber Biomasseimporten aus \u00dcbersee benachteilige. Auch hier sieht der BBE dringenden Korrekturbedarf im parlamentarischen Verfahren.<\/p>\n<p><b>Fachverband Biogas<\/b><br \/>Der <a href=\"http:\/\/www.biogas.org\/\" >Fachverband Biogas e.V.<\/a> begr\u00fc\u00dft grunds\u00e4tzlich die neuen Regelungen f\u00fcr Biogas im vorliegenden EEG-Kabinettsentwurf. &#8220;Die Bundesregierung hat mit den Verbesserungen f\u00fcr Biogas einen Schritt in die richtige Richtung zum Erhalt der Biogasbranche in Deutschland vollzogen,&#8221; kommentierte der Pr\u00e4sident des Fachverbandes Biogas e.V., Josef Pellmeyer, den Kabinettsbeschluss. Um die existenzbedrohende Krise der Biogasbranche zu \u00fcberwinden, seien ein schnelles Inkrafttreten der Biogasregelungen im neuen EEG und mindestens die im Kabinettsentwurf genannten Verg\u00fctungsh\u00f6hen unverzichtbar. Im Detail m\u00fcsse der Bundestag an mehreren Stellen nachbessern, damit Biogas seinen vorgesehenen Beitrag zu den Zielen beim Klimaschutz sowie den Erneuerbaren Energien tats\u00e4chlich leisten k\u00f6nne.  <\/p>\n<p>Ein weiteres f\u00fcr Biogas wichtiges Element des beschlossenen Pakets ist die \u00dcberarbeitung der Gasnetzzugangsverordnung. Der Entwurf zur Novelle dieser Verordnung sieht zahlreiche \u00c4nderungen vor, die es Biogasanlagenbetreibern erleichtern sollen, ihr aufbereitetes Biogas in das Erdgasnetz einzuspeisen. &#8220;Gegen\u00fcber den Anf\u00e4ngen im Jahre 2003 sind wir ein gro\u00dfes St\u00fcck weitergekommen,&#8221; zieht Pellmeyer sein erstes Fazit zum Verordnungsentwurf. Allerdings m\u00fcssten die angedachten Regelungen in der Praxis erst beweisen, dass sie es auch Betreibern von kleinen bis mittelgro\u00dfen Biogasanlagen erm\u00f6glichen, Biogas ins Erdgasnetz einzuspeisen. Bislang w\u00fcrden nur Energieversorger mit Gro\u00dfanlagen die Biogaseinspeisung realisieren k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Es d\u00fcrfe sich hier kein Trend entwickeln, der die Vorteile von standortangepassten und dezentralen Biogasanlagen in Bezug auf geschlossene N\u00e4hrstoffkreisl\u00e4ufe und die wirtschaftliche Entwicklung in l\u00e4ndlichen Regionen ignoriere. <\/p>\n<p><b>Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) <\/b><br \/>Die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (<a href=\"http:\/\/www.ufop.de\/\" >UFOP<\/a>) erwartet erhebliche Auswirkungen des Klimaschutzpakets auf die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Biokraftstoffproduktion, die sich auf neue f\u00f6rderpolitische Rahmenbedingungen und  einen sich versch\u00e4rfenden internationalen  Wettbewerb einstellen muss.<\/p>\n<p>Kernelemente der Beschl\u00fcsse sind:<\/p>\n<ul>\n<li>die Ausrichtung der F\u00f6rderung an der Treibhausgas-Effizienz der jeweiligen Biokraftstoffproduktlinie,<\/li>\n<li>die Umstellung von einer volumenbezogenen Biokraftstoffquote auf ein Netto-Treibhausgas-Entlastungsziel,<\/li>\n<li>die Einf\u00fchrung von Anforderungen an eine nachhaltige Biomasse- und Biokraftstoffproduktion,<\/li>\n<li>die Mitverarbeitung (Hydrotreating) von Pflanzen\u00f6len direkt in der Mineral\u00f6lraffinerie ab 2010, zun\u00e4chst beschr\u00e4nkt auf einen Anteil von 3%.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dem Ziel, bis 2020 j\u00e4hrlich 20% des Kraftstoffbedarfs durch Biokraftstoffe zu ersetzen, hat sich die Bundesregierung ein hochgestecktes Ziel gesetzt. Die UFOP begr\u00fc\u00dft dieses Ziel, das jedoch nur dann zu erf\u00fcllen ist, wenn auch in Zukunft eine ausgewogene F\u00f6rderpolitik den Marktzugang f\u00fcr Biodiesel und Bioethanol ebnet.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich zu begr\u00fc\u00dfen ist auch das mit der Nachhaltigkeitsverordnung beabsichtigte Ziel, bei der Erzeugung von Biomasse f\u00fcr Biokraftstoffe Mindestanforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Fl\u00e4chen sowie zum Schutz nat\u00fcrlicher Lebensr\u00e4ume sicher zu stellen. Mit dem Vorschlag schreibt die Bundesregierung  dar\u00fcber hinaus vor, dass die gesamte Produktions-, Verarbeitungs- und Lieferkette ein bestimmtes Treibhausgas-Verminderungspotenzial aufweisen muss. Dar\u00fcber hinaus soll ein System eingef\u00fchrt werden, in dem die Biokraftstoffe entsprechend des jeweiligen Treibhausgas-Verminderungspotenzials der gesamten Produktionskette auf die Erf\u00fcllung der Biokraftstoffquoten angerechnet werden k\u00f6nnen. Nach dem vorgelegten Entwurf f\u00fcr die Standardwerte (Default-Werte) bef\u00fcrchtet UFOP jedoch ganz erhebliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Rohstoffe gegen\u00fcber Drittlandimporten.<\/p>\n<p>Deutschland ist nicht nur in der Europ\u00e4ischen Union, sondern international das erste Land, das die Mengenverpflichtung im Kraftstoffsektor umstellt auf eine Treibhausgas-Verminderungsverpflichtung. Die hierf\u00fcr erforderlichen Biokraftstoffmengen werden eine entsprechende Anreizwirkung nicht nur in der Biokraftstoff- sondern auch in der Rohstoffproduktion in Exportl\u00e4ndern wie Brasilien, USA und asiatischen L\u00e4ndern ausl\u00f6sen. Die UFOP begr\u00fc\u00dft daher den in der Roadmap Biokraftstoffe von Seiten der Landwirtschaft gemeinsam mit der Fahrzeug- und der Mineral\u00f6lindustrie gefundenen Kompromiss der begrenzten Zulassung von maximal 3% Hydrotreating. Mit jeder weiteren \u00d6ffnung des Hydrotreatings steigt die Abh\u00e4ngigkeit der Biokraftstoffproduktion von der Mineral\u00f6lindustrie.<\/p>\n<p>F\u00fcr die weiteren Beratungen des Gesetzespaketes bittet die UFOP zu ber\u00fccksichtigen, dass bis heute von einem freien Handel im Binnenmarkt als auch auf internationaler Ebene nicht die Rede sein kann, wenn L\u00e4nder wie USA und Argentinien den Export von Biodiesel zus\u00e4tzlich subventionieren. Die grunds\u00e4tzliche Herausforderung f\u00fcr die zuk\u00fcnftige F\u00f6rderpolitik bei Biokraftstoffen besteht daher darin, zun\u00e4chst auf europ\u00e4ischer Ebene sowohl steuer- als auch ordnungsrechtlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die der heimischen Biokraftstoffproduktion einen fairen Wettbewerb erm\u00f6glichen.  <\/p>\n<p><b>Deutscher Bauernverband<\/b><br \/>Auch der Deutsche Bauernverband (<a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >DBV<\/a>) unterst\u00fctzt das Klimapaket. Die Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaprogramms mit umfangreichen Vor\u00adschl\u00e4gen zur Energieeinsparung und zum Ausbau erneuerbarer Energien wird allen B\u00fcrgern \u2013 auch den Land- und Forstwirten \u2013 einiges abverlangen. Wesentlicher Bestandteil dabei ist der weitere Ausbau der Bioenergie, womit der besondere Beitrag der Land- und Forstwirtschaft als Partner im Klimaschutz zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p>Der DBV zeigte sich erfreut \u00fcber die geplante \u00c4nderung des Erneuerbare Energien-Gesetzes, das in seiner Grundkonstruktion erhalten werde und damit ein wichtiges Instrument zur Begleitung der Bioenergie in die Markt- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit bleibe. Durch die Anhebung der Verg\u00fctungss\u00e4tze f\u00fcr bestehende Anlagen w\u00fcrden zudem die gestiegenen Biomassekosten ausgeglichen und diese Anlagen vor dem Ruin gerettet, begr\u00fc\u00dfte der DBV. Auch w\u00fcrden sinnvolle Anreize f\u00fcr die vermehrte Nutzung von betriebs\u00adeigenen Stoffen in Biogasanlagen, speziell G\u00fclle, geschaffen sowie zum Ausbau der Kraft-W\u00e4rme-Kopplung.<\/p>\n<p>Daneben werde mit dem vorgelegten Gaseinspeisegesetz ein wichtiger Schritt zum An\u00adschluss von Biogasanlagen an das Erdgasnetz getan. Allerdings sollte der Verkauf des Biogases deutlich vereinfacht werden, um k\u00fcnstliche Hindernisse bei der Nutzung dieser Bioenergie zu verhindern, betonte der DBV.<\/p>\n<p>Hinsichtlich des Erneuerbare Energien-W\u00e4rmegesetzes begr\u00fc\u00dfte der DBV, dass der Anteil erneuerbarer Energien im W\u00e4rmebereich \u00fcber das Marktanreiz\u00adprogramm gesteigert werden soll und nicht \u2013 wie zuvor geplant \u2013 \u00fcber eine Verpflichtung f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer mit gesetz\u00adlichen Vorgaben zum Einsatz erneuerbarer Energien. Dem\u00adgegen\u00fcber stellte der DBV die Bevorzugung der Solarthermie gegen\u00fcber der Nutzung von Biomasse bei der W\u00e4rme\u00aderzeugung in Haushalten (anstelle einer technologieoffenen F\u00f6rderung) erneuerbarer Energien in Frage.<\/p>\n<p>Daneben unterst\u00fctzt der DBV den Versuch der Bundesregierung, eine weltweit nachhaltige Erzeugung von Biokraftstoffen durch ein Zertifizierungssystem sicher zu stellen. Die deutsche Landwirtschaft halte hohe Standards im Natur- und Umweltschutz ein und begr\u00fc\u00dfe ausdr\u00fccklich, dass zuk\u00fcnftig auch f\u00fcr Importe von Biomasse gleichwertige Mindeststandards gelten sollen. Um dies sicherzustellen, m\u00fcsse dieser Ansatz europ\u00e4isch verankert und international akzeptiert sein, ansonsten h\u00e4tte ein deutscher Alleingang an dieser Stelle keinen Wert. <\/p>\n<p><b>Quellen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071206-03\/Aktuell_17-2007.pdf\" >Pressemitteilung des Bundesverbands Bioenergie (BBE) e.V. vom 2007-12-06<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071206-03\/07-12-05_PM_Kabinettsbeschluss.pdf\" >Pressemitteilung des Fachverbands Biogas vom 2007-12-06.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071206-03\/UFOP.pdf\" >Pressemitteilung der UFOP vom 2007-12-05. Bauernverbands vom 2007-12-05.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071206-03\/Aktuelle_Meldungen_Deutscher_Bauernverband.pdf\" >Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands vom 2007-12-05.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bundeskabinett-beschliesst-eckpunkte-zum-klimaschutz\/\" >2007-08-27<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 5. Dezember hat das Bundeskabinett das Paket zum Integrierten Klima- und Energieprogramm (IKEP) verabschiedet. 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