{"id":10437,"date":"2007-10-25T00:00:00","date_gmt":"2007-10-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20071025-04n"},"modified":"2007-10-25T00:00:00","modified_gmt":"2007-10-24T22:00:00","slug":"bmvel-staatssekretr-lindemann-biomasse-ist-der-wichtigste-erneuerbare-energietrger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bmvel-staatssekretr-lindemann-biomasse-ist-der-wichtigste-erneuerbare-energietrger\/","title":{"rendered":"BMVEL-Staatssekret&auml;r Lindemann: &#8220;Biomasse ist der wichtigste erneuerbare Energietr&auml;ger&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>&#8220;Ohne die Energie aus Biomasse wird es uns in Europa und Deutschland nur schwer gelingen, die ehrgeizigen Ziele insbesondere beim Klimaschutz zu erreichen&#8221;, sagte heute Gert Lindemann Staatssekret\u00e4r im Bundeslandwirtschaftsministerium (<a href=\"http:\/\/www.bmelv.de\/\" >BMELV<\/a>) anl\u00e4sslich eines vom Bundesministerium und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (<a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >FNR<\/a>) organisierten Energiepflanzensymposiums in Berlin.<\/b><\/p>\n<p>Die Bundesregierung, so der Staatssekret\u00e4r weiter, habe in Meseberg ambitionierte Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Bioenergie formuliert. Diese beinhalteten, dass bis 2020 der Stromanteil aus erneuerbaren Energien auf 25 bis 30%, der W\u00e4rmeanteil aus erneuerbaren Energien auf 14% und der Biokraftstoffanteil auf 17% erh\u00f6ht w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Lindemann betonte, die aktuelle Klimadebatte zeige sehr deutlich, dass der Klimaschutz uns immer mehr abverlangen werde. Auf den Beitrag der Energiepflanzen zum Klimaschutz k\u00f6nne dabei nicht verzichtet werden. Im Jahr 2006 habe die Bioenergie, die zu einem erheblichen Anteil auf Energiepflanzen beruht, in Deutschland eine Reduzierung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes um 44 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent bewirkt. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die aktuelle Diskussion um die Nachhaltigkeit des Energiepflanzenanbaus und der Bioenergie insgesamt hin. Diese Diskussion sei notwendig, m\u00fcsse aber sachlich und differenziert gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Energiepflanzen haben unter den biogenen Rohstoffquellen das gr\u00f6\u00dfte Potenzial. Der Anbau von Energiepflanzen hat in Deutschland mit 1,75 Mio. Hektar, das sind mehr als 14% der rund 12 Mio. Hektar Ackerfl\u00e4che, ein neues Rekordhoch erreicht. Langfristig k\u00f6nnte f\u00fcr den Anbau etwa ein Drittel unserer Ackerfl\u00e4che genutzt werden. Das BMELV und die FNR gehen davon aus, dass der Energiepflanzenanbau auch bei nochmals deutlich wachsenden Fl\u00e4chenanteilen umweltvertr\u00e4glich gestaltet werden kann.<\/p>\n<p> Das Symposium hat gezeigt, dass sich im Bereich der Anbauverfahren neue M\u00f6glichkeiten bieten, mit denen auf geeigneten Standorten h\u00f6here Biomasseertr\u00e4ge erzielt werden k\u00f6nnen. Besonders Mischfruchtanbau, Kurzumtriebsplantagen mit schnellwachsenden Baumarten sowie Agroforstsysteme bieten interessante Perspektiven f\u00fcr eine Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz. Ferner deuten erste Forschungsergebnisse darauf hin, dass silierte Biomasse grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Produktion von Biomass-to-Liquid (BtL)-Kraftstoffen genutzt werden kann und sich damit wie erhofft, Perspektiven f\u00fcr eine Verarbeitung im l\u00e4ndlichen Raum ergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um den Energiepflanzenanbau voran zu bringen sind aber weitere Anstrengungen in folgenden Bereichen notwendig:<\/p>\n<ul>\n<li>Anpassung der Fruchtfolgen und der Anbausysteme<\/li>\n<li>Z\u00fcchtung von Energiepflanzen, die hohe Ertr\u00e4ge, geeignete  Inhaltsstoffzusammensetzungen und Resistenzen\/ Toleranzen gegen\u00fcber biotischen und abiotischen Faktoren miteinander verbinden<\/li>\n<li>Effiziente und intelligente Aufbereitungs- und Umwandlungstechnologien<\/li>\n<li>Optimierung von N\u00e4hrstoffkreisl\u00e4ufen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Kernthema der Konferenz war die Diskussion um die &#8220;Nutzungskonkurrenz&#8221; von Nahrungsmittelerzeugung und Bioenergie. Hierzu sagte der Staatssekret\u00e4r: &#8220;Wir m\u00fcssen das Thema ernst nehmen, sollten es aber auch nicht dramatisieren. Die relativ hohen Preise f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte sind das Ergebnis globaler Marktentwicklungen und nicht einer Fl\u00e4chenknappheit in Deutschland. H\u00f6here Rohstoffpreise sorgen im \u00fcbrigen auch f\u00fcr Anreize f\u00fcr die Nahrungsmittelerzeugung. Wenn es sich finanziell lohnt, brauchen wir uns um die Zukunft der Nahrungsmittelproduktion in Deutschland keine Sorge zu machen. Zugleich verschlechtern hohe Rohstoffpreise nat\u00fcrlich auch die Wirtschaftlichkeit der Bioenergie. Hier wird der Markt f\u00fcr ein Gleichgewicht sorgen.&#8221;<\/p>\n<p>Insgesamt diente das Symposium &#8220;Energiepflanzen&#8221; als ein Forum zur Diskussion aktueller Fragen der Energiepflanzenerzeugung und sollte einen \u00dcberblick \u00fcber den Stand von Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor und den notwendigen Handlungsbedarf aufzeigen. Zu dieser Konferenz kamen in Berlin ca. 270 Experten aus Politik, Forschung, Industrie und Landwirtschaft zusammen. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiepflanzen-wo-stehen-wir-heute-und-morgen\/\" >2007-07-23<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bundesernaehrungsministerium-investiert-erhebliche-forschungsmittel-in-energiepflanzen\/\" >2007-10-11<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>&#8220;Ohne die Energie aus Biomasse wird es uns in Europa und Deutschland nur schwer gelingen, die ehrgeizigen Ziele insbesondere beim Klimaschutz zu erreichen&#8221;, sagte heute<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10437","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10437"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10437\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10437"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}