{"id":10207,"date":"2007-06-04T00:00:00","date_gmt":"2007-06-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070604-04n"},"modified":"2007-06-04T00:00:00","modified_gmt":"2007-06-03T22:00:00","slug":"pflanzenoele-nachfrage-treibt-die-preise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pflanzenoele-nachfrage-treibt-die-preise\/","title":{"rendered":"Pflanzen\u00f6le: Nachfrage treibt die Preise"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Aussichten auf eine knappe Pflanzen\u00f6lversorgung st\u00fctzen die \u00d6lsaatenm\u00e4rkte. Preistreibend sind vor allem die Terminnotierungen in \u00dcbersee. Raps\u00f6l spielt momentan nur eine untergeordnete Rolle. Denn hier ist das Angebot \u00fcberreichlich, auch wenn in Rotterdam die Best\u00e4nde langsam wieder zur\u00fcckgehen.<\/b> <\/p>\n<p>Mit dem trockenen Wetter und den m\u00f6glichen ertragsmindernden Aussichten erhielt der tr\u00e4ge Rapsmarkt Anfang Mai neuen Auftrieb. Die Kurse zogen kr\u00e4ftig an, so das wieder zahlreichere Offerten am Markt verzeichnet wurden. Auch \u00d6lm\u00fchlen bewilligten flotter die h\u00f6heren Forderungen, da die Nachprodukte ebenfalls im Preis anzogen. Au\u00dferdem lebte der Kontrakthandel mit dem Auslaufen des Mai-Termins noch einmal kr\u00e4ftig auf. Mit dem einsetzenden Regen war der Spekulation auf eine kleinere Rapsernte 2007 ein Ende gesetzt. Die Niederschl\u00e4ge kamen noch rechtzeitig, um nennenswerte Ertragseinbu\u00dfen zu verhindern. <\/p>\n<p>Nur auf leichten Standorten k\u00f6nnte es unterdurchschnittliche Ergebnisse geben. Die M\u00e4rkte reagierten daraufhin mit nachgiebigen Kursen und das Interesse erlahmte. Mit den kr\u00e4ftig anziehenden US-Sojakursen und den stark ansteigenden Pflanzen\u00f6lpreisen gewannen die Rapspreise jedoch wieder an Schwung. So erreichte der August-Terminkurs an der Matif, Paris, Ende Mai mit 278,25 EUR\/t ein neues Rekordhoch. <\/p>\n<p><b>Weniger US-Soja &#8211; mehr aus S\u00fcdamerika<\/b> <br \/>Am Ende unseres Wirtschaftsjahres gewinnen die US-Notierungen bei ru\u00fcckl\u00e4ufigem Kaufinteresse wieder an Einfluss. Mit der nun absehbar kleineren US-Sojafl\u00e4che sollte eigentlich die Kursrichtung klar sein. Doch die Notierungen reagieren auf jede Wettervorhersage. Ganz aus dem Fokus der amerikanischen Spekulanten scheint die s\u00fcdamerikanische Rekordernte an Sojabohnen gerutscht zu sein. <\/p>\n<p>Immerhin belaufen sich die Ernten in S\u00fcdamerika in diesem Jahr auf gut 110 Mio. t, 10 Mio. t mehr als im Vorjahr. Vernachl\u00e4ssigt werden bei den Spekulationen auch die immensen Sojabest\u00e4nde, die sich in den USA aufgrund der mehrfachen Rekordernten hintereinander aufgebaut haben. So sch\u00e4tzt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) f\u00fcr das Wirtschaftsjahresende im September 2007 einen Bestand von 16,6 Mio. t, 4,2 Mio. t mehr als im Vorjahr. <\/p>\n<p>Weltweit werden sogar knapp 62 Mio. t prognostiziert, 8 Mio. t mehr als 2005\/06. In Chicago reagierte die Terminb\u00f6rse in der 20. Kalenderwoche mit steigenden Sojakursen auf die j\u00fcngste Sch\u00e4tzung der US-Sojabilanz 2007\/08. Die m\u00f6glicherweise 14% kleinere Erntemenge k\u00f6&#776;nnte bei stabiler Verbrauchssch\u00e4tzung Ende 2007\/08 zu einem Abbau der Vorr\u00e4te um die H\u00e4lfte f\u00fchren. Die Sojanotierung erreichte am 25.05.07 mit 812,50 USD\/bushel (umgerechnet 222 EUR\/t) nicht nur einen neuen Jahresh\u00f6chststand, sondern den h\u00f6chsten Stand seit Juli 2004.<\/p>\n<p><b>Palm\u00f6lhausse st\u00fctzt \u00d6lkurse<\/b> <br \/>Zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung kommt von den ebenfalls momentan sehr preisfesten Pflanzen\u00f6lnotierungen und zwar von drei verschiedenen Seiten. Palm\u00f6l, Soja\u00f6l und Sonnenblumen\u00f6l erreichten Mitte Mai nicht nur neue Jahresh\u00f6chstpreise. Palm\u00f6l kam Ende Mai mit umgerechnet 620 EUR\/t cif Rotterdam sogar auf ein 8-Jahreshoch. Angetrieben wird der Markt von den kr\u00e4ftig steigenden Palm\u00f6lkursen in Malaysia. Die Ver\u00f6ffentlichung der dortigen Angebots-\/Nachfragedaten f\u00fcr April 07 gab den Kursen starken Auftrieb. <\/p>\n<p>Denn obwohl die Palm\u00f6lproduktion rund 4 % \u00fcber der M\u00e4rzmenge lag, blieb das Ergebnis von 1,13 Mio. t unter den Erwartungen. Demgegen\u00fcber w\u00e4chst die Nachfrage weiter. In Malaysia wurden im Januar\/April 07 rund 14% mehr f\u00fcr Nahrung und Kraftstoffe verbraucht. Zudem kommt mehr Nachfrage aus dem Ausland, namentlich aus Indien und China. Auch Soja\u00f6l wird fest bewertet, nachdem das USDA die Sch\u00e4tzung der Endbest\u00e4nde 2007\/08 im Vergleich zum Vorjahr um 26% nach unten korrigiert hatte. <\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070604-04\/07-05_Pflanzenolpreisentwicklung_ZMP.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"07-05_Pflanzenolpreisentwicklung_ZMP.jpg\"\/>Zwar wird mit Ausweitung der Produktion um knapp 2% gerechnet. Dies reicht jedoch nicht aus, um die starke Zunahme der Nachfrage zu befriedigen. Vor allem der Biodieselsektor in den USA wird nach amerikanischen Angaben 2007\/08 rund 1,7 Mio. t Soja\u00f6l ben\u00f6tigen, 50% mehr als im Vorjahr. Damit w\u00e4chst der Gesamtverbrauch auf 9,6 Mio. t und \u00fcberstiegt damit wie schon im Vorjahr, aber nun deutlicher, die Produktion. <\/p>\n<p>Die US-Soja\u00f6lkurse erreichten Ende Mai 2007 mit 35,84 US-cent\/lb (588 EUR\/t) ein 23-Jahreshoch. Auch bei uns kletterten die Marktpreise mit 608 EUR\/t fob M\u00fchle auf ein neues Rekordhoch.<\/p>\n<p><b>Knappe Sonnen-Blumenbilanz<\/b> <br \/>Sehr \u00dcberraschend ist die Preissteigerung f\u00fcr Sonnenblumen und -nachprodukte. Die unbefriedigende Ernte in Argentinien mit 3,4 (Vorjahr 3,8) Mio. t und die absehbar kleineren Fl\u00e4chen in der EU-27 und in Osteuropa werden 2007\/08 zu einer knapperen Versorgung f\u00fchren. Auf den ohnehin nur kleinen Nachproduktm\u00e4rkten f\u00fcr Sonnenblumen\u00f6l und -schrot wird daher eine Einschr\u00e4nkung des Angebotes deutlich zu sp\u00fcren sein. Die Preise reagieren auf die absehbar begrenzte Versorgung mit sprunghaftem Anstieg. <\/p>\n<p>Sonnenblumen\u00f6l kostete Ende Mai 645 EUR\/t und \u00fcberschreitet damit erstmals seit September 2005 wieder deutlich den Raps\u00f6lpreis. Raps\u00f6l konnte die Preisrallye aufgrund des unausgeglichenen Marktes &#8211; sehr gro\u00dfes Angebot steht einer anhaltend kleinen Nachfrage vor allem aus der Biodieselbranche gegen\u00fcber &#8211; nur gebremst mitmachen und wurde in der 22. Kalenderwoche mit 620 EUR\/t bewertet. Das waren 21 EUR\/t mehr als in der Vorwoche, aber 10 EUR\/t weniger als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag kann <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070604-04\/ma22.pdf\" >hier<\/a> als PDF-Dokument heruntergeladen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Aussichten auf eine knappe Pflanzen&ouml;lversorgung st&uuml;tzen die &Ouml;lsaatenm&auml;rkte. 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