{"id":10451,"date":"2007-10-18T00:00:00","date_gmt":"2007-10-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071018-03n"},"modified":"2007-10-18T00:00:00","modified_gmt":"2007-10-17T22:00:00","slug":"mit-stroh-im-verbund-daemmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mit-stroh-im-verbund-daemmen\/","title":{"rendered":"Mit Stroh im Verbund d\u00e4mmen"},"content":{"rendered":"<p><b>Bauingenieur Seyed Taghi Mohseni setzt mit seiner auf Weizenstroh basierenden <a href=\"http:\/\/iso-fassade.com\/\" >ISOFassade<\/a>  auf eine neue Methode der W\u00e4rmed\u00e4mmtechnik. Dabei wird die Putzschicht mit Weizenstroh statt mit Glasfasergewebe verst\u00e4rkt.<\/b><\/p>\n<p>Die W\u00e4rmed\u00e4mmung von Geb\u00e4uden bietet ein gro\u00dfes Potenzial zum Energiesparen. Das betrifft vor allem die Altbauten, denn sie haben einen bis zu zehnmal h\u00f6heren W\u00e4rmebedarf als ein modernes Niedrigenergiehaus. Um dieses Einsparpotenzial geht es dem Bauingenieur Seyed Taghi Mohseni. Viele Jahre lang besch\u00e4ftigte er sich an der <a href=\"http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/\" >Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<\/a> mit W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystemen. Er beobachtete, dass die herk\u00f6mmlichen Systeme zur Rissbildung neigen. So entwickelte er ein alternatives System und ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes auf den Strohhalm gekommen. F\u00fcr seine ISOFassade mischt der Bauingenieur Weizenstroh in den Unterputz.<\/p>\n<p>Bei bisherigen W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystemen verwenden die Hersteller in der Regel Glasfasergewebe, um den Putz zu festigen. Doch ein Problem ist, dass diese Kunstfaser auf alkalische Stoffe wie etwa den M\u00f6rtelputz reagiert. Obwohl die Glasfaser beschichtet wird, kommt es vor, dass sich die Kunstfaser mit der Zeit ver\u00e4ndert. Die Folge: Das Gewebe kann nicht mehr die in der Fassade herrschenden Spannungen vollst\u00e4ndig aufnehmen und daher bilden sich Risse. Ein weiterer Grund f\u00fcr br\u00fcchigen Putz sind Verarbeitungsfehler auf der Baustelle.<\/p>\n<p>Diese Probleme gibt es bei dem neuen mit Strohhalmen verst\u00e4rkten Putz nicht. Der entscheidende Vorteil der Naturfaser ist, dass sie sich in alkalischen Stoffen nicht ver\u00e4ndert. Die hohe Festigkeit, die der Stroh dem Putz gibt, bleibt erhalten. Ein weiteres Plus ist die einfache Verarbeitung: Die Halme werden direkt in den M\u00f6rtel gemischt und somit als eine komplette Unterputzschicht aufgetragen. Zudem ist Weizen ein nachwachsender Rohstoff. Er ben\u00f6tigt zur Aufbereitung weniger Energie als die Kunstfasern und kann nach Gebrauch r\u00fcckstandsfrei entsorgt werden. Hinzu kommt der Preisvorteil: Die Halme kosten deutlich weniger als Synthesefasern.<\/p>\n<p>&#8220;Es ist wichtig, ein preiswertes und zeitsparendes System anzubieten. Dann werden sich noch mehr Bauherren f\u00fcr eine W\u00e4rmed\u00e4mmung entscheiden und damit die Umwelt entlasten&#8221;, sagt Mohseni. Zudem zielt seine Innovation auf die fehlerfreie Ausf\u00fchrung. Deswegen ist die ISOFassade in einer Platten-Technik konzipiert. Das hei\u00dft, der Kunde erh\u00e4lt pr\u00e4zise im Werk vorproduzierte D\u00e4mmplatten, die sich schnell und unkompliziert an die Hauswand anbringen lassen. F\u00fcr sein neues System hat Mohseni zwei Patente und zwei Europ\u00e4isch Technische Zulassungen erhalten. Im Jahr 2005 bekam er den Wuppertaler Energie- und Umweltpreis (Belobigung) f\u00fcr seine Entwicklung. Jetzt startet der Bauingenieur an seinem Standort in Gelsenkirchen die Produktion.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/isofassade.de\/\" >ISO Fassade GmbH<\/a><br \/>Seyed Taghi Mohseni <br \/>Middelicher Str. 305<br \/>45892 Gelsenkirchen<br \/>Tel.: 0209-405 35 16<br \/>Fax: 0209-405 35 18<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@ISOFassade.de\">info@ISOFassade.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-buchbesprechung-nachhaltiges-bauen-mit-wohngesunden-baustoffen\/\" >2007-04-03<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Bauingenieur Seyed Taghi Mohseni setzt mit seiner auf Weizenstroh basierenden ISOFassade  auf eine neue Methode der W&auml;rmed&auml;mmtechnik. 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