{"id":10457,"date":"2007-10-16T00:00:00","date_gmt":"2007-10-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071016-09n"},"modified":"2007-10-16T00:00:00","modified_gmt":"2007-10-15T22:00:00","slug":"nachwachsende-rohstoffe-enorme-potenziale-fuer-wachstum-und-beschaeftigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachwachsende-rohstoffe-enorme-potenziale-fuer-wachstum-und-beschaeftigung\/","title":{"rendered":"Nachwachsende Rohstoffe: Enorme Potenziale f\u00fcr Wachstum und Besch\u00e4ftigung"},"content":{"rendered":"<p><b>Wenn es Deutschland gelingt, international eine Vorreiterrolle einzunehmen und die Wertsch\u00f6pfungsprozesse im Inland zu halten, ergeben sich enorme Innovations- und Besch\u00e4ftigungspotenziale durch nachwachsende Rohstoffe, sagt das Fraunhofer ISI.<\/b><\/p>\n<p>Fossile Rohstoffe wie Erd\u00f6l, Erdgas und Kohle sind endlich. Die Natur hingegen erzeugt j\u00e4hrlich durch Photosynthese 170 bis 180 Milliarden Tonnen nachwachsende Biomasse. Davon werden jedoch derzeit nur weniger als vier Prozent f\u00fcr Ern\u00e4hrung und die Gewinnung von Energie, Chemierohstoffen und Werkstoffen (z.B. Verpackungen, D\u00e4mmstoffe) genutzt. <\/p>\n<p>Nachwachsende Rohstoffe bieten daher enorme Potenziale f\u00fcr mehr Innovationen, Wachstum und Besch\u00e4ftigung, so eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr System- und Innovationsforschung in Karlsruhe in Kooperation mit der Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Die Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Ressourcen in industriellen Produktionsprozessen ist daher zentral f\u00fcr eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Im Fokus der Untersuchungen standen die direkten und indirekten Besch\u00e4ftigungseffekte bei industriellen Anwendungen wie biogenen Kraftstoffen, Energie und Strom aus Biomasse, Chemierohstoffen sowie Werkstoffen. <\/p>\n<p>Ebenfalls analysiert wurden der daf\u00fcr erforderliche Fl\u00e4chenbedarf nachwachsender Rohstoffe sowie die daran gekoppelten Arbeitsplatzeffekte in der deutschen Landwirtschaft. Nicht ber\u00fccksichtigt wurden Effekte von Holz aus der Forstwirtschaft. &#8220;Wenn Deutschland bei nachwachsenden Rohstoffen international Vorreiter in wichtigen Marktsegmenten wird und landwirtschaftliche und industrielle Wertsch\u00f6pfungsprozesse im Inland h\u00e4lt, gibt es erhebliche Innovations-, Wachstums- und Besch\u00e4ftigungspotenziale&#8221;, sagt ISI-Projektleiter Dr. Michael Nusser.<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/\" >Fraunhofer ISI<\/a> hat f\u00fcr die Jahre 2004, 2010 und 2020 auf Basis konsistenter Basisszenarien mit seinem bew\u00e4hrten Input-Output-Modell ISIS f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft die Besch\u00e4ftigungschancen der Teilsegmente und den erforderlichen Fl\u00e4chenbedarf umfassend untersucht:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Brutto-Besch\u00e4ftigungseffekte<\/b>: In den Basisszenarien f\u00fcr 2004 sind an das Marktpotenzial nachwachsender Rohstoffe aus der Landwirtschaft rund 76.000 Erwerbst\u00e4tige und 2020 circa 170.000 Erwerbst\u00e4tige (davon rund 22.500 Arbeitspl\u00e4tze in der deutschen Landwirtschaft) gekn\u00fcpft. Dies entspricht einem Zuwachs von 123 Prozent gegen\u00fcber 2004, w\u00e4hrend die Besch\u00e4ftigung in der Gesamtwirtschaft bis 2020 stagnieren wird. Die Besch\u00e4ftigungspotenziale liegen vor allem in den Bereichen biogene Kraftstoffe und Chemierohstoffe.\n<\/li>\n<li><b>Fl\u00e4chenbedarf<\/b>: &#8220;Das Marktpotenzial f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe im Basisszenario 2020 entspricht einem Bedarf von rund 3,4 Millionen Hektar Ackerfl\u00e4che&#8221;, sagt Patrick Sheridan von der Universit\u00e4t Gie\u00dfen. In den Basisszenarien, in denen stillgelegte Fl\u00e4chen sowie der technische Fortschritt in der Landwirtschaft ber\u00fccksichtigt wurden, kommt es daher in Deutschland zu keiner absoluten Fl\u00e4chenkonkurrenz mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion. Die Analysen zeigen, dass der Ausbau nachwachsender Rohstoffe vor allem bei stark steigenden \u00d6lpreisen und Exporterfolgen Deutschlands sehr positive Effekte auf die Gesamtwirtschaft hat. Dies erfordert allerdings in Deutschland eine Integration von nachwachsenden Rohstoffen in komplexe Prozesse in Forschung, Entwicklung und Produktion, die sich nicht einfach ins Ausland verlagern lassen. Die Umsetzung dieser Strategien erfordere einen ressort\u00fcbergreifenden Politikansatz, so die ISI-Experten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gesamtstudie &#8220;Makro\u00f6konomische Effekte des Anbaus und der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen&#8221; wurde im Auftrag des <a href=\"http:\/\/www.bmelv.de\/\" >Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)<\/a>, vertreten durch die <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a>, vom <a href=\"http:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/\" >Fraunhofer ISI<\/a> und dem <a href=\"http:\/\/www.uni-giessen.de\/fbr09\/ilb\" >Institut f\u00fcr Betriebslehre der Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen<\/a> durchgef\u00fchrt. <\/p>\n<p>Die Studie steht <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20071016-09\/Makro-NAWARO_Endbericht_final.pdf\" >hier<\/a> als Download bereit (PDF-Dokument; 7,5 MB) und ist au\u00dferdem unter <a href=\"http:\/\/www.isi.fhg.de\/t\/projekte\/umwelt-d-mn-rt-Makro-NWR.htm\" >www.isi.fhg.de<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >www.fnr.de<\/a> im Literaturbereich herunterladbar.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bmelv-marktstudie-zeigt-grosses-potenzial-fuer-nachwachsende-rohstoffe\/\" >2007-05-25<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Wenn es Deutschland gelingt, international eine Vorreiterrolle einzunehmen und die Wertsch&ouml;pfungsprozesse im Inland zu halten, ergeben sich enorme Innovations- und Besch&auml;ftigungspotenziale durch nachwachsende Rohstoffe, sagt<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10457","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10457"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10457\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10457"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}