{"id":10136,"date":"2007-06-28T00:00:00","date_gmt":"2007-06-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070628-06n"},"modified":"2007-06-28T00:00:00","modified_gmt":"2007-06-27T22:00:00","slug":"gentechnisch-veraenderter-mais-freisetzung-genehmigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gentechnisch-veraenderter-mais-freisetzung-genehmigt\/","title":{"rendered":"Gentechnisch ver\u00e4nderter Mais: Freisetzung genehmigt"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (<a href=\"http:\/\/www.bvl.bund.de\/\" >BVL<\/a>) hat der Firma <a href=\"http:\/\/www.monsanto.com\/\" >Monsanto<\/a> die Freisetzung von gentechnisch ver\u00e4ndertem Mais zu wissenschaftlichen Zwecken unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Die Freisetzungen sollen stattfinden in Oberboihingen und Gr\u00fcnsfeld (Baden-W\u00fcrttemberg), Klein L\u00fcsewitz und Gerdshagen (Mecklenburg-Vorpommern), Gerbitz und Bergzow (Sachsen-Anhalt), Rasslitz (Sachsen), D\u00fcllstadt (Bayern) und Niederm\u00f6llrich (Hessen).<\/b><\/p>\n<p>Die genehmigten Freisetzungsfl\u00e4chen umfassen eine Gr\u00f6\u00dfe von maximal 5.000 Quadratmetern je Standort. Die Firma Monsanto darf in den Jahren 2007 bis 2011 maximal 50.000 Pflanzen je Standort und Jahr freisetzen, am Standort Niederm\u00f6llrich in den Jahren 2008 bis 2011.<\/p>\n<p>Das BVL kommt in seiner Sicherheitsbewertung zu dem Schluss, dass von dem Freisetzungsversuch keine sch\u00e4dlichen Einfl\u00fcsse auf Menschen und Tiere sowie auf die Umwelt zu erwarten sind, verf\u00fcgt aber vorsorglich Sicherheitsma\u00dfnahmen. Um eine Verbreitung des gentechnisch ver\u00e4nderten Mais zu vermeiden, muss der Betreiber zwischen den Freisetzungsfl\u00e4chen und landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen mit nicht gentechnisch ver\u00e4ndertem Mais 200 Meter Abstand halten. Ferner ist um den gentechnisch ver\u00e4nderten Mais ein G\u00fcrtel aus konventionellem Mais zu s\u00e4en, der zeitgleich mit dem Genmais bl\u00fcht. Das gentechnisch ver\u00e4nderte Saat- und Erntegut ist zu kennzeichnen. Eine Verf\u00fctterung oder die Verwendung des Mais als Lebensmittel sind nicht zul\u00e4ssig. Nicht f\u00fcr Analysen verwendetes Material muss vernichtet werden. Nach Abschluss des Freisetzungsversuchs wird eine einj\u00e4hrige Anbaupause f\u00fcr Mais eingehalten, um ggf. nachwachsende gentechnisch ver\u00e4nderte Maispflanzen entfernen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><b>Insekten- und Herbizidresistenzen<\/b><br \/>Die zur Freisetzung genehmigten Maissorten sind resistent gegen die Raupen des Schmetterlings &#8220;Maisz\u00fcnsler&#8221; beziehungsweise gegen den K\u00e4fer &#8220;Maiswurzelbohrer&#8221; und seine Larven. Einige der Maissorten sind gegen den Wirkstoff Glyphosat resistent, der gegen Unkr\u00e4uter eingesetzt wird. Bei den genehmigten Freisetzungsversuchen werden Kreuzungen der gentechnisch ver\u00e4nderten Maislinien MON89034 und MON88017 sowie MON89034 und NK603 ausgebracht. Die Pflanzen wurden auf konventionellem Wege miteinander gekreuzt und sollen die entsprechenden gentechnisch ver\u00e4nderten Eigenschaften der jeweiligen &#8220;Eltern&#8221; aufweisen, die ebenfalls freigesetzt werden. Im Rahmen der Freisetzung will der Antragsteller Empfehlungen zum Einsatz glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel erarbeiten und die Eigenschaften der Pflanzen im Freiland untersuchen.<\/p>\n<p>Der \u00d6ffentlichkeit wurde durch die Auslegung der Antragsunterlagen die M\u00f6glichkeit zur Stellungnahme gegeben. Die rund 15.000 Einwendungen wurden bei der fachlichen und rechtlichen Bewertung des Antrags gepr\u00fcft und im Genehmigungsbescheid gew\u00fcrdigt. F\u00fcr die Entscheidung des BVL wurden Stellungnahmen des <a href=\"http:\/\/www.bfn.de\/\" >Bundesamts f\u00fcr Naturschutz<\/a>, des <a href=\"http:\/\/www.bfr.bund.de\/\" >Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung<\/a> und des <a href=\"http:\/\/www.rki.de\/\" >Robert Koch-Instituts<\/a> eingeholt. Gleichzeitig wurden Stellungnahmen des unabh\u00e4ngigen Wissenschaftler- und Sachverst\u00e4ndigengremiums, der Zentralen Kommission f\u00fcr die Biologische Sicherheit, und der <a href=\"http:\/\/www.bba.bund.de\/\" >Biologischen Bundesanstalt f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft<\/a> in die Entscheidung einbezogen. Dar\u00fcber hinaus wurde das BVL bei der Sicherheitsbewertung durch fachliche Stellungnahmen der betroffenen Bundesl\u00e4nder unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gentechnisch-vernderte-amflora-kartoffeln-drfen-freigesetzt-werden\/\" >2007-05-26<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mais-fuer-biogasanlagen\/\" >2007-01-05<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kljb-keine-gentechnik-bei-nachwachsenden-rohstoffen\/\" >2006-10-24<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat der Firma Monsanto die Freisetzung von gentechnisch ver&auml;ndertem Mais zu wissenschaftlichen Zwecken unter Sicherheitsauflagen genehmigt. 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