{"id":10439,"date":"2007-10-24T00:00:00","date_gmt":"2007-10-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071024-05n"},"modified":"2007-10-24T00:00:00","modified_gmt":"2007-10-23T22:00:00","slug":"forschung-wasserstoffreiches-synthesegas-flexibel-erzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschung-wasserstoffreiches-synthesegas-flexibel-erzeugen\/","title":{"rendered":"Forschung: Wasserstoffreiches Synthesegas flexibel erzeugen"},"content":{"rendered":"<p><b>Den \u00fcberwiegenden Teil an der Stromproduktion werden in den n\u00e4chsten 30 bis 50 Jahren auch weiterhin fossile Energietr\u00e4ger wie Kohle und Erdgas \u00fcbernehmen m\u00fcssen. Eine energieeffiziente und Klima schonende Alternative sehen Experten in der Vergasung von Kohle oder Biomasse zu Synthesegasen und in der CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung. Die Grundlagen daf\u00fcr untersuchen jetzt das Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen der Universit\u00e4t Stuttgart (<a href=\"http:\/\/www.ivd.uni-stuttgart.de\/\" >IVD<\/a>), das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (<a href=\"http:\/\/www.zsw-bw.de\/\" >ZSW<\/a>) sowie das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt e.V. (<a href=\"http:\/\/www.dlr.de\/\" >DLR<\/a>) in Stuttgart gemeinsam mit Partnern aus der Industrie in einem neu gestarteten Forschungsprojekt.<\/b><\/p>\n<p>Das Vorhaben &#8220;Brennstoffflexibilisierung f\u00fcr Kombi-Kraftwerke mit der Option eines CO<sub>2<\/sub>-freien Betriebs&#8221; mit einem Volumen von 3,85 Millionen Euro wird in etwa zu gleichen Teilen durch das <a href=\"http:\/\/www.mwk-bw.de\/\" >Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst<\/a> in Baden-W\u00fcrttemberg und die Industriepartner <a href=\"http:\/\/www.alstom.de\/\" >Alstom<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.enbw.com\/\" >EnBW<\/a> Energie Baden-W\u00fcrttemberg AG finanziert. Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg dazu: &#8220;Wollen wir unsere Wirtschaftskraft erhalten, wird Baden-W\u00fcrttemberg weiterhin von fossilen Energietr\u00e4gern abh\u00e4ngig sein. Durch dieses innovative Verfahren k\u00f6nnen die wertvollen Ressourcen besonders effizient und umweltvertr\u00e4glicher genutzt werden.&#8221;<\/p>\n<p>Bei dem alternativen Verfahren werden feste Energietr\u00e4ger wie Kohle, Holz oder andere Biomasse in ein brennbares Gas umgewandelt. Dieses Synthesegas, das haupts\u00e4chlich aus den gasf\u00f6rmigen Komponenten Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H<sub>2<\/sub>) besteht, wird dann verbrannt und treibt eine Gasturbine eines Gas- und Dampf-Kraftwerks an, deren hei\u00dfe Abgase nochmals f\u00fcr einen Dampfprozess genutzt werden. Bei dem Forschungsprojekt geht es zum einen um die Entwicklung eines Verfahrens, das wasserstoffreiche Synthesegase bereitstellt, die zuverl\u00e4ssig und schadstoffarm verbrannt werden k\u00f6nnen. Zum anderen untersuchen die beteiligten Forscher, wie Gasturbinen-Brennkammern auf die besonderen Verbrennungseigenschaften dieser neuen Synthesegase hin ausgelegt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im ersten Teil des Forschungsprojektes entwickeln die Projektpartner am IVD sowie vom ZSW ein Verfahren f\u00fcr die Herstellung eines f\u00fcr Gasmotoren und Gasturbinen geeigneten Produktgases in einer streng definierten, gleich bleibenden Qualit\u00e4t. Dieses Verfahren soll dann in einer Pilotanlage im 150 Kilowatt Ma\u00dfstab am IVD getestet werden. Im zweiten Teil des Forschungsvorhabens untersucht das Institut f\u00fcr Verbrennungstechnik beim DLR die detaillierten Verbrennungseigenschaften des erzeugten Synthesegases. Diese stellen erh\u00f6hte Anforderungen an einen sicheren und emissionsarmen Betrieb der Gasturbine. F\u00fcr die Untersuchungen steht mit dem Hochdruck-Brennkammer-Pr\u00fcfstand eine ideale Gro\u00dfforschungsanlage im DLR in Stuttgart zur Verf\u00fcgung. Parallel dazu besch\u00e4ftigen sich Wissenschaftler am Institut f\u00fcr Thermodynamik in der Luft- und Raumfahrt (<a href=\"http:\/\/www.uni-stuttgart.de\/itlr\/\" >ITLR<\/a>) an der Universit\u00e4t Stuttgart mit Fragen zur Brennkammerk\u00fchlung.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Prof. Dr. techn. G\u00fcnter Scheffknecht<br \/>Universit\u00e4t Stuttgart<br \/>Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen (IVD)<br \/>Tel.: 0711-68 56 34 87<br \/>Fax: 0711-68 56 34 91<\/p>\n<p>Prof. Dr.-Ing. Manfred Aigner<br \/>Deutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR)<br \/>Institut f\u00fcr Verbrennungstechnik<br \/>Tel.: 0711-686 23 09<br \/>Fax: 0711-686 25 78<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wasserstoffreiches-produktgas-im-ipv-verfahren\/\" >2007-06-21<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruenes-licht-fuer-innovatives-biomassevergasungs-bhkw-in-baden-wuerttemberg\/\" >2007-01-17<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Den &uuml;berwiegenden Teil an der Stromproduktion werden in den n&auml;chsten 30 bis 50 Jahren auch weiterhin fossile Energietr&auml;ger wie Kohle und Erdgas &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. 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