{"id":10366,"date":"2007-08-28T00:00:00","date_gmt":"2007-08-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070828-06n"},"modified":"2007-08-28T00:00:00","modified_gmt":"2007-08-27T22:00:00","slug":"hydriertes-pflanzenoel-als-bruecke-in-die-kraftstoff-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hydriertes-pflanzenoel-als-bruecke-in-die-kraftstoff-zukunft\/","title":{"rendered":"Hydriertes Pflanzen\u00f6l als Br\u00fccke in die Kraftstoff-Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Energiebedarf des weltweiten Verkehrssektors wird sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln \u2013 das sagen Prognosen der <a href=\"http:\/\/www.iea.org\/\" >Internationalen Energie Agentur (IEA)<\/a> voraus. &#8220;Will man die Emissionen des Treibhausgases <\/b><b>2<\/b> reduzieren, m\u00fcssen Biokraftstoffe dazu einen substanziellen Beitrag leisten&#8221;, so Dr. Peter Sauermann, Leiter der Produktentwicklung der <a href=\"http:\/\/www.deutschebp.de\/\" >BP<\/a>\/Aral Kraftstoff-Forschung, bei einer Pressekonferenz in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>In Deutschland gelten bereits heute verbindliche Mindestquoten f\u00fcr Biokraftstoffe. Dem Benzin werden auf Energiebasis 1,2 Prozent Ethanol und ETBE beigemischt, dem Dieselkraftstoff 4,4 Prozent Biodiesel, genauer gesagt Fetts\u00e4uremethylester (FAME) bzw. Raps\u00f6lmethylester (RME). Ethanol ist ein Alkohol, der in Deutschland meist aus Weizen oder Zuckerr\u00fcben, in Brasilien aus Zuckerrohr und in den USA aus Mais gewonnen wird. Biodiesel ist ein Ester, der hierzulande aus Rapssamen hergestellt wird.<\/p>\n<p>Ab 2009 werden die Bioquoten in Deutschland drastisch heraufgesetzt. Die Bioquote f\u00fcr Benzin betr\u00e4gt dann 2,8 Prozent und die f\u00fcr Diesel weiterhin 4,4 Prozent (auf Volumenbasis 5 Prozent). Das klingt moderat. Aber \u2013 so will es der Gesetzgeber \u2013 dies sind Mindestquoten. Es gilt tats\u00e4chlich eine sehr viel h\u00f6here kombinierte Bioquote von 6,25 Prozent auf Energiebasis. Das bedeutet konkret: Dem Benzin m\u00fcssten wegen des um ca. 30 Prozent geringen Energiegehaltes von Ethanol gegen\u00fcber Benzin ca. 8,3 Volumen-Prozent Ethanol zugeblendet werden, beim Dieselkraftstoff w\u00e4ren es ca. 6,9 Prozent FAME. <\/p>\n<p>W\u00fcrde eine der beiden Zahlen nicht erreicht, m\u00fcsste die andere entsprechend aufgestockt werden, um die Gesamtquote von 6,25 Prozent auf Energiebasis (Kombiquote) zu schaffen. &#8220;Dieses Ziel&#8221;, so Sauermann, &#8220;stellt eine au\u00dferordentlich gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die gesamte Kraftstoffbranche dar&#8221;. Das eigentliche Problem aber ist: Diese Quoten d\u00fcrfen im Rahmen der heute g\u00fcltigen Kraftstoffnormen gar nicht in die Tat umgesetzt werden. Denn die Normen f\u00fcr Benzin und Diesel begrenzen die Zugabemengen f\u00fcr Ethanol und FAME auf lediglich 5 Volumen-Prozent. Und dies aus gutem Grund. Denn diese beiden Biokraftstoffe der ersten Generation bereiten \u2013 in h\u00f6heren Dosen dem Kraftstoff zugesetzt \u2013 Benzin- und Dieselmotoren einige Probleme.<\/p>\n<p>So verursacht Ethanol einen Mehrverbrauch und hat unter anderem die unangenehme Eigenschaft, den Dampfdruck des Benzin-Ethanol-Gemisches \u00fcber den vorgesehenen Grenzwert steigen zu lassen, was insbesondere im Sommer zu Problemen im Fahrbetrieb f\u00fchren kann. Und: In h\u00f6heren Quoten beigemischt, m\u00fcssen die Fahrzeuge technisch modifiziert werden (so genannte Flex-Fuel-Fahrzeuge).<\/p>\n<p>&#8220;Ein m\u00f6glicher L\u00f6sungsansatz&#8221;, so Sauermann, &#8220;kann die Nutzung von hydriertem Pflanzen\u00f6l sein&#8221;. Bei hydriertem Pflanzen\u00f6l (Hydro treated Vegetable Oil kurz HVO) ist wie beim Biodiesel Pflanzen\u00f6l das Ausgangsmaterial. Die weiteren Verarbeitungsschritte aber unterscheiden sich stark. Statt das Pflanzen\u00f6l wie bei FAME schlicht zu verestern, wird es in einer industriellen Hydrieranlage bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck unter Zugabe von Wasserstoff hydriert. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Kohlenwasserstoffgemisch, dessen Siedeverlauf im typischen Dieselbereich angesiedelt ist, kurzum ein &#8220;richtiger&#8221; Dieselkraftstoff, der sowohl bei kaltem als auch bei hei\u00dfem Motorzustand optimal arbeitet. <\/p>\n<p>Diese Biokomponente kann dem Dieselkraftstoff in sehr viel gr\u00f6\u00dferen Mengen als FAME zugemischt werden und somit das Quotenproblem l\u00f6sen. Weil hydriertes Pflanzen\u00f6l keine Probleme beim Einsatz in Dieselmotoren bereitet, begr\u00fc\u00dft die <br \/>Automobilindustrie ausdr\u00fccklich den Einsatz dieser Biokomponente im Dieselkraftstoff auch in h\u00f6herer Dosierung im zweistelligen Bereich. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070828-06\/220807_pm_sauermann_fuels_day.pdf\" >Weitere Informationen im Original-Pressetext<\/a> (PDF)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.deutschebp.de\/\" >Deutsche BP AG<\/a><br \/>Bereich Presse &#038; Externe Kommunikation<br \/>Ulrich Winkler<br \/>Tel.: +49 (0) 234 315-2981<br \/>Detlef Brandenburg<br \/>Tel.: +49 (0) 234 315-2664<br \/><a href=\"mailto:presse@de.bp.com\">presse@de.bp.com<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bbk-hydrierung-von-biokraftstoffen-zur-beimischung-foerdert-billigimporte\/\" >2007-07-10<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Energiebedarf des weltweiten Verkehrssektors wird sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln &ndash; das sagen Prognosen der Internationalen Energie Agentur (IEA) voraus. &#8220;Will man die<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-10366","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10366"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10366\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10366"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=10366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}