{"id":10309,"date":"2007-09-19T00:00:00","date_gmt":"2007-09-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070919-05n"},"modified":"2007-09-19T00:00:00","modified_gmt":"2007-09-18T22:00:00","slug":"technische-und-biologische-kreislaufwirtschaft-optimieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/technische-und-biologische-kreislaufwirtschaft-optimieren\/","title":{"rendered":"Technische und biologische Kreislaufwirtschaft optimieren!"},"content":{"rendered":"<p><b>Verantwortungsvoller und nachhaltiger Klimaschutz kann nur dann wirkungsvoll sein, wenn die politischen Rahmenbedingungen Materialkreisl\u00e4ufe erm\u00f6glichen und neuen, recyclingf\u00e4higen Materialien einen Marktzugang er\u00f6ffnen. So lautete der Tenor eines Parlamentarischen Abends, zu dem der Bundesverband Wettbewerb, Produktverantwortung und Innovation (<a href=\"http:\/\/www.bwpi.de\/\" >BWPI<\/a>) eingeladen hatte. <\/p>\n<p>Umweltpolitischer Paradigmenwechsel hin zur Kreislaufwirtschaft<\/b><br \/>Gastredner Prof. Dr. Michael Braungart, Direktor der Internationalen Umweltforschungsgesellschaft <a href=\"http:\/\/www.epea.com\/\" >EPEA<\/a> in Hamburg, kritisierte, dass notwendige zukunftsweisende Innovationen durch kurzsichtige politische Reglementierungen behindert w\u00fcrden. Dies f\u00fchre allenfalls zu marginalen Effizienzsteigerungen, nicht aber zu einem notwendigen Umdenken in der Umweltpolitik. Daher forderte Braungart einen umweltpolitischen Paradigmenwechsel: Das bisherige Bem\u00fchen um \u00d6ko-Effizienz nach dem Motto &#8220;Reduzieren \u2013 Minimieren \u2013 Vermeiden&#8221; f\u00fchre angesichts wachsender Weltbev\u00f6lkerung in eine Sackgasse. Statt sich an diesem langfristig erfolglosen Ansatz zu orientieren, m\u00fcsse sich eine moderne, nachhaltige Umweltpolitik an dem Grundsatz &#8220;cradle to cradle&#8221; \u2013 von der Wiege zur Wiege \u2013 ausrichten. Dieser Grundsatz strebe biologische Kreisl\u00e4ufe f\u00fcr Verbrauchsg\u00fcter und technische Kreisl\u00e4ufe f\u00fcr Gebrauchsg\u00fcter an. &#8220;Der Gesetz- und Verordnungsgeber hat die Chance und die Aufgabe, solche zukunftsweisenden Entwicklungen zu f\u00f6rdern&#8221;, so Braungart.<\/p>\n<p><b>von Weizs\u00e4cker fordert ein Ende des &#8220;Downcyclings&#8221;<\/b><br \/>BWPI-Pr\u00e4sident Carl Christian von Weizs\u00e4cker verwies auf die kontinuierlich zunehmende Notwendigkeit, Materialkreisl\u00e4ufe zu etablieren, die ein Recycling auf der gleichen Stufe der Wertsch\u00f6pfungskette erm\u00f6glichen. &#8220;Wir haben es \u00fcber Jahre hinweg hingenommen, dass hochwertige Produkte zu minderwertigen downgecycelt werden. Damit muss nun Schluss sein&#8221;, so von Weizs\u00e4cker. Als aktuelles Vorhaben nannte der BWPI-Pr\u00e4sident die im Bundestag zurzeit anstehende Novelle der Verpackungsverordnung. Hier, so von Weizs\u00e4cker, bestehe die &#8220;gro\u00dfe Chance, f\u00fcr recyclingf\u00e4hige, innovative Kunststoffe einen geschlossenen Materialkreislauf zuzulassen&#8221;.<\/p>\n<p><b>Gutachten empfiehlt Innovationsf\u00f6rderung bei Materialien und Logistik<\/b><br \/>Dabei verwies von Weizs\u00e4cker auf ein Gutachten von Prof. Dr. Thomas Straubhaar vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (<a href=\"http:\/\/www.hwwi.org\/\" >HWWI<\/a>) vom Fr\u00fchjahr dieses Jahres. Dieses Gutachten empfiehlt, in der Verpackungsverordnung Innovationen vor allem in zwei Bereichen zu f\u00f6rdern: erstens bei ressourcenschonenden (Verpackungs-) Materialien und zweitens auf den verschiedenen Stufen der (Abfall-) Logistik.<\/p>\n<p><b>Preisg\u00fcnstigere Entsorgung soll m\u00f6glich werden<\/b><br \/>Erheblichen Nutzen sieht von Weizs\u00e4cker auch f\u00fcr den Verbraucher in Deutschland. Denn Tatsache sei, dass bislang die Verpackungsentsorgung in Deutschland im europ\u00e4ischen Vergleich bei weitem am teuersten sei, obwohl in allen EU-Staaten die gleiche europ\u00e4ische Verpackungsrichtlinie zugrunde liege: W\u00e4hrend jeder Franzose nur 6,70 \u20ac pro Jahr f\u00fcr die Entsorgung gebrauchter Verpackungen zu zahlen hat, muss ein deutscher Verbraucher rund 19,50 \u20ac bezahlen. &#8220;Hier sind erhebliche finanzielle Entlastungen in Sicht&#8221;, ist von Weizs\u00e4cker \u00fcberzeugt. Um dies zu erreichen, fordert er substanziellen Wettbewerb bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen und die Verbesserung der Marktzugangschancen f\u00fcr innovative Materialien.<\/p>\n<p><i><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070919-05\/20070914_PM_BWPI_Parlamentarischer_Abend.pdf\" >Pressemitteilung als PDF-Dokument<\/a><\/i><\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.bwpi.de\/\" >Bundesverband Wettbewerb, Produktverantwortung und Innovation (BWPI)<\/a><br \/>Thomas Knollmann<br \/>Gesch\u00e4ftsstelle<br \/>Alt-Stralau 19<br \/>10245 Berlin<br \/>Tel.: 030-29 00 71 32<br \/>Fax: 030-216 20 36<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tknollmann@bwpi.de\">tknollmann@bwpi.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-buchbesprechung-zahlen-daten-fakten-berblick-ber-die-recycling-und-entsorgungsbranche\/\" >2006-08-28<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Verantwortungsvoller und nachhaltiger Klimaschutz kann nur dann wirkungsvoll sein, wenn die politischen Rahmenbedingungen Materialkreisl&auml;ufe erm&ouml;glichen und neuen, recyclingf&auml;higen Materialien einen Marktzugang er&ouml;ffnen. 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