{"id":102580,"date":"2022-01-07T07:37:00","date_gmt":"2022-01-07T06:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=102580"},"modified":"2022-01-04T14:50:36","modified_gmt":"2022-01-04T13:50:36","slug":"neuer-polyproblem-report-der-rochling-stiftung-und-wider-sense-strafsache-strohhalm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neuer-polyproblem-report-der-rochling-stiftung-und-wider-sense-strafsache-strohhalm\/","title":{"rendered":"Neuer POLYPROBLEM-Report der R\u00f6chling Stiftung und Wider Sense: Strafsache Strohhalm"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.roechling-stiftung.de\/download\/1850\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Bildschirmfoto-2022-01-04-um-14.45.15.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-102617\" width=\"272\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Bildschirmfoto-2022-01-04-um-14.45.15.png 544w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Bildschirmfoto-2022-01-04-um-14.45.15-215x300.png 215w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Bildschirmfoto-2022-01-04-um-14.45.15-108x150.png 108w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/01\/Bildschirmfoto-2022-01-04-um-14.45.15-194x270.png 194w\" sizes=\"auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Verbote von Einweg-Plastikartikeln wie Plastikt\u00fcten und Strohhalmen f\u00fchren sowohl zu einem sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang der Verm\u00fcllung von Stra\u00dfen und Str\u00e4nden als auch zu einer intensiveren \u00f6ffentlichen Diskussion \u00fcber nachhaltigen Konsum. Die Gesamtmenge an Kunststoffabf\u00e4llen l\u00e4sst sich mit so genannten \u201ePlastikverboten\u201c hingegen nicht signifikant verringern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Ergebnis gelangt der aktuelle <a href=\"https:\/\/www.roechling-stiftung.de\/download\/1850\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">POLYPROBLEM-Report<\/a> der gemeinn\u00fctzigen R\u00f6chling Stiftung und des Beratungshauses Wider Sense in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Energie, Umwelt. Unter dem Titel \u201eStrafsache Strohhalm\u201c hat das Autorenteam die Wirkung staatlicher Verbote von Einweg-Plastikprodukten unter die Lupe genommen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eOb Verbote bestimmter Produkte und ihres Gebrauchs zur Bew\u00e4ltigung globaler \u00f6kologischer Krisen geeignet sind, ist eine umstrittene Grundsatzfrage. Wir wollten wissen, ob die Effekte \u00fcber eine symbolische Wirkung hinausgehen\u201c, umrei\u00dft <strong>Uwe Amrhein<\/strong>, Stiftungsmanager der R\u00f6chling Stiftung die Zielsetzung.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Autorenteam hat dazu auf drei Kontinenten recherchiert \u2013 in Kenia, Kalifornien und Deutschland \u2013 und aus Gespr\u00e4chen mit Expertinnen und Experten Fallstudien erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbote bestimmter Einweg-Plastikartikel gibt es seit vielen Jahren in den meisten L\u00e4ndern der Erde. Sie sind allerdings so verschieden ausgestaltet und auf unterschiedliche Produkte bezogen, dass sie bisher nicht zum globalen Aus f\u00fcr einen bestimmten Artikel gef\u00fchrt haben. Den j\u00fcngsten Zahlen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zufolge haben 83 Staaten die kostenlose Ausgabe von Plastikt\u00fcten generell verboten. Weitere 61 L\u00e4nder haben Produktions- und Einfuhrverbote eingerichtet. 27 L\u00e4nder erheben Steuern auf die Produktion, und in 30 gibt es Aufpreise f\u00fcr Konsumenten. Trotzdem gibt es die T\u00fcte noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine verbesserte internationale Abstimmung bei staatlichen Eingriffen in den Markt lautet daher eine Experten-Empfehlung aus Kenia.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Problem, das sich besonders beim Blick auf Deutschland zeigte: Ein Verbot von Einweg-Plastik f\u00fchrt noch lange nicht zu einer St\u00e4rkung von Mehrweg-Systemen, wie Verbraucher- und Umweltschutzverb\u00e4nde in der Studie bem\u00e4ngeln. Ein Ausweichen auf Einwegprodukte aus anderen Materialen sei h\u00e4ufig zu beobachten, aber meist keine \u00f6kologisch sinnvolle L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb ist die Einbindung so genannter Plastikverbote in eine Gesamtstrategie die wohl wichtigste Handlungsempfehlung des neuen POLYPROBLEM-Reports.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWenn Plastikverbote zu sauberen Str\u00e4nden und weniger Verm\u00fcllung der Meere f\u00fchren sollen, dann braucht es auch f\u00fcr die anderen Einleitungspfade klare Vorstellungen, wie man diese adressieren will. Wenn damit andere, vielleicht noch relevantere Ziele wie der Klima- und Ressourcenschutz unterst\u00fctzt werden sollen, braucht es auch hier klare Vorstellungen, welche Rolle Kunststoff in einer zuk\u00fcnftig klimaneutralen und ressourcenleichten Kreislaufwirtschaft spielen soll\u201c, schreibt Dr. Henning Wilts, Kreislaufwirtschaftsexperte des Wuppertal Instituts in seiner Zusammenfassung.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was indes in allen betrachteten Regionen zu beobachten war, ist eine Zustimmung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu den restriktiven Ma\u00dfnahmen und eine sp\u00fcrbare Belebung der Diskussion \u00fcber nachhaltigen Konsum.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls eindeutig nachweisbar sei der tats\u00e4chliche, enorme R\u00fcckgang der konkret verbotenen Produkte in den jeweiligen Regionen. Ihr geringer Gewichts- und Volumenanteil f\u00fchrt allerdings nicht zu einer deutlichen Verringerung der Gesamtmenge des Plastikm\u00fclls.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hier geht es direkt zum <a href=\"https:\/\/www.roechling-stiftung.de\/download\/1850\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Download des aktuellen POLYPROBLEM-Reports<\/a>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Titel POLYPROBLEM fassen die gemeinn\u00fctzige R\u00f6chling Stiftung und Wider Sense verschiedene Informations- und Vernetzungsangebote zusammen, die zu einer besseren Zusammenarbeit bei der L\u00f6sung dieser globalen Herausforderung beitragen sollen. Dazu z\u00e4hlen Studien, Webinare, Workshops und Exkursionen. Alle Angebote sind \u00fcber die Website <a href=\"http:\/\/www.polyproblem.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.polyproblem.org<\/a> erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbote von Einweg-Plastikartikeln wie Plastikt\u00fcten und Strohhalmen f\u00fchren sowohl zu einem sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang der Verm\u00fcllung von Stra\u00dfen und Str\u00e4nden als auch zu einer intensiveren \u00f6ffentlichen Diskussion \u00fcber nachhaltigen Konsum. Die Gesamtmenge an Kunststoffabf\u00e4llen l\u00e4sst sich mit so genannten \u201ePlastikverboten\u201c hingegen nicht signifikant verringern. 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