{"id":10151,"date":"2007-06-25T00:00:00","date_gmt":"2007-06-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070625-04n"},"modified":"2007-06-25T00:00:00","modified_gmt":"2007-06-24T22:00:00","slug":"industrielle-weisse-biotechnologie-deutschland-fuehrend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/industrielle-weisse-biotechnologie-deutschland-fuehrend\/","title":{"rendered":"Industrielle wei\u00dfe Biotechnologie: Deutschland f\u00fchrend"},"content":{"rendered":"<p><b>Deutschland ist bei der industriellen (wei\u00dfen) Biotechnologie im internationalen Wettbewerb Weltspitze. Dadurch ergeben sich zuk\u00fcnftig enorme Innovations- und Besch\u00e4ftigungspotenziale, sagt das Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung in Karlsruhe (<a href=\"http:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/\" >Fraunhofer ISI<\/a>). Chancen sehen die Forscher vor allem in der chemischen Industrie, in der Lebensmittel- und Getr\u00e4nkeindustrie sowie in der Pharmabranche.<\/b><\/p>\n<p>Biotechnische Produktionsverfahren bieten enorme Potenziale f\u00fcr mehr Innovationen, Wachstum und Besch\u00e4ftigung. Sie helfen der Industrie vor allem dabei, neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln und existierende zu verbessern, so eine Untersuchung des Fraunhofer ISI. Biotechnische Produktionsverfahren kommen insbesondere in der industriellen Verarbeitung von Naturstoffen zum Einsatz und ersetzen zunehmend fossile Rohstoffe. Damit k\u00f6nnen sie auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, weil Material- und Energiekosten und damit Umweltbelastungen gesenkt werden. Die Hoffnungen auf geringere Personalkosten oder eine Beschleunigung von Wertsch\u00f6pfungsprozessen scheinen sich f\u00fcr die Industrie allerdings nicht zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die ISI-Studie sieht die gr\u00f6\u00dften Chancen f\u00fcr die industrielle Biotechnologie in der chemischen Industrie (u.a. Fein-\/Spezialchemikalien und Bio-Kraftstoffe), in der Lebensmittel- und Getr\u00e4nkeindustrie sowie in der Pharmabranche. &#8220;Die Absatzm\u00e4rkte der wei\u00dfen Biotechnologie haben in vielen Anwenderbranchen stabile und \u00fcberdurchschnittliche Wachstumsraten&#8221;, sagt ISI-Projektleiter Dr. Michael Nusser. Entsprechend hoch sind die zuk\u00fcnftigen Besch\u00e4ftigungspotenziale: Mehrere hunderttausend Arbeitspl\u00e4tze, vor allem in wichtigen Anwenderbranchen und deren vorgelagerten Zulieferindustrien (z.B. Maschinen- und Anlagenbau), sind laut Nusser realistisch &#8211; allerdings erst mittel- bis langfristig, weil sich die industrielle Biotechnologie nur allm\u00e4hlich verbreitet.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070625-04\/0706-weisse-biotechnologie2.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"0706-weisse-biotechnologie2.jpg\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/><b>Deutschland hat Chancen auf Spitzenposition<\/b><br \/>Deutschland hat eine gro\u00dfe Chance, in der industriellen wei\u00dfen Biotechnologie eine Spitzenposition einzunehmen. Experteneinsch\u00e4tzungen sowie Patent- und Publikationsanalysen des Fraunhofer ISI zeigen, dass vor allem die starke technologische Wissensbasis mit einer gut ausdifferenzierten Forschungsinfrastruktur und gut ausgebildeten Arbeitskr\u00e4ften eine ausgezeichnete Basis f\u00fcr die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit sind. Ebenfalls positiv zu bewerten ist die \u00f6ffentliche Akzeptanz, die gute Vernetzung der Innovationsakteure sowie international sehr erfolgreiche industrielle Anwenderbranchen wie etwa die Chemiebranche.<\/p>\n<p>Die Studie sieht allerdings auch einige Schw\u00e4chen und Risiken: Die Koordination der Politik ist unzureichend, es gibt zu wenig Demonstrationsanlagen, die Risiko- und Investitionsbereitschaft in der Industrie ist gering und beim qualifizierten Personal drohen k\u00fcnftig erhebliche Engp\u00e4sse. Statt punktuellen Ma\u00dfnahmen fordern die ISI-Experten deshalb eine Gesamtstrategie, die alle Erfolgsfaktoren sowie deren Vernetzung aufeinander abstimmt und f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die Gesamtstudie &#8220;Potenzialanalyse der industriellen, wei\u00dfen Biotechnologie&#8221; im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (<a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/\" >BMBF<\/a>) ist <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070625-04\/0706-bericht_weisse_biotechnologie.pdf\" >hier<\/a>(PDF-Datei, 1,8 MB) als Download verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p><b>\u00dcber Fraunhofer ISI<\/b><br \/>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplin\u00e4ren Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik regionaler M\u00e4rkte und die Innovationspolitik. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/\" >Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung ISI<\/a><br \/>Dr. Michael Nusser<br \/>Telefon: 0721-68 09-336<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:michael.nusser@isi.fraunhofer.de\">michael.nusser@isi.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bmelv-nachwachsende-rohstoffe-fuer-die-chemie\/\" >2007-06-19<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/60-millionen-fuer-sieger-des-bundeswettbewerbs-bioindustrie-2021\/\" >2007-05-31<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bmelv-marktstudie-zeigt-grosses-potenzial-fuer-nachwachsende-rohstoffe\/\" >2007-05-25<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Deutschland ist bei der industriellen (wei&szlig;en) Biotechnologie im internationalen Wettbewerb Weltspitze. 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