{"id":103343,"date":"2022-01-21T07:26:00","date_gmt":"2022-01-21T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=103343"},"modified":"2022-01-21T08:18:57","modified_gmt":"2022-01-21T07:18:57","slug":"aquaponik-okologische-wasserreinigung-in-aquakulturen-mit-weniger-aufwand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aquaponik-okologische-wasserreinigung-in-aquakulturen-mit-weniger-aufwand\/","title":{"rendered":"Aquaponik: \u00d6kologische Wasserreinigung in Aquakulturen \u2013 mit weniger Aufwand!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Forschende der Hochschule Hof wollen den Arbeits- und Materialeinsatz unter anderem bei der Bewirtschaftung von geschlossenen Aquakulturanlagen senken. Gelingen soll dies mit Hilfe biologisch abbaubarer, sogenannter \u201eAufwuchsk\u00f6rper\u201c zur Wasserreinigung. Diese k\u00f6nnten konventionelle Reinigungselemente aus erd\u00f6lbasierten Kunststoff schon bald ersetzen und somit die Umweltvertr\u00e4glichkeit erh\u00f6hen. Das Forschungsprojekt dazu l\u00e4uft seit April 2021.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Aufwuchskoerper-1024x790-1.jpg\" alt=\"Aufwuchsk\u00f6rper \u2013 der Schl\u00fcssel f\u00fcr eine biologische Wasserreinigung in Aquakulturen\" class=\"wp-image-103369\" width=\"768\" height=\"593\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Aufwuchskoerper-1024x790-1.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Aufwuchskoerper-1024x790-1-300x231.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Aufwuchskoerper-1024x790-1-150x116.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Aufwuchskoerper-1024x790-1-768x593.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Aufwuchskoerper-1024x790-1-350x270.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Aufwuchsk\u00f6rper \u2013 der Schl\u00fcssel f\u00fcr eine biologische Wasserreinigung in Aquakulturen &#8211; Bild: Hochschule Hof<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Aquakultur geh\u00f6rt zu dem am schnellst wachsendem Lebensmittelsektor mit einer j\u00e4hrlichen Produktion im Wert von 250 Milliarden US-Dollar. Aufwuchsk\u00f6rper sind dabei nicht wegzudenken: Durch ihre gro\u00dfe Oberfl\u00e4che auf der Bakterien siedeln, helfen sie giftige Stoffwechselprodukte in eine unbedenklichere Form zu \u00fcberf\u00fchren. So wird Wasser gespart und die Umwelt gesch\u00fctzt. Doch bestehen Aufwuchsk\u00f6rper in der Regel aus erd\u00f6lbasierten Kunststoffen, wie z.B. PE und PP.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Ihr Recycling ist aufw\u00e4ndig und Plastik in den Weltmeeren und Gew\u00e4ssern stellt die Menschheit vor eine gro\u00dfe Herausforderung \u2013 aus Plastik kann schlie\u00dflich Mikroplastik entstehen, das wir \u00fcber unser Essen selbst wieder zu uns nehmen und das in jedem Fall sch\u00e4dlich auf die Umwelt und ihre Organismen einwirkt.\u201d &#8211; <strong>Dr. Harvey Harbach<\/strong>, Verantwortlicher Forschungsbereich Aquaponik<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Gef\u00f6rdert wird das bis 2023 laufende Projekt durch das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie im Rahmen des zentralen Innovationsprogrammes Mittelstand (ZIM).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Biokunststoff statt Plastik<\/h3>\n\n\n\n<p>Generell gilt es deshalb Stoffe zu finden, welche konventionelle Kunststoffe ersetzen k\u00f6nnen. Im Fall der Aufwuchsk\u00f6rper bietet sich als Werkstoff der Einsatz von Biokunststoff an. In enger Kooperation der beiden an der Hochschule Hof ans\u00e4ssigen Institute f\u00fcr angewandte Biopolymerforschung (ibp) und f\u00fcr Wasser und Energiemanagement (iwe) besch\u00e4ftigt sich ein Forscherteam genauer mit dieser Thematik. In Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsunternehmen aus Franken werden seit Anfang April 2021 unter dem Projektnamen \u201e<a href=\"https:\/\/www.hof-university.de\/forschung\/institut-fuer-wasser-und-energiemanagement\/aktuelle-forschungsprojekte\/biobiocarrier.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BioBioCarrier<\/a>\u201c vollst\u00e4ndig biologisch abbaubare Aufwuchsk\u00f6rper f\u00fcr die biologische Wasseraufbereitung entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Kreislaufsysteme-1024x682-1.jpg\" alt=\"Kreislaufsysteme an der Hochschule Hof\" class=\"wp-image-103368\" width=\"768\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Kreislaufsysteme-1024x682-1.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Kreislaufsysteme-1024x682-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Kreislaufsysteme-1024x682-1-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Kreislaufsysteme-1024x682-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Kreislaufsysteme-1024x682-1-400x266.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Kreislaufsysteme an der Hochschule Hof; Bild: Hochschule Hof<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Test verschiedener Materialien<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDie Schwierigkeiten im Projekt liegen bei der richtigen Auswahl der Biopolymere und der damit verbundenen Abbaubarkeit im Wasser. Der neue Aufwuchsk\u00f6rper darf sich nicht zu schnell im S\u00fc\u00dfwasser abbauen\u201c, erkl\u00e4rt Projektmitarbeiterin Frau Christin Baumgart (ibp). Durch die Kombination von verschiedenen Polymeren miteinander sollen neue Eigenschaften generiert werden: Das bedeutet, dass die biologische Abbaubarkeit in Wasser angepasst werden kann. Die bisherigen Ergebnisse sehen vielversprechend aus. Entsprechend konnten bereits Fortschritte erzielt und L\u00f6sungswege identifiziert werden. Bis zur Marktreife m\u00fcssen jedoch noch einige H\u00fcrden genommen werden. Projektmitarbeiter Sebastian Kanne (iwe) erl\u00e4utert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Da die Anwendung in der Aquaponik stattfindet, m\u00fcssen die Stoffe auch f\u00fcr die Fische und Pflanzen geeignet sein. Die eingesetzten Stoffe m\u00fcssen unbedenklich sein, biologisch abbaubar und idealerweise biobasiert. Ferner muss aber auch die biologische Abbaubarkeit noch ausf\u00fchrlich betrachtet werden, damit sich die Aufwuchsk\u00f6rper auch wirklich in dem vorgegebenen Zeitrahmen zersetzen.\u201d &#8211; <strong>Sebastian Kanne<\/strong>, Projektmitarbeiter<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuentwicklung winkt<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine entscheidende Herausforderung im Projekt, die aber einen Durchbruch innerhalb der betroffenen Industrie bedeuten k\u00f6nnte, k\u00f6nnte letztlich eine Neuentwicklung liefern, an der man derzeit in Hof arbeitet: \u201eIn aquaponischen Systemen m\u00fcssen in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden manuell N\u00e4hrstoffe zugegeben werden, ohne die Pflanzen nicht oder nur schlecht wachsen k\u00f6nnen. Dies erfordert vorangegangene Messungen, folglich Labortechnik somit Arbeitszeit und ist letzten Endes \u00e4u\u00dferst kostenintensiv.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Unsere Idee ist es, den biologischen Abbau des Produktes mit dem Freisetzen der f\u00fcr die Pflanzen ben\u00f6tigten Stoffe zu kombinieren. Dies w\u00fcrde folglich die Arbeitszeit und notwendige Laborausstattung reduzieren und entscheidend die Wirtschaftlichkeit verbessern.\u201c &#8211; <strong>Dr. Harvey Harbach<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und weiter: \u201eZurzeit sind keine vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Hier w\u00fcrde es sich um eine echte Innovation handeln, welche dem Partnerunternehmen eine hervorragende Marktposition bieten, Geld in die Region holen und Arbeitspl\u00e4tze ausbauen w\u00fcrde. Wir arbeiten auf Hochtouren und rechnen schon bald mit dem Durchbruch, dass dieses Produkt zwischen Fischen und Pflanzen nicht mehr wegzudenken ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschende der Hochschule Hof wollen den Arbeits- und Materialeinsatz unter anderem bei der Bewirtschaftung von geschlossenen Aquakulturanlagen senken. Gelingen soll dies mit Hilfe biologisch abbaubarer, sogenannter \u201eAufwuchsk\u00f6rper\u201c zur Wasserreinigung. Diese k\u00f6nnten konventionelle Reinigungselemente aus erd\u00f6lbasierten Kunststoff schon bald ersetzen und somit die Umweltvertr\u00e4glichkeit erh\u00f6hen. Das Forschungsprojekt dazu l\u00e4uft seit April 2021. 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