{"id":104152,"date":"2022-02-08T07:35:00","date_gmt":"2022-02-08T06:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=104152"},"modified":"2022-01-31T14:19:05","modified_gmt":"2022-01-31T13:19:05","slug":"eine-million-euro-forderung-fur-forschungsprojekt-der-carbonauten-gmbh-und-der-universitat-hohenheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eine-million-euro-forderung-fur-forschungsprojekt-der-carbonauten-gmbh-und-der-universitat-hohenheim\/","title":{"rendered":"Eine Million Euro F\u00f6rderung f\u00fcr Forschungsprojekt der carbonauten GmbH und der Universit\u00e4t Hohenheim"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/220125_carbonauten_TheActivator_ADB_001.jpg\" alt=\"In dem \u201eActivator\u201c soll am Standort Eberswalde die Bioaktivkohle aktiviert werden, die aus nachwachsenden Rohstoffen statt aus fossilen Quellen entsteht \" class=\"wp-image-104178\" width=\"459\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/220125_carbonauten_TheActivator_ADB_001.jpg 750w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/220125_carbonauten_TheActivator_ADB_001-300x170.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/220125_carbonauten_TheActivator_ADB_001-150x85.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/220125_carbonauten_TheActivator_ADB_001-400x226.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><figcaption>In dem \u201eActivator\u201c soll am Standort Eberswalde die Bioaktivkohle aktiviert werden, die aus nachwachsenden Rohstoffen statt aus fossilen Quellen entsteht (Rendering der carbonauten).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Bioaktivkohle aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und den daf\u00fcr n\u00f6tigen Energiebedarf klimaneutral decken \u2013 dieses Ziel verfolgt ein gemeinsames Forschungsprojekt der carbonauten GmbH und des Fachgebiets Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe der Universit\u00e4t Hohenheim. Nach der Genehmigung der F\u00f6rderung durch das Bio\u00f6konomie Innovations- und Investitionsprogramm f\u00fcr den L\u00e4ndlichen Raum (BIPL BW) des Ministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung, L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrttemberg im Dezember 2021, startet jetzt das auf zwei Jahre ausgelegte Forschungsprojekt. Als Resultat soll ein Anlagenmodul entstehen, mit dem sich aus Biorestmasse gewonnene Biokohlenstoffe durch Wasserdampf aktivieren l\u00e4sst. Als Grundlage dient dabei die minus CO2-Technologie der carbonauten: Karbonisierungsanlagen wandeln Biorestmasse in Biokohlenstoffe um, wodurch CO2 aus der Atmosph\u00e4re dauerhaft gebunden wird und ein \u00dcberschuss an Erneuerbarer Energie entsteht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie Nachfrage nach Aktivkohle als Adsorptionsmittel f\u00fcr Chemie und Medizin, Abwasser- und Abgasbehandlung oder Klimatechnik steigt st\u00e4ndig\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Torsten Becker<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der carbonauten. \u201eAber bisher entsteht sie in der Regel aus fossilen Rohstoffen, und die Verfahren ben\u00f6tigen gro\u00dfe Mengen an Energie, die ebenfalls meist aus fossilen Quellen stammen. China ist weltweit gr\u00f6\u00dfter Hersteller, \u00fcberwiegend mit umweltfeindlichenVerfahren. Wir sind \u00fcberzeugt, das geht mit unserem System \u00f6kologisch nachhaltiger und wirtschaftlicher. Daher freuen wir uns, dass in unserem bisher gr\u00f6\u00dften Forschungsprojekt zusammen mit der Universit\u00e4t Hohenheim zu beweisen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im ersten Schritt entstehen durch eine Forschungsgruppe des Fachgebiets Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe der Universit\u00e4t Hohenheim unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Kruse und in Zusammenarbeit mit carbonauten kleine Prototypen von Retorten. Dabei handelt es sich um Reaktoren, in denen Wasserdampf und W\u00e4rme m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig auf die Kohle einwirken sollen, um diese zu aktivieren. Auch die optimale Art von Biomasse als Grundlage f\u00fcr die Aktivkohle wird dabei ermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die carbonauten werden im n\u00e4chsten Schritt einen Prototyp im 1:1-Format an ihrem Pilotstandort in Eberswalde konstruieren. Ihre Karbonisierungsanlagen bieten die technologische Basis, der Energiebedarf der Aktivierungsretorten wird durch den Energie\u00fcberschuss bei der Karbonisierung von Biorestmasse gedeckt \u2013 insgesamt ein nicht nur klimaneutrales, sondern sogar CO2-negatives Verfahren dank der zugrundeliegenden minus CO2-Technologie der carbonauten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Becker<\/strong> erkl\u00e4rt: \u201eUnser strategisches Ziel ist, baldm\u00f6glichst in Baden-W\u00fcrttemberg dezentrale Anlagen zur Herstellung von Bioaktivkohle zu errichten, die im Sinne einer zirkul\u00e4ren Bio\u00f6konomie regional erzeugte Biomasse-Reststr\u00f6me regional nutzen. Durch die Herstellung von Bioaktivkohle wird der Kohlenstoff aus der Biomasse lange dem Kohlenstoffkreislauf entzogen. Der Ersatz von fossiler Aktivkohle spart CO2-Emissionen und verhindert die umweltproblematische Produktion. Zudem werden neue Einkommensquellen im l\u00e4ndlichen Raum geschaffen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die Kooperation ist auch f\u00fcr <strong>Prof. Dr. Andrea Kruse<\/strong> ein wichtiger Schritt: \u201eWir arbeiten seit vielen Jahren an der Herstellung von Aktivkohlen und Hochleistungskohlenstoffen. Dieses Wissen wollen wir auch in die Anwendung bringen. Die carbonauten sind f\u00fcr uns als Partner besonders interessant, weil sie kompakte und modular erweiterbare Anlagen bauen und ein dezentrales Konzept vertreten. In der Bio\u00f6konomie ist es wichtig, dass die Transportwege kurz sind, die Anlagen aber aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe (Economy of Scale) nicht teuer werden. Das erfordert neue Technologien, und die carbonauten haben eine besonders gute entwickelt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bioaktivkohle aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und den daf\u00fcr n\u00f6tigen Energiebedarf klimaneutral decken \u2013 dieses Ziel verfolgt ein gemeinsames Forschungsprojekt der carbonauten GmbH und des Fachgebiets Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe der Universit\u00e4t Hohenheim. 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