{"id":10524,"date":"2007-12-17T00:00:00","date_gmt":"2007-12-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071217-07n"},"modified":"2007-12-17T00:00:00","modified_gmt":"2007-12-16T22:00:00","slug":"holzwirtschaft-im-aufwind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holzwirtschaft-im-aufwind\/","title":{"rendered":"Holzwirtschaft im Aufwind"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland ist ein wirtschaftspolitisches Schwergewicht. Zu diesem positiven Ergebnis kommt eine jetzt abgeschlossene Studie, die von der Bundesforschungsanstalt f\u00fcr Forst- und Holzwirtschaft (<a href=\"http:\/\/www.bfafh.de\/\" >BFH<\/a>) in Hamburg in Auftrag gegeben wurde.<\/b><\/p>\n<p>Bundesweit werden in der gesamten Forst- und Holzbranche, dem so genannten &#8220;Cluster Forst- und Holz&#8221; circa 160 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt und \u00fcber 1,2 Millionen Menschen direkt besch\u00e4ftigt. Die heimische Holzwirtschaft konnte zum Beispiel in den letzten 3 Jahren ihren Umsatz um \u00fcber 30 Prozent steigern.<\/p>\n<p>Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer begr\u00fc\u00dfte diesen Trend: &#8220;Die Zahlen der Studie zeigen die au\u00dferordentlich gro\u00dfe Bedeutung des Forst- und Holzsektors f\u00fcr die Wirtschaft in Deutschland und gerade auch f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung im l\u00e4ndlichen Raum. Wir k\u00f6nnen auf die Forst- und Holzwirtschaft als Wirtschaftszweig in Deutschland nicht verzichten und m\u00fcssen weiter alles tun, um diesen Markt zukunftsf\u00e4hig zu machen. Damit schaffen wir Arbeitspl\u00e4tze und halten den l\u00e4ndlichen Raum lebendig.&#8221;<\/p>\n<p>Internationale Marktf\u00fchrer der Holzindustrie haben in den letzten Jahren in Deutschland investiert. Daneben entwickeln sich leistungsf\u00e4hige Unternehmen im Bereich der Energieerzeugung. Auch in der S\u00e4geindustrie sind innerhalb der n\u00e4chsten 2 Jahre enorme Investitionen geplant. Neue Verarbeitungskapazit\u00e4ten bei Schnittholz in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von j\u00e4hrlich etwa 7 Millionen m<sup>3<\/sup> werden erwartet. Damit verbunden ist ein Investitionsvolumen von circa 200 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Den S\u00e4gewerken, Zellstoffunternehmen und Holzwerkstoffbetrieben werden hohe Produktivit\u00e4ten und ein gro\u00dfes Potenzial an Innovationsf\u00e4higkeit bescheinigt. Hinzu kommt ein weit gef\u00e4chertes und hochinnovatives Branchenumfeld. Leistungsf\u00e4hige Maschinen- und Anlagenbauer und hervorragende Forschungseinrichtungen machen eine internationale Spitzenstellung m\u00f6glich. Dabei steht nicht allein Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Erfolg. Viele kleine und mittlere Unternehmen sichern eine vielf\u00e4ltige und ortsnahe Versorgung und nicht zuletzt Arbeitspl\u00e4tze gerade in den l\u00e4ndlichen Regionen.<\/p>\n<p>&#8220;Diesen hohen Leistungsstandard gilt es auszubauen und fortzuentwickeln. Die Studie zeigt, dass dies auch in Zukunft m\u00f6glich ist. F\u00fcr eine positive Fortentwicklung der Forst- und Holzwirtschaft ist die verl\u00e4ssliche Versorgung mit unserem heimischen Rohstoff Holz unerl\u00e4sslich. Die Voraussetzungen daf\u00fcr wollen wir gemeinsam mit der Wirtschaft schaffen, um den Schwung und Elan, den wir im Moment feststellen k\u00f6nnen, zum Vorteil aller Seiten \u2013 Waldbesitzer, Forst- und Holzwirtschaft \u2013 zu unterst\u00fctzen und zu sichern&#8221;, so Seehofer weiter.<\/p>\n<p>\u00dcber 11 Millionen Hektar Wald in Deutschland mit den h\u00f6chsten Holzvorr\u00e4ten in Europa (3,4 Milliarden Kubikmeter) und eine leistungsf\u00e4hige Forstwirtschaft, die unsere W\u00e4lder nachhaltig bewirtschaftet, sind die wichtigsten Grundlagen f\u00fcr diesen Erfolg. Holz ist ein heimischer Rohstoff, der nat\u00fcrlich nachw\u00e4chst und dauerhaft zur Verf\u00fcgung gestellt werden kann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Wachstums entzieht jede Tonne Holz der Atmosph\u00e4re knapp 2 Tonnen CO<sub>2<\/sub>. Die stoffliche Holznutzung, zum Beispiel im Baubereich, legt CO<sub>2<\/sub> dauerhaft fest. Die Bundesregierung hat deshalb mit der Charta f\u00fcr Holz ein strategisches B\u00fcndnis zwischen Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen geschlossen mit dem Ziel, den Holzverbrauch in Deutschland in den n\u00e4chsten 10 Jahren um 20 Prozent zu steigern. Die Sicherung der Rohstoffbasis stellt dabei eine zentrale Aufgabe dar. Mit dem jetzt vorgelegten letzten Teil der Cluster-Studie wird eine wichtige Ma\u00dfnahme der Charta f\u00fcr Holz abgeschlossen.<\/p>\n<p>Der Arbeitsbericht &#8220;Die Darstellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Clusters Forst und Holz &#8211; Ergebnisse und Tabellen f\u00fcr 2005 &#8211; von Bj\u00f6rn Seintsch steht <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071217-07\/iii_07_03.pdf\" >hier<\/a> als PDF zum Download bereit.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bayerischer-forstminister-fordert-eu-charta-fuer-forst-und-holzbranche\/\" >2007-06-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holz-und-forstwirtschaft-als-motor-fuer-konjunktur-und-beschaeftigung-in-deutschland\/\" >2005-10-13<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland ist ein wirtschaftspolitisches Schwergewicht. 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