{"id":102651,"date":"2022-01-10T07:35:00","date_gmt":"2022-01-10T06:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=102651"},"modified":"2022-01-08T12:26:19","modified_gmt":"2022-01-08T11:26:19","slug":"palmolalternative-aus-dem-labor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/palmolalternative-aus-dem-labor\/","title":{"rendered":"Palm\u00f6lalternative aus dem Labor"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/intranet.tuhh.de\/imgpm\/20211221colipi_team_thea_brandauer_mid.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"280\" height=\"171\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/20211221colipi_team_thea_brandauer_rs.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-102673\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/20211221colipi_team_thea_brandauer_rs.jpeg 280w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/20211221colipi_team_thea_brandauer_rs-150x92.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><figcaption>Die Gr\u00fcnder Jonas Heuer, Max Webers, Philipp Arbter und Tyll Utesch. Foto: Thea Brandauer<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Palm\u00f6l ist ein echter Klimakiller. Etwa 19 Millionen Hektar Regenwald wurden daf\u00fcr bereits rund um den \u00c4quator gerodet. Dabei wird nicht nur eine gro\u00dfe Menge CO2 freigesetzt, sondern auch wichtiger Lebensraum bedrohter Tierarten zerst\u00f6rt. Da das Pflanzen\u00f6l aber nicht nur in Brennstoff, sondern laut World Wide Fund For Nature (WWF) auch in jedem zweiten Produkt aus dem Supermarkt steckt, importiert Europa trotzdem jedes Jahr bis zu sieben Millionen Tonnen Palm\u00f6l. Dazu entwickelt das Start-up COLIPI nun eine nachhaltige Alternative, die zus\u00e4tzlich CO2-neutral ist: die Herstellung von \u00d6len mithilfe von Hefen. Mit ihrer Technik wollen die Gr\u00fcnder Max Webers, Philipp Arbter, Jonas Heuer und Tyll Utesch vom Institute of Bioprocess and Biosystems Engineering der Technischen Universit\u00e4t Hamburg die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie nachhaltig revolutionieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fermentation \u2013 Wenn Hefe Fett produziert<\/h3>\n\n\n\n<p>Das nachhaltige \u00d6l wird durch Fermentation hergestellt. COLIPI nutzt daf\u00fcr Hefen, die Zucker aus industriellen und landwirtschaftlichen Abfallprodukten, wie Melasse oder andere Biomassen, verwerten und dadurch ihren Stoffwechsel am Laufen halten. Nachdem insbesondere Stickstoff und Phosphate verbraucht sind, stoppt das Wachstum und mit dem verbleibenden \u00dcberangebot an Kohlenstoff werden Lipide gebildet. Diese Lipide lassen sich anschlie\u00dfend isolieren und sind, je nach Hefeart, vielen pflanzlichen \u00d6len sehr \u00e4hnlich. Normalerweise entsteht bei der Fermentation CO2. Doch auch hier hat das Team eine klimaschonende L\u00f6sung gefunden: \u201eWir entwickeln eine weltweit einzigartige Technologie, die den gesamten Produktionsprozess CO2-neutral macht. Die lassen wir uns gerade patentieren\u201c, sagt Philipp Arbter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mehr Nachhaltigkeit in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem \u201egr\u00fcnen\u201c \u00d6l k\u00f6nnen Palm\u00f6l oder Kakaobutter nachempfunden, aber auch ganz neue \u00d6le ohne nat\u00fcrliches Vorbild entwickelt werden. \u201eDie Vielf\u00e4ltigkeit der \u00d6le spiegelt sich auch in ihrer Anwendung in Cremes, Seifen oder Schokoladen wider. Also \u00fcberall dort, wo auch heute pflanzliche \u00d6le genutzt werden\u201d, so der Projektleiter von COLIPI, Max Webers.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geld aus dem EXIST-F\u00f6rderprogramm steckt das Start-up in die Ausweitung der \u00d6l-Produktion vom Laborma\u00dfstab hin zur industriellen Produktion. So sei die Nachfrage nach dem \u00d6l in kommerziellen Produkten bereits gro\u00df, denn das Bewusstsein f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit w\u00e4chst. \u201eProdukte, die auf CO2-neutralen \u00d6len basieren, bringen Unternehmen der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie einen klaren Marktvorteil, da m\u00f6chte niemand zu sp\u00e4t auf den Zug aufspringen\u201d, betont Max Webers. Erste Produkte mit dem \u00d6l von COLIPI werden voraussichtlich in zwei Jahren auf dem Markt zu finden sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Palm\u00f6l ist ein echter Klimakiller. Etwa 19 Millionen Hektar Regenwald wurden daf\u00fcr bereits rund um den \u00c4quator gerodet. Dabei wird nicht nur eine gro\u00dfe Menge CO2 freigesetzt, sondern auch wichtiger Lebensraum bedrohter Tierarten zerst\u00f6rt. 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