{"id":10381,"date":"2007-08-22T00:00:00","date_gmt":"2007-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070822-03n"},"modified":"2007-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2007-08-21T22:00:00","slug":"verbandsvertreter-genug-flaeche-fuer-bioenergie-und-ernaehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/verbandsvertreter-genug-flaeche-fuer-bioenergie-und-ernaehrung\/","title":{"rendered":"Verbandsvertreter: Genug Fl\u00e4che f\u00fcr Bioenergie und Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine echte Fl\u00e4chenkonkurrenz zwischen der Nahrungsmittelerzeugung und der Bioenergieproduktion besteht nicht und kann auch zuk\u00fcnftig vermieden werden. Wie <a href=\"http:\/\/www.proplanta.de\/\" >Proplanta<\/a> berichtet, betonten dies der Vorsitzende des Bundesverbandes Bioenergie (<a href=\"http:\/\/www.bioenergie.de\/\" >BBE<\/a>), Helmut Lamp, und der Pr\u00e4sident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern sowie Vorsitzende des Fachausschusses Nachwachsende Rohstoffe im Deutschen Bauernverband (<a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >DBV<\/a>), Rainer Tietb\u00f6hl, bei der <a href=\"http:\/\/www.euroforum.de\/\" >Euroforum<\/a>-Fachkonferenz Biogas am Dienstag in D\u00fcsseldorf.<\/b><\/p>\n<p>Wirkliche Fl\u00e4chenkonkurrenz finde meist nur auf d\u00f6rflicher Ebene statt, wenn durch \u00fcberh\u00f6hte Pachtpreise von zum Teil nicht-landwirtschaftlichen Biogasanlagen die Pachtpreise f\u00fcr landwirtschaftliche Fl\u00e4chen hoch gehen, sagte Lamp. Ansonsten sieht er eine Konkurrenzsituation lediglich gegen\u00fcber Schleuderpreisen f\u00fcr Lebensmittel gegeben. Nach seiner Aussage werden hierzulande derzeit erst 10% der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che f\u00fcr den Anbau von Energiepflanzen genutzt. Von diesen 1,7 Mio. ha entfallen rund 1,4 Mio. ha auf Energieraps, den Rest teilen sich Energiegetreide und Energiemais.<\/p>\n<p>Im Jahr 2030 d\u00fcrften auf rund 30% der hiesigen Agrarfl\u00e4che Energiepflanzen angebaut werden, sch\u00e4tzt Lamp. Selbst dann stehe in Deutschland jedoch noch gen\u00fcgend Fl\u00e4che f\u00fcr den deutlich h\u00f6heren Fl\u00e4chenbedarf der \u00d6ko-Landwirtschaft zur Verf\u00fcgung, hob er hervor. In der gesamten EU gibt es nach seinen Worten ein Areal von rund 50 Mio. ha, das ebenfalls f\u00fcr den Anbau von Biomasse genutzt werden k\u00f6nnte. Diese Gebiete sind insbesondere in Osteuropa zu finden. So nutze etwa das Baltikum im Vergleich zu 1930 derzeit rund 40% seiner landwirtschaftlichen Fl\u00e4che nicht.<\/p>\n<p>Auch Russland weise in dieser Hinsicht erhebliches Potenzial auf. Der BEE-Vorsitzende machte vor diesem Hintergrund auch deutlich, dass sich Deutschland und hier insbesondere die Bioenergiebranche k\u00fcnftig auf zunehmende Rohstoffimporte einstellen m\u00fcssen wird. Auch L\u00e4nder wie Indien k\u00f6nnten sofort auf rund 30 Mio. ha Biomasse f\u00fcr die Energieproduktion anbauen und so zum Rohstoffexporteur werden. Dennoch werde der \u00fcberwiegende Teil der Biomasse-Importe voraussichtlich aus Osteuropa kommen. Von dort d\u00fcrfte demnach in Zukunft auch Biogas in die Bundesrepublik geliefert werden.<\/p>\n<p><b>Tietb\u00f6hl: K\u00fcnftig ein Drittel der Agrarfl\u00e4che f\u00fcr Bioenergie<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >Bauernverband<\/a>svertreter Tietb\u00f6hl betonte, den Landwirten geb\u00fchre ein angemessener Anteil an der Wertsch\u00f6pfung im Bereich der Bioenergieproduktion. Deshalb sollten die Bezugs- bzw. Liefervertr\u00e4ge mit den Landwirten auch die M\u00f6glichkeit der Preisanpassung an die jeweils aktuellen Marktpreise vorsehen. Um die Wertsch\u00f6pfung im l\u00e4ndlichen Raum zu halten, m\u00fcsse das Nutzungskonzept bei Biogasanlagen grunds\u00e4tzlich auf dezentralen Anlagen liegen, forderte Tietb\u00f6hl. <\/p>\n<p>Um die Versorgung der Bioenergieproduktion zu sichern, pl\u00e4dierte er gegen die Beibehaltung der Fl\u00e4chenstilllegung sowie f\u00fcr die Erzeugung von Biomasse auf Sekund\u00e4rstandorten, auf Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen und sogar an Moorstandorten. F\u00fcr die Zukunft erwartet der Landwirt eine Aufteilung der deutschen Agrarfl\u00e4chen in ein Drittel f\u00fcr die Nahrungsmittelerzeugung, ein Drittel f\u00fcr die Viehf\u00fctterung sowie ein Drittel f\u00fcr die Bioenergie. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/niedersachsen-zunehmende-flaechenkonkurrenz-durch-bioenergieproduktion\/\" >2007-02-21<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/dbv-gemeinsame-zukunft-fr-nahrungsmittel-und-bioenergie\/\" >2007-07-04<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tagungsbericht-nahrung-und-energie-widerspruch-oder-synergie\/\" >2007-04-05<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Eine echte Fl&auml;chenkonkurrenz zwischen der Nahrungsmittelerzeugung und der Bioenergieproduktion besteht nicht und kann auch zuk&uuml;nftig vermieden werden. 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