{"id":10280,"date":"2007-07-17T00:00:00","date_gmt":"2007-07-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070717-03n"},"modified":"2007-07-17T00:00:00","modified_gmt":"2007-07-16T22:00:00","slug":"niedersachsen-biogas-mit-bedacht-erzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/niedersachsen-biogas-mit-bedacht-erzeugen\/","title":{"rendered":"Niedersachsen: Biogas mit Bedacht erzeugen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die <a href=\"http:\/\/www.lwk-niedersachsen.de\/\" >Landwirtschaftskammer Niedersachsen<\/a> geht in einer Stellungnahme auf die Chancen und Risiken landwirtschaftlicher Biogaserzeugung hin. Probleme durch die zunehmende Biogaserzeugung werden ebenso aufgezeigt wie m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze. Als Beratungsanbieter f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe betont die Kammer die Notwendigkeit einer sorgf\u00e4ltigen Plaung und der betriebsindividuellen Abw\u00e4gung der Vor- und Nachteilen.<\/b><\/p>\n<p>Im Jahre 2004 wurde mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) u. a. festgelegt, dass Strom aus Biogasanlagen in den n\u00e4chsten 20 Jahren mit bis zu 21,5 Cent pro Kilowattstunde verg\u00fctet wird. Hintergrund f\u00fcr diese Entscheidung war der politische Wille, die Energieversorgung in Deutschland auf eine breitere Basis zu stellen, den Anteil erneuerbarer Energien am Prim\u00e4renergieverbrauch zu erh\u00f6hen und den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df durch die Verstromung von Heiz\u00f6l, Erdgas und Kohle zu reduzieren.<\/p>\n<p>Durch die Regelungen im EEG und die damit verbundene F\u00f6rderung k\u00f6nnen Biogasanlagen unter bestimmten Voraussetzungen wirtschaftlich betrieben werden. Das haben eine Reihe von Landwirten erkannt und in diesen Bereich investiert. Als Vorteil f\u00fcr die Landwirtschaft insgesamt wird dabei gesehen, dass sich hier neben der Pflanzenproduktion und der Tierhaltung ein neues Standbein zur Einkommenssicherung der Betriebe ergeben hat. Mit zunehmender Anzahl an Biogasanlagen sind aber auch die Nachteile dieser Art der Stromerzeugung deutlich geworden. Aus landwirtschaftlicher Sicht gilt es deshalb, die Vor- und Nachteile, d. h. die Chancen und die Risiken von Biogasanlagen sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen.<\/p>\n<p>Bei der Beurteilung der Vor- und Nachteile von Biogasanlagen sind zwei Anlagentypen zu unterscheiden. Sogenannte Nawaro-Anlagen werden mit nachwachsenden Rohstoffen und\/oder wirtschaftseigenen D\u00fcngern wie G\u00fclle, Stallmist oder Trockenkot betrieben. Als nachwachsender Rohstoff kommt in erster Linie Mais zum Einsatz, weil dieser wirtschaftlich am interessantesten ist. Im Prinzip k\u00f6nnten hier aber auch alle anderen Pflanzenarten vergoren werden. In Nawaro-Anlagen d\u00fcrfen allerdings keine Abf\u00e4lle oder R\u00fcckst\u00e4nde z. B. aus der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Das ist bei dem zweiten Anlagentyp, den sogenannten Koferment-Anlagen m\u00f6glich. F\u00fcr jedes hier eingesetzte Substrat ist eine Genehmigung erforderlich und das Substrat muss der Hygiene-, der Bioabfall- und der D\u00fcngemittelverordnung entsprechend eingesetzt werden.<\/p>\n<p><b>Chancen und Risiken abw\u00e4gen<\/b><br \/>Kosteng\u00fcnstig errichtet, an gut geeigneten Standorten angesiedelt, nach gesicherten Erkenntnissen konzipiert und optimal betrieben, weisen Biogasanlagen eine hohe Wirtschaftlichkeit auf. Aber nicht f\u00fcr alle Biogasanlagen gelten nur g\u00fcnstige Voraussetzungen. Es mehren sich deshalb die F\u00e4lle, in denen Anlagenbetreiber in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Durch die Beratung im Vorfeld der Investitionsentscheidung und durch die begleitende Beratung zur Optimierung des Anlagenbetriebes leistet die Landwirtschaftskammer ihren Beitrag, um die Anlagenbetreiber vor Fehlentscheidungen und damit finanziellen Problemen zu bewahren. Das bedeutet, dass die Landwirtschaftskammer im Einzelfall bei g\u00fcnstigen Voraussetzungen zum Bau einer Anlage r\u00e4t und bei ung\u00fcnstigen Voraussetzungen davon abr\u00e4t.<\/p>\n<p>Wenn sich Landwirte zum Bau einer Biogasanlage entschlossen haben, hilft die Landwirtschaftskammer bei der L\u00f6sung von genehmigungsrechtlichen, baulichen, technischen, g\u00e4rbiologischen, hygienischen, organisatorischen, pflanzenbaulichen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Die Beratung von Biogasbetrieben z\u00e4hlt genauso zur Aufgabe der Landwirtschaftskammer wie die Betreuung aller anderen landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe. Nicht zu den Aufgaben der Landwirtschaftskammer als Fachbeh\u00f6rde z\u00e4hlt dagegen die politische Auseinandersetzung um die vom EEG vorgegebenen Rahmenbedingungen. Hierf\u00fcr sind andere Organisationen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><b>Umweltbelastungen vermeiden<\/b><br \/>Kritik an Biogasanlagen zielt weniger auf die wirtschaftlichen Aspekte, sondern richtet sich viel mehr gegen direkte und indirekte Auswirkungen, die vom Anlagenbetrieb ausgehen. Vorbehalte in der Bev\u00f6lkerung bestehen dahingehend, dass Biogasanlagen in ihrer Umgebung zu <b>Geruchsbel\u00e4stigungen<\/b> f\u00fchren k\u00f6nnen, dass sie ein h\u00f6heres <b>Verkehrsaufkommen<\/b> und damit mehr <b>L\u00e4rm<\/b> zur Folge haben und dass unter Umst\u00e4nden die <b>st\u00e4dtebauliche Entwicklung<\/b> sowie das <b>Landschaftsbild<\/b> beeintr\u00e4chtigt werden. Der richtigen Standortwahl kommt deshalb eine gro\u00dfe Bedeutung zu. <\/p>\n<p>Die Landwirtschaftskammer kann im Vorfeld durch Beratung, durch Stellungnahmen oder durch Gutachten helfen, Konflikte bei der Standortwahl zu vermeiden. Aber auch zur direkten Verminderung von L\u00e4rm- und Geruchsemissionen wird Hilfestellung angeboten. Geruchsemissionen k\u00f6nnen dabei ein Problem insbesondere bei Koferment-Anlagen darstellen. Bei diesen Anlagen sind auch h\u00f6here hygienische Anforderungen zu stellen. Deshalb m\u00fcssen die hier eingesetzten Kofermente vorher hygenisiert worden sein. Ob es durch Biogasanlagen im Vergleich zur \u00fcblichen G\u00fcllewirtschaft zur einer Erh\u00f6hung oder einer Verringerung der <b>hygienischen Risiken<\/b> kommt ist derzeit nicht abschlie\u00dfend zu beantworten. In der Praxis wurden bislang noch keine F\u00e4lle bekannt, die auf ein erh\u00f6htes Risiko hinweisen.<\/p>\n<p><b>Zunehmender Maisanbau?<\/b><br \/>Als Kritik wird weiterhin angef\u00fchrt, dass durch Biogasanlagen der Maisanbau stark zunimmt. Dadurch wiederum werden negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild, die Artenvielfalt, die Bodenfruchtbarkeit und das Grundwasser bef\u00fcrchtet. Richtig ist, dass unter den Klimabedingungen in Deutschland der Mais derzeit die Pflanze ist, die zum h\u00f6chsten Methanertrag pro ha Anbaufl\u00e4che f\u00fchrt. Es l\u00e4sst sich deshalb aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehen, dass in NawaRo-Anlagen vorwiegend Mais als Energietr\u00e4ger eingesetzt wird. In den typischen Ackerbau- und Gr\u00fcnlandregionen Niedersachsens, d. h. in Regionen mit bislang geringem Maisanbau, bereitet die Ausweitung der Anbaufl\u00e4che fachlich kaum Probleme. Gering sind die Auswirkungen auch dort, wo die Rindviehhaltung zugunsten der Biogasproduktion eingeschr\u00e4nkt wird. Wo allerdings bislang schon viel Mais angebaut wurde und keine Einschr\u00e4nkung der Tierhaltung erfolgt, kann eine weitere Ausdehnung der Maisanbaufl\u00e4che auch kritisch gesehen werden. Das gilt sowohl in Hinblick auf die Verbreitung von Maissch\u00e4dlingen wie Maisz\u00fcnsler und Maiswurzelbohrer als auch auf die Ausbreitung schwer bek\u00e4mpfbarer Unkr\u00e4uter.<\/p>\n<p>Bei der Beurteilung des Maisanbaus ist zu bedenken, dass bei Einhaltung der Grunds\u00e4tze zur ordnungsgem\u00e4\u00dfen Landwirtschaft keine Beeintr\u00e4chtigung der Bodenfruchtbarkeit oder des Grundwassers zu bef\u00fcrchten ist. Bleiben als m\u00f6gliche Nachteile die Auswirkungen auf das Landschaftsbild und auf die Artenvielfalt. Bef\u00fcrchtungen zum Landschaftsbild, das spezieller Energiemais mit Wuchsh\u00f6hen von \u00fcber vier Meter die Situation hier zus\u00e4tzlich verschlimmert, werden allerdings nicht geteilt. Da f\u00fcr Biogasanlagen eine hohe Energiedichte im Mais angestrebt wird und diese im Maiskolben am h\u00f6chsten ist, geht es zuk\u00fcnftig eher darum, hier Sorten mit hohem Kolbenanteil einzusetzen. Das tr\u00e4gt au\u00dferdem dazu bei, die Transport- und Lagerkosten zu verringern. Alternativen zum Mais als Energielieferant werden derzeit u.a. von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen \u00fcberpr\u00fcft. Dabei gilt es Fruchtfolgen zu entwickeln, die insgesamt hohe Energiemengen liefern.<\/p>\n<p><b>Konkurrenz zur Tierhaltung richtig einsch\u00e4tzen<\/b><br \/>Eine heute vielfach betriebene Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 500 kW ben\u00f6tigt j\u00e4hrlich Pflanzenmaterial von etwa 200 ha Fl\u00e4che. Im Umfeld solcher Anlagen ist von einem Anstieg der <b>Pachtpreise<\/b> auszugehen. Dadurch k\u00f6nnen andere landwirtschaftliche Betriebe erheblich betroffen sein, weil die h\u00f6heren Pachtpreise ihre Produktion verteuert. Ob tats\u00e4chlich Nachteile auftreten, h\u00e4ngt davon ab, wie hoch der Pachtfl\u00e4chenanteil in den Betrieben ist, ob Stilllegungsfl\u00e4chen f\u00fcr den Energiepflanzenanbau genutzt werden k\u00f6nnen und ob diese Betriebe nicht letztlich auch von anderen Auswirkungen der Biogastechnologie profitieren k\u00f6nnen. Positiv kann f\u00fcr Ackerbaubetriebe z. B. die Angebotsverknappung mit einhergehender Preissteigerung anderer Feldkulturen sein, wie sie beim Getreide zu beobachten ist.<\/p>\n<p>Insgesamt ist festzustellen, das nicht nur aufgrund des Biogasbooms, sondern auch wegen der Ausdehnung des Anbaus anderer Energiepflanzen (Raps), wegen engerer Grenzen f\u00fcr die N\u00e4hrstoffaufbringung und regional auch wegen der Ausweitung der Tierhaltung die Fl\u00e4chen knapper und damit auch teurer werden. Diese Situation ist aber nicht neu, denn Betriebe mit Sonderkulturen oder starker Tierhaltung konnten in der Vergangenheit auch h\u00f6here Pachtpreise zahlen als z.B. Betriebe mit reinem Getreideanbau. Ob die Biogasbetriebe mit langfristig festgelegten Verg\u00fctungss\u00e4tzen auf Dauer h\u00f6here Pachtpreise zahlen k\u00f6nnen als Betriebe mit vom Markt bestimmten Erl\u00f6sen aus der Tierhaltung, erscheint fraglich.<\/p>\n<p>In Regionen mit intensiver Tierhaltung wird als Argument gegen Biogasanlagen h\u00e4ufig die geringere <b>Wertsch\u00f6pfung<\/b> angef\u00fchrt. Gemeint ist damit, dass bezogen auf die Fl\u00e4che durch die Tierhaltung mehr Arbeitspl\u00e4tze geschaffen und entlohnt werden k\u00f6nnen als durch Biogas und dass in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Tierhaltung eine zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung geschieht, die es so ausgepr\u00e4gt bei Biogas nicht gibt. Das ist richtig und kann zuk\u00fcnftig f\u00fcr eine Veredlungsregion wie S\u00fcdoldenburg-Emsland nachteilig sein. Weil aber landesweit f\u00fcr die Biogasproduktion auch Stilllegungsfl\u00e4chen genutzt werden, weil Biogasanlagen auch in Ackerbau- und Gr\u00fcnlandregionen verst\u00e4rkt Einzug gehalten haben und weil durch diese Anlagen selbst und bei den Anlagenherstellern neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen wurden, ist die Wertsch\u00f6pfung durch Biogas in Niedersachsen insgesamt gestiegen und nicht gesunken. Dass die Biogasproduktion bislang nicht zu einer Verdr\u00e4ngung der Veredlung gef\u00fchrt hat, zeigt auch die Tatsache, dass landesweit weder die Milch- noch die Fleischproduktion r\u00fcckl\u00e4ufig sind. Gerade in der Veredlungsregion ist in j\u00fcngster Zeit sogar eine Ausweitung der Fleischproduktion zu beobachten.<\/p>\n<p><b>G\u00e4rreste gezielt einsetzen<\/b><br \/>Kontrovers wird auch die Verwertung der G\u00e4rreste aus Biogasanlagen diskutiert. Dort, wo diese n\u00e4hrstoffreichen G\u00e4rreste wieder auf die Fl\u00e4chen ausgebracht werden, von denen die in der Biogasanlage eingesetzten Pflanzen stammen und wo nur betriebseigene Wirtschaftsd\u00fcnger eingesetzt werden, ist der innerbetriebliche N\u00e4hrstoffkreislauf geschlossen. In Veredlungsregionen kann allerdings der Importdruck f\u00fcr Futtermittel erh\u00f6ht werden. Wenn aber bei Koferment-Anlagen zus\u00e4tzlich N\u00e4hrstoffe mit den zugekauften Substraten eingebracht werden, kann es &#8211; wie auch in fl\u00e4chenarmen Tierhaltungsbetrieben mit Futterzukauf &#8211; zu N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcssen kommen. Die \u00fcbersch\u00fcssigen N\u00e4hrstoffe, die nicht mehr zur D\u00fcngung der Betriebsfl\u00e4chen ben\u00f6tigt werden, m\u00fcssen in beiden F\u00e4llen zu Betrieben mit N\u00e4hrstoffbedarf exportiert werden. Das verursacht zus\u00e4tzliche Transportkosten und es kann zu einer Konkurrenz zwischen Biogas- und Tierhaltungsbetrieben um Fl\u00e4chen mit D\u00fcngebedarf kommen. Die Landwirtschaftskammer tr\u00e4gt auch hier dazu bei, dass die N\u00e4hrstoffabgabe an Bedarfsbetriebe ordnungsgem\u00e4\u00df erfolgt und dass in den Bedarfsbetrieben die zugef\u00fchrten N\u00e4hrstoffe m\u00f6glichst effektiv genutzt werden.<\/p>\n<p>Die G\u00e4rreste aus Biogasanlagen lassen sich genauso gut wie G\u00fclle zur D\u00fcngung einsetzen. In der Regel verursachen sie weniger Geruchsemissionen, f\u00fchren aber zu h\u00f6heren gasf\u00f6rmigen Stickstoffverlusten, wenn die Lagerbeh\u00e4lter nicht abgedeckt sind und keine emissionsmindernden Ausbringtechniken eingesetzt werden. G\u00e4rreste k\u00f6nnen, wie auch G\u00fclle, selbst in Wasserschutzgebieten ohne nachteilige Beeinflussung des Grundwassers eingesetzt werden, wenn die Grunds\u00e4tze der ordnungsgem\u00e4\u00dfen D\u00fcngung und die dort geltenden Sonderregelungen Beachtung finden. (Zur Verwertung von G\u00e4rresten siehe auch Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sachgerechte-verwertung-von-gaerresten-aus-der-biogaserzeugung\/\" >2007-04-27<\/a>.)<\/p>\n<p><b>Abschlie\u00dfende Bemerkungen<\/b><br \/>Landesweit betrachtet stellen Biogasanlagen eine durchaus interessante Alternative f\u00fcr die Landwirtschaft dar. In einzelnen Regionen oder auf einzelnen Standorten k\u00f6nnen diese Anlagen aber erhebliche Probleme bereiten. Eine generelle Position der Landwirtschaftskammer Niedersachsen f\u00fcr oder gegen Biogasanlagen kann es deshalb nicht geben. F\u00fcr die Landwirtschaftskammer ist bei der Beurteilung dieser Anlagen die im Einzelfall vorhandene Situation entscheidend. Der Kammerberatung kommt dann die Aufgabe zu, die Rahmenbedingungen f\u00fcr den einzelnen Betrieb und die Situation vor Ort zu erfassen, die Wirtschaftlichkeit der Anlage sachgerecht einzusch\u00e4tzen, die Auswirkung auf das Umfeld zu gewichten und daraus eine dem langfristigen Interesse des Betriebes gerecht werdende, neutrale Beratungsempfehlung abzugeben.<\/p>\n<p>Aufgabe der Landwirtschaftskammer ist es aber auch, die Landwirte beim Betrieb der Biogasanlage und den damit verbundenen Problemen nicht allein zu lassen und bei Konflikten zwischen Biogasbetreibern, Pflanzenbauern, Tierhaltern und Wohnbev\u00f6lkerung mit sachgerechten Argumenten vermittelnd zu wirken. Dazu hat die Landwirtschaftskammer einen detaillierten Leitfaden herausgegeben (siehe Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/leitfaden-landwirtschaftliche-biogaserzeugung\/\" >2006-03-03<\/a>). Bei all den \u00dcberlegungen zum Biogas sollte dar\u00fcber hinaus nicht vergessen werden, dass es derzeit f\u00fcr Landwirte auch noch andere interessante Alternativen sowohl im Energiebereich als auch im Pflanzenbau und in der Tierhaltung gibt.<\/p>\n<p><i>Eine Brosch\u00fcre &#8220;Stand und Perspektiven der Biogasnutzung in Niedersachsen&#8221; des Biogasforums am <a href=\"http:\/\/www.ml.niedersachsen.de\/\" >Nieders\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum, Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz<\/a> steht <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070717-03\/070-biogas_in_NDS.pdf\" >hier<\/a> (PDF-Dokument, 3,5 MB) zum Herunterladen bereit.<\/i><\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.lwk-niedersachsen.de\/\" >Landwirtschaftskammer Niedersachsen<\/a><br \/>Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky, Leiter Fachbereich Landtechnik, Bauwesen<br \/>Tel.: 0441-801-320<br \/>Fax: 0441-801-319<br \/><a href=\"http:\/\/www.lwk-niedersachsen.de\/index.cfm\/action\/contact\/doc\/8697~1.html\" >E-Mail<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/niedersachsen-zunehmende-flaechenkonkurrenz-durch-bioenergieproduktion\/\" >2007-02-21<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mais-fuer-biogasanlagen\/\" >2007-01-05<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/niedersachsen-biogaserzeugung-wird-etablierter-betriebszweig\/\" >2006-11-02<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen geht in einer Stellungnahme auf die Chancen und Risiken landwirtschaftlicher Biogaserzeugung hin. 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