{"id":10399,"date":"2007-08-15T00:00:00","date_gmt":"2007-08-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070815-04n"},"modified":"2007-08-15T00:00:00","modified_gmt":"2007-08-14T22:00:00","slug":"wwf-rodungen-in-brasiliens-waeldern-verringert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wwf-rodungen-in-brasiliens-waeldern-verringert\/","title":{"rendered":"WWF: Rodungen in Brasiliens W\u00e4ldern verringert"},"content":{"rendered":"<p><b>Aktuelle Zahlen der brasilianischen Regierung dokumentieren einen R\u00fcckgang der Waldvernichtung am Amazonas von deutlich mehr als einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Der <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/\" >WWF<\/a> ist erleichtert \u00fcber diese &#8220;Atempause f\u00fcr den Wald&#8221;, gleichzeitig f\u00fcrchten die Natursch\u00fctzer eine neue Rodungswelle aufgrund zahlreicher geplanter Infrastrukturprojekte.<\/b><\/p>\n<p>Auch wenn die brasilianische Regierung die Entwaldungsrate f\u00fcr den Zeitraum 2005\/2006 von 13.100km<sup>2<\/sup> auf 14.039km<sup>2<\/sup> nach oben korrigieren musste, deutet sich eine Entspannung an. In einer ersten Absch\u00e4tzung f\u00fcr den Zeitraum 2006\/2007 konnte ein R\u00fcckgang auf ca. 9.600km<sup>2<\/sup> festgestellt werden. Trotz dieser positiven Entwicklung halte die Regierung von Pr\u00e4sident Ignacio Lula da Silva den traurigen Rekord von 85.000km<sup>2<\/sup> Amazonaswaldvernichtung in ihren ersten vier Regierungsjahren, betont der WWF. Das entspreche einer Fl\u00e4che so gro\u00df wie \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>&#8220;Wir sind erleichtert \u00fcber diese Atempause am Amazonas, auch wenn wir immer noch den j\u00e4hrlichen Verlust einer Regenwaldfl\u00e4che halb so gro\u00df wie Rheinland-Pfalz zu beklagen haben,&#8221; sagt Alois Vedder, Kampagnenleiter des WWF Deutschland. &#8220;Doch statt die Gunst der Stunde zu nutzen, um die Waldvernichtung baldm\u00f6glichst auf Null zu bringen, stellt die Regierung neue Wachstumsprogramme auf, in denen das Thema Umwelt ausschlie\u00dflich als Hemmnis gesehen wird.&#8221;<\/p>\n<p>Im vergangenen Monat hatte die brasilianische Regierung gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Staudammbau am l\u00e4ngsten Amazonasnebenfluss, dem Rio Madeira, gegeben. Proteste von Umweltsch\u00fctzern, indigenen Bev\u00f6lkerungsgruppen und der bolivianischen Regierung verhallten ungeh\u00f6rt. Gigantische Stra\u00dfenbauprogramme mitten durch den Regenwald stehen bevor. <\/p>\n<p>&#8220;Hier zeichnet sich ein Generalangriff auf die Amazonasregion ab, dessen Folgen noch gar nicht abzusehen sind,&#8221; so Vedder. Brasilien brauche eine Entwicklung, die die Region und die Lebensgrundlagen der Menschen erhalte. Der Amazonasregenwald sei eine der artenreichsten Regionen der Erde, er speichere so viel Kohlenstoff, wie weltweit in 15 Jahren durch fossile Brennstoffe wie Kohle und \u00d6l freigesetzt werde und sei daher ein Klimastabilisator von globaler Bedeutung.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holzeinschlag-im-amazonasbecken-unterschaetzt\/\" >2005-10-21<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/problemfall-eukalyptus-plantagen-fuer-zellstoff-in-brasilien\/\" >2005-05-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/indonesien-72-prozent-des-regenwaldes-abgeholzt\/\" >2007-05-06<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Aktuelle Zahlen der brasilianischen Regierung dokumentieren einen R&uuml;ckgang der Waldvernichtung am Amazonas von deutlich mehr als einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. 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