{"id":10160,"date":"2007-06-21T00:00:00","date_gmt":"2007-06-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070621-09n"},"modified":"2007-06-21T00:00:00","modified_gmt":"2007-06-20T22:00:00","slug":"fnr-getreide-als-brennstoff-zulassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fnr-getreide-als-brennstoff-zulassen\/","title":{"rendered":"FNR: Getreide als Brennstoff zulassen!"},"content":{"rendered":"<p><b>Die beachtlichen Potenziale von Getreide als Brennstoff k\u00f6nnen beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien nicht au\u00dfer Acht gelassen werden. Das forderten die Teilnehmer des von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (<a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >FNR<\/a>) organisierten Fachseminars &#8220;Alternative Biobrennstoffe&#8221; am 21. Juni in Berlin und legten Empfehlungen zur \u00c4nderung der geltenden Genehmigungspraxis vor.<\/b><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Getreide in Biogasanlagen oder zur Herstellung von Bioethanol bereits in gro\u00dfem Stil f\u00fcr die Strom- und Kraftstoffproduktion genutzt wird, f\u00fchrt die W\u00e4rmeerzeugung \u2013 derzeit behindert vor allem durch massive genehmigungsrechtliche Schwierigkeiten &#8211; noch immer ein Schattendasein. Dabei entstehen in Deutschland j\u00e4hrlich allein rund drei Millionen Tonnen an Minderpartien, die f\u00fcr die W\u00e4rmebereitstellung pr\u00e4destiniert sind, weil ihnen die Verwertung in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie verwehrt bleibt.<\/p>\n<p>Moderne Getreidekessel sind jetzt auch im kleinen Leistungsbereich in der Lage, Getreide ohne technische Probleme zu verbrennen. Dank intensiver Entwicklungsarbeiten in den vergangenen Jahren halten sie die heutigen Emissionsgrenzwerte gem\u00e4\u00df 1. Bundesimmissionschutzverordnung (1. BImSchV) auch ohne aufw\u00e4ndige Abgasnachbehandlung ein.<\/p>\n<p>Mit diesem am 21. Juni in Berlin vorgestellten Ergebnis schlossen die umfangreichen Untersuchungen zur Genehmigungsf\u00e4higkeit von Getreidekesseln ab, die vom Bundeslandwirtschaftsministerium (<a href=\"http:\/\/www.bmelv.de\/\" >BMELV<\/a>) in den letzten drei Jahren mit zehn Projekten und etwa zwei Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln unterst\u00fctzt worden waren. Auf dem Fachseminar ebenfalls pr\u00e4sentiert wurden neue, spezielle Systeme zur Abgasnachbehandlung, die den spezifischen Anforderungen des Heizens mit Getreide in unteren Leistungsbereichen gerecht werden.<\/p>\n<p>Auf dem Fachseminar wurde aber auch deutlich, dass die aktuellen Vorschl\u00e4ge zur Novellierung der 1. BImSchV in einigen Punkten zu weit gehen. Insbesondere die Vorstellungen \u00fcber versch\u00e4rfte Staubemissionen sind mit dem heutigen Stand der Technik nicht ohne Einsatz einer aufw\u00e4ndigen Abgasnachbehandlung einhaltbar. Diese Ma\u00dfnahmen sind jedoch bei Kleinfeuerungsanlagen \u00f6konomisch nicht vertretbar.<\/p>\n<p>Um den Prozess der Aufnahme von Getreide als Regelbrennstoff in die 1. BImSchV zu beschleunigen, schl\u00e4gt die FNR mit Unterst\u00fctzung der Teilnehmer des Fachseminars vor,<br \/>1. Getreide umgehend als Regelbrennstoff im Geltungsbereich der 1. BImSchV zuzulassen,<br \/>2. differenzierte Schadstoffgrenzwerte f\u00fcr Anlagen mit Getreide und nicht holzartigen Bioenergietr\u00e4gern im Geltungsbereich der 1. BImSchV leistungsabh\u00e4ngig zu gestalten und dabei die technischen Entwicklungen der kommenden Jahre zu ber\u00fccksichtigen (modifizierten Stufenplan) und<br \/>3. die Leistungsgrenze genehmigungspflichtiger Anlagen gem\u00e4\u00df 4. BImSchV mit Getreide und Stroh von 100 kW auf 1 MW anzuheben und sie damit generell an die Leistungsgrenzen f\u00fcr die Genehmigungspflicht von Anlagen mit Holzbrennstoffen anzupassen.<\/p>\n<p>Folgende Schadstoffgrenzwerte h\u00e4lt die FNR f\u00fcr realisierbar: <br \/><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070621-09\/0706-energiegetreide.gif\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"0706-energiegetreide.gif\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Mit diesen Vorschl\u00e4gen wird ein gangbarer Weg aufgezeigt, die rechtlichen Anforderungen an die Emissionen von Kleinfeuerungsanlagen zu versch\u00e4rfen, ohne die derzeitigen und k\u00fcnftigen technischen M\u00f6glichkeiten au\u00dfer Acht zu lassen. Damit ergibt sich die Chance, weitere technische Entwicklungen auf dem Markt der Getreidefeuerungsanlagen zu initiieren und das Potenzial von Getreide als Brennstoff sukzessive zu nutzen.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/getreide-in-kleinfeuerungsanlagen-beitraege-der-seminarveranstaltung\/\" >2006-06-09<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/getreide-als-brennstoff-was-ist-erlaubt-lohnt-sich-das\/\" >2006-05-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/getreide-brennt-am-besten\/\" >2006-04-13<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die beachtlichen Potenziale von Getreide als Brennstoff k&ouml;nnen beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien nicht au&szlig;er Acht gelassen werden. 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