{"id":10469,"date":"2007-10-10T00:00:00","date_gmt":"2007-10-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071010-13n"},"modified":"2007-10-10T00:00:00","modified_gmt":"2007-10-09T22:00:00","slug":"technologietransfer-fuer-biomasse-und-biogas-in-niederoesterreich-tschechien-und-der-slowakei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/technologietransfer-fuer-biomasse-und-biogas-in-niederoesterreich-tschechien-und-der-slowakei\/","title":{"rendered":"Technologietransfer f\u00fcr Biomasse und Biogas in Nieder\u00f6sterreich, Tschechien und der Slowakei"},"content":{"rendered":"<p><b>Viele Initiativen zur Bioenergienutzung arbeiten noch immer sehr isoliert. Um dem entgegenzuwirken, initiierten die <a href=\"\" >Wirtschaftskammer Nieder\u00f6sterreich<\/a>, die Tschechische Agentur f\u00fcr Handelsf\u00f6rderung, die <a href=\"http:\/\/www.ohkbrno.cz\/ohkbrno\/de\/1\/\" >Handelskammer Br\u00fcnn<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.energyagency.at\/\" >\u00d6sterreichische Energieagentur<\/a> im September 2005 ein Projekt zur Gr\u00fcndung eines Zukunftsenergie-Clusters. Der Cluster soll den Austausch von Know-how und die Vernetzung der Akteure, v.a. im Wald- und Weinviertel sowie S\u00fcdb\u00f6hmen und -m\u00e4hren f\u00f6rdern.<\/b><\/p>\n<p>Nieder\u00f6sterreich, S\u00fcdb\u00f6hmen, und -m\u00e4hren sowie die Westslowakei sind Regionen mit bedeutenden Waldfl\u00e4chen, in denen die Forstwirtschaft und in weiterer Folge die Bioenergienutzung eine lange Tradition haben. Sowohl in \u00d6sterreich als auch in Tschechien starteten zahlreiche Initiativen, um die Biomasse- und Biogasnutzung zu intensivieren. Mehr als 50 Biomassekesselhersteller, \u00fcber 10 Hersteller von Holzbriketts und -pellets und \u00fcber 1.000 Biomassefernheizwerke sorgen allein in \u00d6sterreich f\u00fcr einen Anteil von \u00fcber 12% in der Prim\u00e4renergieerzeugung mit gleichzeitig zunehmenden Aktivit\u00e4ten im Export.<\/p>\n<p>Auch in Tschechien entwickelt sich der Markt bei Biomasse- und Biogasanlagen sehr gut: von der Biomasse-Kofeuerung in gro\u00dfen Kohlekraftwerken \u00fcber Fernw\u00e4rmeanlagen auf Biomassebasis, Biogasanlagen bei Abwasserreinigungsanlagen, in landwirtschaftlichen Betrieben und in der Nahrungsmittelindustrie bis hin zu Biomassekesseln im Einfamilienhausbereich.<\/p>\n<p><b>Vernetzung besonders f\u00fcr Drittm\u00e4rkte wichtig<\/b><br \/>Viele Initiativen zur Bioenergienutzung arbeiten aber immer noch sehr isoliert. Die bestehenden vielen kleinen Unternehmen und einzelne Experten k\u00f6nnen am Markt, v.a. aber auf Drittm\u00e4rkten, kaum nennenswerte Erfolge erzielen. Aus diesem Grund sind der Austausch von Know-how sowie die verbesserte Vernetzung der Akteure eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr eine optimierte Bioenergienutzung.<\/p>\n<p>Im September 2005 riefen daher die Wirtschaftskammer Nieder\u00f6sterreich, die tschechische Agentur f\u00fcr Handelsf\u00f6rderung, die Handelskammer Br\u00fcnn und die \u00f6sterreichische Energieagentur das <a href=\"http:\/\/www.interreg.org\/\" >Interreg IIIa<\/a> Projekt &#8220;Technologietransfer-Zukunftsenergie-Cluster f\u00fcr Biomasse und Biogas im Raum Nieder\u00f6sterreich \u2013 Tschechien \u2013 Slowakei&#8221; ins Leben. Das Projekt wurde aus Mitteln des EU-Strukturprogramms Interreg finanziert. Aufgrund der nat\u00fcrlichen Ressourcen und der bestehenden Wirtschaftsstruktur lag der regionale Schwerpunkt des Projektes im Raum Wald- und Weinviertel bzw. S\u00fcdb\u00f6hmen und -m\u00e4hren. Dort steht einerseits die Nutzung von forstlicher Biomasse, andererseits die Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe oder eigens angebauter Energiepflanzen im Vordergrund. Auf tschechischer und auf slowakischer Seite bildet bei landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierzucht auch die Biogasnutzung einen wichtigen Schwerpunkt.<\/p>\n<p><b>Planungsb\u00fcros, Anlagenhersteller, Dienstleistungsunternehmen, Lieferanten, Betreiber und Interessensvertretungen im Cluster<\/b><br \/>Ziel war es, die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zwischen \u00d6sterreich und Tschechien im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere Biomasse und Biogas, zu intensivieren und diese mittels der Gr\u00fcndung eines Clusters langfristig zu festigen. Der Zukunftsenergie-Cluster besteht aus Planungsb\u00fcros, Anlagenherstellern, Lieferanten, Betreibern, Dienstleistungsunternehmen und Interessensvertretungen. <\/p>\n<p>Er zielt darauf ab, das Know-how hinsichtlich Biomasse und Biogas in den beiden Nachbarregionen zu b\u00fcndeln, um dieses sowohl in dieser Region als auch auf Drittm\u00e4rkten erfolgreich zu vermarkten und in weiterer Folge zu einer positiven Marktentwicklung von erneuerbaren Energietechnologien und Energietr\u00e4gern beizutragen. Dabei sollte das Planungs- und Vermarktungs-Know-how nieder\u00f6sterreichischer Unternehmen mit dem Produktions-Know-how tschechischer Maschinenbaufirmen in diesem Sektor zusammengef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><b>Realisierung und m\u00f6gliche Umsetzung<\/b><br \/>Ausgehend von den entwickelten Sparten Biomasse und Biogas soll eine Zusammenarbeitsstruktur im L\u00e4nderdreieck Br\u00fcnn, Nieder\u00f6sterreich und Bratislava aufgebaut werden. Basis daf\u00fcr ist das Know-how der bisher beteiligten Firmen und ganz besonders die Verbindung zu projektdurchf\u00fchrenden Baufirmen und Anlagenbauern. Eine starke Achse Lieferanten und Generalunternehmer soll gebildet werden. <\/p>\n<p>Die Zusammenarbeitsschiene des Programms \u00d6sterreich &#8211; Tschechien und \u00d6sterreich &#8211; Slowakei soll durch gezieltes Lobbying bei den Regierungsstellen eine st\u00e4rkere Positionierung im neuen Programm &#8220;Europ\u00e4ische Territoriale Zusammenarbeit&#8221; bringen.<\/p>\n<p>Bei der heutigen Projektabschlussveranstaltung in der Industrie- und Handelskammer Br\u00fcnn werden die Ergebnisse pr\u00e4sentiert. Weiters bietet diese Veranstaltung die M\u00f6glichkeit, Firmenkontakte zu kn\u00fcpfen, um zus\u00e4tzliche Projektideen umzusetzen.<\/p>\n<p>Weitere Initiativen zur grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Nieder\u00f6sterreich, Tschechien und der Slowakei bestehen schon seit geraumer Zeit. Als Erfolgsgeschichte haben sich beispielsweise die vom Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft ins Leben gerufenen und von der \u00d6sterreichischen Energieagentur implementierten Energiepartnerschaften herauskristallisiert, die u.a. in die Gr\u00fcndung von Seminarzentren (Hostet\u00edn) und KWK-Zentren (Prag, Bratislava) m\u00fcndeten. <\/p>\n<p>Die Organisation von regelm\u00e4\u00dfigen Veranstaltungen (z.B. Energietage), die zur Vernetzung verschiedenster Akteure wie Planer, Anlagenhersteller, Betreiber und Financier dienen, spielen beim Austausch praxisorientierter Erfahrungen eine ebenso wichtige Rolle wie Workshops, Expertenschulungen, Exkursionen und Anlagenbesichtigungen.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Dr. Ewald Kloser<br \/><a href=\"http:\/\/portal.wko.at\/wk\/startseite_dst.wk?AngID=1&#038;DstID=680\" >Wirtschaftskammer Nieder\u00f6sterreich<\/a><br \/>Abteilung Umwelt, Technik und Innovation<br \/>Landsbergerstra\u00dfe 1<br \/>3100 St. P\u00f6lten<br \/>Tel.: 02742\/851 16 301<br \/>Fax: 02742\/851 16 399<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:uti@wknoe.at\">uti@wknoe.at<\/a> <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bereits-ueber-240-biomasse-fernheizwerke-in-niederoesterreich\/\" >2005-08-30<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tschechien-energieerzeugung-aus-biomasse-trotz-preisrueckgang-gestiegen\/\" >2005-06-22<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Viele Initiativen zur Bioenergienutzung arbeiten noch immer sehr isoliert. Um dem entgegenzuwirken, initiierten die Wirtschaftskammer Nieder&ouml;sterreich, die Tschechische Agentur f&uuml;r Handelsf&ouml;rderung, die Handelskammer Br&uuml;nn und<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10469","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10469\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10469"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}