{"id":102168,"date":"2022-01-04T07:26:00","date_gmt":"2022-01-04T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=102168"},"modified":"2021-12-15T12:37:55","modified_gmt":"2021-12-15T11:37:55","slug":"reprasentative-umfrage-belegt-verbraucherinnen-und-verbraucher-gehen-falschen-umweltversprechungen-zu-sogenanntem-bioplastik-auf-den-leim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/reprasentative-umfrage-belegt-verbraucherinnen-und-verbraucher-gehen-falschen-umweltversprechungen-zu-sogenanntem-bioplastik-auf-den-leim\/","title":{"rendered":"Repr\u00e4sentative Umfrage belegt: Verbraucherinnen und Verbraucher gehen falschen Umweltversprechungen zu sogenanntem Bioplastik auf den Leim"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher halten sogenanntes Bioplastik f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr umweltfreundlicher als herk\u00f6mmliches Plastik<\/strong><\/li><li><strong>Deutsche Umwelthilfe kl\u00e4rt mit Faktencheck und Initiative &#8220;Bioplastik bleibt Plastik&#8221; \u00fcber Umweltauswirkungen von sogenanntem Biokunststoff auf<\/strong><\/li><li><strong>Sogenanntes Bioplastik ist keine L\u00f6sung f\u00fcr das Verpackungsm\u00fcllproblem: H\u00e4ndler und Hersteller m\u00fcssen auf Abfallvermeidung und ressourcenschonende Mehrwegsysteme umstellen<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-102172\" width=\"475\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12.jpg 1200w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/12\/csm_DSC_0677_edit_Rob_82656e5c12-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px\" \/><figcaption>\u00a9 Finke \/ DUH<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>H\u00e4ndler und Hersteller von Produkten aus sogenanntem Bioplastik versuchen durch Aufdrucke wie &#8220;kompostierbar&#8221;, &#8220;biologisch abbaubar&#8221; oder &#8220;aus nachwachsenden Rohstoffen&#8221; gezielt, Verbraucherinnen und Verbraucher in die Irre zu f\u00fchren &#8211; leider oftmals mit Erfolg. Laut einer repr\u00e4sentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) halten \u00fcber drei Viertel der Bev\u00f6lkerung Verpackungen aus sogenanntem Bioplastik, mit Aufdrucken wie &#8220;kompostierbar&#8221;, f\u00fcr umweltfreundlicher als solche aus herk\u00f6mmlichem Plastik. Das hat fatale Folgen f\u00fcr Umwelt und Klima: Die H\u00e4lfte der Befragten w\u00fcrden sogenanntes Bioplastik f\u00e4lschlicherweise in der Biotonne entsorgen und rund ein Viertel h\u00e4tte keine Bedenken, es in der Umwelt liegen zu lassen. Die DUH weist mit einem <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Bioplastik\/211202_DUH_Faktencheck_Bioplastik_2021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faktencheck<\/a> auf die fatalen Umweltauswirkungen von sogenanntem Bioplastik hin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Unsere Umfrage belegt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher den Umweltl\u00fcgen der Verpackungsindustrie leider viel zu h\u00e4ufig zum Opfer fallen. Kein Wunder, denn Hersteller und Vertreiber von sogenanntem Bioplastik behaupten oft, ihre Produkte seien CO2-neutral, umweltfreundlich, 100 Prozent abbaubar oder plastikfrei. Doch die Vorsilbe &#8216;Bio&#8217; ist kein Garant f\u00fcr Umweltfreundlichkeit! Tats\u00e4chlich stammen die pflanzlichen Rohstoffe f\u00fcr sogenanntes Bioplastik oft aus konventioneller Landwirtschaft. F\u00fcr ihren Anbau kommen h\u00e4ufig gro\u00dfe Mengen Pestizide und synthetische D\u00fcngemittel zum Einsatz, die B\u00f6den und Gew\u00e4ssern schaden. Wir sehen nicht tatenlos zu, wie Konzerne versuchen, un\u00f6kologische Wegwerfverpackungen gr\u00fcn zu f\u00e4rben. Mit unserer Kampagne &#8216;Bioplastik bleibt Plastik&#8217; werden wir Greenwashing mit sogenanntem Bioplastik aufdecken und notfalls gerichtlich dagegen vorgehen&#8221;, sagt die Stellvertretende <strong>DUH-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Barbara Metz<\/strong>.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bei gesamt\u00f6kologischer Betrachtung zeigt sogenannter Biokunststoff keinen Vorteil im Vergleich zu fossilem Plastik. Im Gegenteil: Produkte aus sogenanntem Bioplastik bringen neue Umweltprobleme mit sich, beispielsweise mit Blick auf die Entsorgung oder die suggerierte Abbaubarkeit in der Natur.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Die H\u00e4lfte der Befragten w\u00fcrde als kompostierbar deklarierte Verpackungen aus sogenanntem Bioplastik in der Biotonne entsorgen. Das ist jedoch aus gutem Grund verboten: Viele Kompostwerke k\u00f6nnen sogenanntes Bioplastik nicht richtig kompostieren und sortieren es als St\u00f6rstoff aus. Auch auf dem Heimkompost hat sogenanntes Bioplastik nichts zu suchen, denn es kann ihn mit Mikroplastik und Schadstoffen verunreinigen. Die Entsorgung von sogenanntem abbaubarem Bioplastik \u00fcber den gelben Sack ist ebenfalls keine Alternative: Hier werden solche Verpackungen in der Regel nicht recycelt, sondern als Sortierrest verbrannt. Sie k\u00f6nnen das Recycling anderer Kunststoffe sogar beeintr\u00e4chtigen&#8221;, erkl\u00e4rt <strong>Thomas Fischer<\/strong>, DUH-Leiter f\u00fcr Kreislaufwirtschaft.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Die vermeintliche Abbaubarkeit mag zwar unter Laborbedingungen m\u00f6glich sein. Mit den Gegebenheiten in der Natur hat das aber nicht viel zu tun. Hier kann der Abbau Jahre dauern und dabei Lebewesen gef\u00e4hrden. Die skrupellose Bewerbung von sogenannten Biokunststoffen als biologisch abbaubar kann zu noch mehr Plastikm\u00fcll in der Umwelt f\u00fchren und von wirklich umweltfreundlichen Mehrwegl\u00f6sungen ablenken&#8221;, warnt Fischer.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sogenanntes Bioplastik ist &#8211; anders als von rund der H\u00e4lfte der Befragten angenommen &#8211; keine L\u00f6sung f\u00fcr die wachsenden M\u00fcllberge. Denn der Umstieg von herk\u00f6mmlichem Plastik auf Produkte aus sogenanntem Bioplastik spart kein Gramm M\u00fcll. Stattdessen fordert die DUH H\u00e4ndler und Hersteller auf, wirksame Ma\u00dfnahmen zur Abfallvermeidung zu ergreifen und ressourcenschonende Mehrwegsysteme einzuf\u00fchren. Insbesondere Einweg-Getr\u00e4nkebecher, -flaschen, -t\u00fcten oder Kaffeekapseln aus sogenanntem Biokunststoff sind komplett verzichtbar und k\u00f6nnten durch Mehrwegalternativen ersetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h3>\n\n\n\n<p>Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin<br>Tel.: 0170 7686923<br>E-Mail: <a href=\"mailto:metz@duh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">metz@duh.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft<br>Tel.: 030 2400867-43 od. 0151 18256692<br>E-Mail: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:fischer@duh.de\" target=\"_blank\">fischer@duh.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Links<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Mehr \u00fcber <strong>\u201eBioplastik bleibt Plastik\u201c<\/strong>:<strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/bioplastik\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.duh.de\/bioplastik\/<\/a><\/strong><\/li><li><strong>Bioplastik-Quiz der DUH<\/strong>:<strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/bioplastik-quiz\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.duh.de\/bioplastik-quiz\/<\/a><\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Downloads<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Bioplastik\/211202_DUH_Faktencheck_Bioplastik_2021.pdf\" target=\"_blank\">211202_DUH_Faktencheck_Bioplastik_2021.pdf<\/a> 1 MB<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Bioplastik\/211202_DUH_Infopapier_Bioplastik.pdf\" target=\"_blank\">Infopapier Bioplastik<\/a> 1 MB<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Bioplastik\/211118_KANTAR_repr%C3%A4sentative_Umfrage_Bioplastik_im_Auftrag_der_DUH.pdf\" target=\"_blank\">211118_KANTAR_repr\u00e4sentative_Umfrage_Bioplastik.pdf<\/a> 793 KB<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher halten sogenanntes Bioplastik f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr umweltfreundlicher als herk\u00f6mmliches Plastik Deutsche Umwelthilfe kl\u00e4rt mit Faktencheck und Initiative &#8220;Bioplastik bleibt Plastik&#8221; \u00fcber Umweltauswirkungen von sogenanntem Biokunststoff auf Sogenanntes Bioplastik ist keine L\u00f6sung f\u00fcr das Verpackungsm\u00fcllproblem: H\u00e4ndler und Hersteller m\u00fcssen auf Abfallvermeidung und ressourcenschonende Mehrwegsysteme umstellen H\u00e4ndler und Hersteller von Produkten aus [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"H\u00e4ndler und Hersteller von Produkten aus sogenanntem Bioplastik versuchen durch Aufdrucke wie \"kompostierbar\", \"biologisch abbaubar\" oder \"aus nachwachsenden Rohstoffen\" gezielt, Verbraucherinnen und Verbraucher in die Irre zu f\u00fchren","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13082,10763,10608,12875,12344],"supplier":[2464],"class_list":["post-102168","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-bioabbaubarkeit","tag-biokunststoffe","tag-biooekonomie","tag-kompostierbarkeit","tag-verpackungen","supplier-deutsche-umwelthilfe-ev-duh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102168","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102168"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102168\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=102168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102168"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=102168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}