{"id":10485,"date":"2007-10-01T00:00:00","date_gmt":"2007-09-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071001-04n"},"modified":"2007-10-01T00:00:00","modified_gmt":"2007-09-30T22:00:00","slug":"air-new-zealand-testet-biotreibstoff-auf-boeing-747","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/air-new-zealand-testet-biotreibstoff-auf-boeing-747\/","title":{"rendered":"Air New Zealand testet Biotreibstoff auf Boeing 747"},"content":{"rendered":"<p><b>Gemeinsam mit dem Turbinen-Hersteller Rolls Royce will die neuseel\u00e4ndische <a href=\"http:\/\/www.airnewzealand.com\/\" >Fluggesellschaft Air New Zealand<\/a> die Beimengung von Agrotreibstoffen an einem Jumbo-Boeing 747-400 testen. Der ehrgeizige Plan von Air New Zealand soll von <a href=\"http:\/\/www.virgin-atlantic.com\/\" >Virgin Atlantic<\/a> sogar noch \u00fcberholt werden: Der britische Carrier hat angek\u00fcndigt, 2008 ebenso Testfl\u00fcge mit Bio-Sprit durchzuf\u00fchren.<\/b><\/p>\n<p>Eines der vier Triebwerke des Jumbos wird Ende 2008\/Anfang 2009 mit einem Gemisch aus Kerosin und einem nicht n\u00e4her bezeichneten Bio-Sprit betrieben. Beim Testflug werden allerdings keine Passagiere mit dem Flugzeug fliegen, meldet BBC-Online. Air New Zealand CEO Rob Fyfe erkl\u00e4rte, dass die Fortschritte in der Technologie den Einsatz von Biotreibstoffen in der Luftfahrt wesentlich fr\u00fcher m\u00f6glich machen als bisher geplant. <\/p>\n<p>Der ehrgeizige Plan wird von der neuseel\u00e4ndischen Regierung unterst\u00fctzt, denn die Doppelinsel hat es sich zum Ziel gemacht, m\u00f6glichst rasch CO<sub>2<\/sub>-neutral zu werden. Und dabei komme das Vorhaben der nationalen Fluggesellschaft gerade recht, wie Energieminister David Parker meint. &#8220;Ich bin erfreut dar\u00fcber, dass Air New Zealand diesen Schritt als erste kommerzielle Fluggesellschaft setzt&#8221;, erkl\u00e4rte Parker.<\/p>\n<p>Ob Air New Zealand tats\u00e4chlich die erste Airline mit Biofuels auf kommerziellen Flugger\u00e4ten sein wird, bleibt angesichts der Tatsache, dass die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic bereits im Fr\u00fchling 2008 mit alternativen Treibstoffen fliegen will, ungewiss. Testl\u00e4ufe mit dem Flugzeughersteller Boeing und dem Triebwerkshersteller <a href=\"http:\/\/www.geae.com\/\" >General Electric<\/a> w\u00fcrden bereits vereinbart, meldete ein Virgin-Sprecher. <\/p>\n<p>Das Team habe allerdings noch nicht entschieden, welchen Treibstoff es verwenden m\u00f6chte. Eine Sprecherin von <a href=\"http:\/\/www.rolls-royce.com\/deutschland\" >Rolls Royce<\/a> erkl\u00e4rte, es sei nicht das Problem, ein Flugzeug mit Biofuels zu betanken und dann auch zu fliegen. &#8220;Der Punkt ist, ein besseres Verst\u00e4ndnis des Potenzials von Biotreibstoffen zu bekommen&#8221;, so die Sprecherin. Wer der erste dabei sei, sei unbedeutend.<\/p>\n<p>&#8220;Eine Beimengung von Agrotreibstoffen ist durchaus vorstellbar und auch sinnvoll&#8221;, meint Heiko Vogler von Institut f\u00fcr Str\u00f6mungsmechanik an der <a href=\"\" >TU-Dresden<\/a> im pressetext-Interview. Auch im Bereich der Luftfahrt werde intensiv nach neuen M\u00f6glichkeiten gesucht, das derzeit g\u00e4ngige Kerosin zu ersetzen, erkl\u00e4rt der Experte. Eine Komplettumstellung auf Agrotreibstoffe h\u00e4lt Vogler allerdings f\u00fcr sehr unwahrscheinlich. &#8220;Es ist technisch sehr aufw\u00e4ndig, einen Flugzeugtreibstoff zu konzipieren, der bei Temperaturen von minus 50 oder sogar minus 60 Grad Celsius immer noch fl\u00fcssig bleibt.&#8221; <\/p>\n<p>Ein Komplettumstieg auf Raps w\u00fcrde, so haben Untersuchungen ergeben, eine Anbaufl\u00e4che in der Gr\u00f6\u00dfe von ganz Europa n\u00f6tig machen, um ann\u00e4hernd den Bedarf der Luftfahrt zu decken. &#8220;Ein weiterer Punkt bei einem v\u00f6lligen Umstieg ist, dass die Qualit\u00e4t in allen Flugh\u00e4fen gleich sein m\u00fcsste.&#8221; Vogler sieht aber auch in der Entwicklung der neuen Triebwerke gro\u00dfe M\u00f6glichkeiten. &#8220;Die gr\u00f6\u00dften Triebwerkhersteller wie General Electric und Rolls Royce geben sehr viel Geld daf\u00fcr aus, die Effizienz der Motoren und damit der Wirkungsgrade zu erh\u00f6hen&#8221;, erkl\u00e4rt der Wissenschaftler.<\/p>\n<p>Dass in der Luftfahrt Wasserstoff in gro\u00dfen Mengen zum Einsatz kommt, h\u00e4lt der Experte auch f\u00fcr ausgeschlossen. Das liege vor allem am dreifachen Volumen von Wasserstoff. &#8220;Es gibt Modelle, die dazu tendieren, Wasserstoff als Treibstoffe f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr vorzuschlagen und die fossilen Brennstoffe f\u00fcr die Luftfahrt zu reservieren&#8221;, so Vogel. Wissenschaftler kritisieren immer wieder, dass die Agrotreibstoffe zu einer &#8220;Konkurrenz&#8221; von Nahrungsmitteln werden k\u00f6nnten. Das sei aufgrund der sozialen Unvertr\u00e4glichkeit abzulehnen, so der Wissenschaftler abschlie\u00dfend im pressetext-Interview.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kampfjet-fliegt-mit-20-prozent-biokraftstoff\/\" >2007-04-04<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/boeings-plans-for-biofuels-in-aviation\/\" >2007-06-20<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Gemeinsam mit dem Turbinen-Hersteller Rolls Royce will die neuseel&auml;ndische Fluggesellschaft Air New Zealand die Beimengung von Agrotreibstoffen an einem Jumbo-Boeing 747-400 testen. 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