{"id":10127,"date":"2007-07-02T00:00:00","date_gmt":"2007-07-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070702-04n"},"modified":"2007-07-02T00:00:00","modified_gmt":"2007-07-01T22:00:00","slug":"vielfaeltige-einsatzmoeglichkeiten-fuer-enzyme-biologisch-abbaubare-sprengstoffe-und-biodiesel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/vielfaeltige-einsatzmoeglichkeiten-fuer-enzyme-biologisch-abbaubare-sprengstoffe-und-biodiesel\/","title":{"rendered":"Vielf\u00e4ltige Einsatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Enzyme: Biologisch abbaubare Sprengstoffe und Biodiesel"},"content":{"rendered":"<p><b>Blindg\u00e4nger bei einer Sprengung gef\u00e4hrden Mensch und Umwelt. Tats\u00e4chlich detoniert meist nur ein Teil der explosiven Ladung, das Gift gelangt in die Umgebung. Der Grazer Chemiker Georg G\u00fcbitz vom <a href=\"http:\/\/www.ima.tugraz.at\/\" >Institut f\u00fcr Umweltbiotechnologie<\/a> der <a href=\"http:\/\/www.tugraz.at\/\" >TU Graz<\/a> entwickelte ein Verfahren, bei dem Enzyme verbleibende Sprengstoffreste auf nat\u00fcrlichem Weg und in kurzer Zeit abbauen.<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr seine Forschungsarbeit verlieh das Land Steiermark G\u00fcbitz am 28. Juni 2007 mit dem Umweltschutzpreis in der Kategorie &#8220;Leistungen von Universit\u00e4ten&#8221; eine Auszeichnung f\u00fcr hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes.<\/p>\n<p>Werden Tunnels aus dem Berg gesprengt, Lawinen durch Explosion zum Abgang gebracht, wird nach Erd\u00f6l gesucht oder in einem Steinbruch mineralische Materialien abgebaut &#8211; Sprengstoffe dienen in all diesen Bereichen als &#8220;Werkzeug&#8221;, um ans Ziel zu kommen. &#8220;Bei jeder Sprengung bleiben allerdings Reste des Sprengmaterials \u00fcbrig, die nicht explodieren, sondern in die Umwelt gelangen und dieser schaden k\u00f6nnen&#8221;, erkl\u00e4rt Preistr\u00e4ger Georg G\u00fcbitz, der erst k\u00fcrzlich zum Professor f\u00fcr Biotechnologie an der TU Graz berufen wurde. <\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem \u00f6sterreichischen Sprengstoffhersteller <a href=\"http:\/\/www.austinpowder.com\/\" >Austin Powder<\/a> hat G\u00fcbitz eine Methode entwickelt, wie Trinitrotoluol &#8211; besser bekannt als TNT &#8211; und andere Sprengstoffe mit Hilfe von Mikroorgansimen biologisch abgebaut werden k\u00f6nnen: Sobald das Material feucht wird, nehmen die im Sprengstoff eingebauten Enzyme ihre Arbeit auf und zersetzen die gef\u00e4hrlichen \u00dcberreste. &#8220;Die wissen-schaftliche Herausforderung bestand darin, jene Enzyme zu finden, die TNT reduzieren und an Stoffe im Humusboden binden. Bei unserer L\u00f6sung wird der Sprengstoff unter optimalen Bedingungen in drei Tagen statt nach erst 30 Jahren abgebaut und ist dann weder giftig, noch brennbar&#8221;, res\u00fcmiert der Forscher.<\/p>\n<p><b>Mikroorganismen im Mittelpunkt der Forschung<\/b><br \/>Den Umweltschutzpreis des Landes Steiermark erh\u00e4lt G\u00fcbitz generell f\u00fcr seine Untersuchungen, wie sich Mikroorgansimen und Enzyme einsetzen lassen, um Reststoffe zu verwerten. So ist es G\u00fcbitz auch gelungen, mit biotechnologischen Methoden aus Kl\u00e4rschlamm Lipide &#8211; also Fette &#8211; zu erzeugen, die nach weiterer Verarbeitung als Biodiesel einsetzbar sind. Industriepartner f\u00fcr dieses anwendungsnahe Forschungsprojekt ist das steirische Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.vtu.com\/\" >VTU-Engineering<\/a>.<\/p>\n<p><b>R\u00fcckfragen<\/b><br \/>Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Georg G\u00fcbitz<br \/>Institut f\u00fcr Umweltbiotechnologie<br \/>Tel: +43 (0) 316 873 8312<br \/>Mobil : +43 (0) 664 5722600 <br \/>E-mail <a href=\"mailto:guebitz@TUGraz.at\">guebitz@TUGraz.at<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/us-forschung-neuer-energiereicher-biotreibstoff-dmf\/\" >2007-06-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/degussa-nachwachsende-rohstoffe-immer-staerker-genutzt\/\" >2006-02-14<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Blindg&auml;nger bei einer Sprengung gef&auml;hrden Mensch und Umwelt. Tats&auml;chlich detoniert meist nur ein Teil der explosiven Ladung, das Gift gelangt in die Umgebung. 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