{"id":10486,"date":"2007-09-28T00:00:00","date_gmt":"2007-09-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070928-07n"},"modified":"2007-09-28T00:00:00","modified_gmt":"2007-09-27T22:00:00","slug":"sterreich-biokraftstoffe-minerallindustrie-fordert-einheitliches-vorgehen-aller-stakeholder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sterreich-biokraftstoffe-minerallindustrie-fordert-einheitliches-vorgehen-aller-stakeholder\/","title":{"rendered":"&Ouml;sterreich &amp; Biokraftstoffe: Mineral&ouml;lindustrie fordert einheitliches Vorgehen aller Stakeholder"},"content":{"rendered":"<p><b>Ab 1. Oktober 2007 m\u00fcssen in \u00d6sterreich 4,3 % der Otto- und Dieseltreibstoffe durch Biotreibstoffe ersetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt werden von den Mineral\u00f6lunternehmen dem Benzin ca. 5 % Ethanol beigemischt, was einem j\u00e4hrlichen \u00d6sterreich-Bedarf von bis zu 100.000 Tonnen entspricht. In Hinblick auf eine m\u00f6gliche Ausweitung der Nutzung von Biokraftstoffen strebt der Fachverband der Mineral\u00f6lindustrie (<a href=\"http:\/\/www.oil-gas.at\/\" >FVMI<\/a>) im Sinne der Versorgungssicherheit eine gemeinsame europ\u00e4ische L\u00f6sung an.<\/b><\/p>\n<p>Die Mitgliedsunternehmen des Fachverbands der Mineral\u00f6lindustrie sind an einer Energie- und Umweltpolitik interessiert, die den globalen und k\u00fcnftigen Herausforderungen der Energieversorgung gerecht wird: &#8220;Uns ist es ein Anliegen, realistische energie- und umweltpolitische Ziele und Rahmenbedingungen zu formulieren, an denen sich die Mineral\u00f6lfirmen mittel- und langfristig orientieren k\u00f6nnen&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Christoph Capek, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des FVMI.<\/p>\n<p>Die Beimischung von Biokraftstoffen und eine entsprechende europ\u00e4ische Normierung f\u00fcr die Kraftstoffe Benzin und Diesel sind aus Sicht des Fachverbandes die effizienteste Art, kurzfristig gr\u00f6\u00dfere Mengen Biokraftstoffe in Verkehr zu bringen.<\/p>\n<p><b>\u00d6sterreich als Vorreiter bei Biokraftstoffen in Europa<\/b><br \/>In \u00d6sterreich gibt es bereits seit dem Jahr 2005 eine Substitutionsverpflichtung von 2,5 %, das hei\u00dft es m\u00fcssen 2,5 % der Otto- und Dieseltreibstoffe durch Biotreibstoffe ersetzt werden. Ab 1. Oktober 2007 betr\u00e4gt die verpflichtende Substitution 4,3 %. Ab 1.10.2008 sind 5,75 % Biotreibstoffe vorgeschrieben, immer bezogen auf den Energieinhalt. Ziel der Bundesregierung ist es dar\u00fcber hinaus, dass bis 2010 10 % der fossilen Treibstoffe Benzin und Diesel durch biogene Treibstoffe ersetzt werden. \u00d6sterreich hat dadurch die indikativen Ziele der EU-Kommission (2 % bis 2005 bzw. 5,75 % bis 2010) vorgezogen und \u00fcbernimmt eine Vorreiterrolle in Europa.<\/p>\n<p>Laut Sch\u00e4tzung werden im Jahr 2007 in \u00d6sterreich rund 300.000 Tonnen Biodiesel sowie 28.000 Tonnen Bioethanol \u00fcber die Beimischung in Verkehr gebracht. Die deutlich geringere Menge an Bioethanol ergibt sich aus der Tatsache, dass die Beimischung von Ethanol zu Benzin erst ab 1. Oktober 2007 beginnen wird, da zu diesem Zeitpunkt ein differenzierter Steuersatz in Kraft tritt.<\/p>\n<p>Neben der Substitutionsverpflichtung von 4,3 % wird ab Oktober 2007 auch die Einf\u00fchrung von Superethanol ein Thema sein. Dieses besteht entsprechend der Jahreszeit aus bis zu 85 % Mineral\u00f6lsteuer befreitem Bioethanol und 15 % Benzin. Dieses Produkt k\u00f6nnen nur speziell daf\u00fcr ausgestattete Fahrzeuge nutzen.<\/p>\n<p><b>&#8220;Nahtlose&#8221; L\u00f6sungen zur F\u00f6rderung der Kundenakzeptanz<\/b><br \/>Die Mineral\u00f6lfirmen des FVMI setzen den Schwerpunkt auf so genannte &#8220;nahtlose&#8221; L\u00f6sungen&#8221;. Das hei\u00dft, dass f\u00fcr die Kunden keine Investitionen in spezielle Techniken erforderlich sind, um Treibstoffe mit Biokraftstoff-Anteil zu verwenden. Biokomponenten werden in gesamteurop\u00e4ischer Abstimmung mit den Fahrzeugherstellern den herk\u00f6mmlichen fossilen Treibstoffen beigemischt. Mit dieser Strategie kann der Bioanteil schneller erh\u00f6ht, bestehende Infrastruktureinrichtungen genutzt und dadurch eine nachhaltigere L\u00f6sung angeboten werden.<\/p>\n<p>Neue Kraftstoffpfade, wie auch auf EU-Ebene derzeit diskutiert, m\u00fcssen aus Sicht der Mineral\u00f6lunternehmen allen Kriterien wie Nachhaltigkeit, Kundenakzeptanz und langfristige Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems im europ\u00e4ischen Wettbewerb standhalten. <\/p>\n<p><b>\u00dcber den FVMI<\/b><br \/>Der Fachverband der Mineral\u00f6lindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und<br \/>\u00d6ffentlichkeit. Mitglieder sind \u00f6sterreichische Unternehmen, die Roh\u00f6l aufsuchen und f\u00f6rdern, in Pipelines transportieren (midstream) und  in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineral\u00f6lprodukte vertreiben.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Pressestelle Fachverband der Mineral\u00f6lindustrie<br \/>ikp &#8211; Kommunikationsplanung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit <br \/>Mag. Maria Wedenig  <br \/>Liechtensteinstra\u00dfe 12\/10 1090 Wien<br \/>Tel.: +43 1 5247790-16<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:maria.wedenig@ikp.at\">maria.wedenig@ikp.at<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oesterreich-biokraftstoffnutzung-im-aufwaertstrend\/\" >2007-07-17<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ab 1. Oktober 2007 m&uuml;ssen in &Ouml;sterreich 4,3 % der Otto- und Dieseltreibstoffe durch Biotreibstoffe ersetzt werden. 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