{"id":10546,"date":"2007-12-06T00:00:00","date_gmt":"2007-12-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071206-05n"},"modified":"2007-12-06T00:00:00","modified_gmt":"2007-12-05T22:00:00","slug":"shell-fordert-zertifizierung-von-biokraftstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/shell-fordert-zertifizierung-von-biokraftstoffen\/","title":{"rendered":"Shell fordert Zertifizierung von Biokraftstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Angesichts des zunehmenden Einsatzes von Biokraftstoffen fordern <a href=\"http:\/\/www.shell.de\/\" >Shell<\/a> und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (<a href=\"http:\/\/www.hwwi.org\/\" >HWWI<\/a>) eine Zertifizierung nach internationalen Standards. &#8220;Um mit einem vermehrten Einsatz von Biokraftstoffen nicht andere Nachhaltigkeitsziele zu gef\u00e4hrden, m\u00fcssen das CO<sub>2<\/sub>-Reduktionspotenzial ebenso wie andere Nachhaltigkeitskriterien gepr\u00fcft, \u00fcberwacht und zertifiziert werden&#8221;, hei\u00dft es in der Studie &#8220;Biokraftstoffe und Nachhaltigkeit \u2013 Ziele, Probleme Instrumente, L\u00f6sungen&#8221;, dioe das HWWI im Austrag von Shell erstellt hatte.<\/b><\/p>\n<p>Dem Ziel, auch in Zukunft eine sichere, bezahlbare und gleichzeitig nachhaltige Energieversorgung zu gew\u00e4hrleisten, werden Biokraftstoffe nach Einsch\u00e4tzung des HWWI nicht zwangsl\u00e4ufig gerecht. &#8220;Biokraftstoffe sind h\u00f6chst heterogen und tragen deshalb sehr unterschiedlich zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele bei&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Michael Br\u00e4uninger, Kompetenzbereichsleiter &#8220;Wirtschaftliche Trends&#8221; im HWWI. Dar\u00fcber hinaus kann die Produktion von Biokraftstoffen in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und auch in Konflikt zu anderen Nachhaltigkeitszielen, wie etwa dem Erhalt der Biodiversit\u00e4t stehen.<\/p>\n<p>Das Problem mit der Nachhaltigkeitsperformance sieht auch Shell. &#8220;Umso mehr f\u00fchlen wir uns als gr\u00f6\u00dfter Vermarkter von Biokraftstoffen verpflichtet, zu einer m\u00f6glichst nachhaltigen Nutzung biogener Komponenten beizutragen&#8221;, sagt der Chefvolkswirt der Shell Deutschland Oil GmbH (SDO), Dr. J\u00f6rg Adolf.<\/p>\n<p>Konkret verfolgt Shell zwei Ans\u00e4tze:<\/p>\n<p>Erstens ist Shell dabei, Nachhaltigkeitskriterien f\u00fcr die Beschaffung von Biokomponenten zu entwickeln. Hier arbeitet Shell zum einen mit relevanten Partnern aus Regierung, Interessengruppen und Wirtschaft an der Formulierung entsprechender Standards und beteiligt sich an Initiativen wie dem &#8216;Roundtable for Sustainable Biofuels&#8217; und anderen. Dar\u00fcber hinaus arbeitet Shell auch mit seinen Lieferanten daran, nachhaltige Liefer-Standards zu etablieren.<\/p>\n<p>Zweitens investiert Shell schon heute in Biokraftstoffe zweiter Generation, die eine Reduzierung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes von bis zu 90% im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen erreichen k\u00f6nnen. Konkret engagiert sich Shell in drei Projekten: der Herstellung synthetischen Diesels aus Biomasse mit dem s\u00e4chsischen Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.choren.de\/\" >CHOREN<\/a>, der Erzeugung von Bioethanol aus Zellulose (zum Beispiel aus Stroh) durch enzymatische Verfahren zusammen mit der kanadischen Firma <a href=\"http:\/\/www.iogen.ca\/\" >Iogen<\/a>, sowie der Entwicklung von Enzymen, welche Biomasse in Kraftstoff umwandeln k\u00f6nnen &#8211; hier hat Shell gerade seine Kooperation mit dem US-Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.codexis.com\/\" >Codexis<\/a> ausgebaut.<\/p>\n<p>Biokraftstoffen der zweiten Generation bescheinigen die HWWI-Experten eine besonders gute Nachhaltigkeitsperformance etwa mit Blick auf die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Allerdings sind diese heute noch nicht marktreif. Hier schl\u00e4gt das HWWI vor, \u00fcber Nachhaltigkeitsfaktoren \u00f6konomische Anreize zu setzen. &#8220;Eine progressive Anrechnung nach CO<sub>2<\/sub>-Emission w\u00fcrde bei steigenden Vermeindungskosten zus\u00e4tzliche Anreize setzen, in die neue Biokraftstoff-Generation zu investieren&#8221;, sagt Br\u00e4uninger.<\/p>\n<p>Nach Ansicht des HWWI erfordert eine angemessene Beurteilung von Biokraftstoffen eine detaillierte Analyse des CO<sub>2<\/sub>-Reduktionspotenzials und der Nachhaltigkeit \u00fcber die gesamte supply chain, das hei\u00dft, \u00fcber alle Produktionsstufen vom Anbau, den Transport, die Herstellung, den erneuten Transport und den Verbrauch hinweg. Eine Nachhaltigkeitsverordnung f\u00fcr Biokraftstoffe k\u00f6nnte nach derzeitigem Stand noch 2008 in Deutschland in Kraft treten. Angesichts der Komplexit\u00e4t sei das zwar ehrgeizig, aber dennoch m\u00f6glich. Vor Inkrafttreten, so die gemeinsame Erkenntnis von HWWI und Shell, w\u00e4re jedoch grunds\u00e4tzlich eine Pilotphase empfehlenswert.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b> <br \/>HWWI-Studie <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071206-05\/HWWI_Policy_Report_Nr._5-1.pdf\" >Biokraftstoffe und Nachhaltigkeit \u2013 Ziele, Probleme Instrumente, L\u00f6sungen<\/a> (PDF-Dokument)<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rwth-aachen-gruendet-kompetenzzentrum-fuer-kraftstoff-design\/\" >2007-11-21<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/volkswagen-shell-und-lurgi-nur-biokraftstoffe-der-2-generation-sind-foerderungswuerdig\/\" >2006-06-22<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Angesichts des zunehmenden Einsatzes von Biokraftstoffen fordern Shell und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) eine Zertifizierung nach internationalen Standards. &#8220;Um mit einem vermehrten Einsatz von Biokraftstoffen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10546","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10546\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10546"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}