{"id":10112,"date":"2007-07-06T00:00:00","date_gmt":"2007-07-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070706-07n"},"modified":"2007-07-06T00:00:00","modified_gmt":"2007-07-05T22:00:00","slug":"bmu-veroeffentlicht-eeg-erfahrungsbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bmu-veroeffentlicht-eeg-erfahrungsbericht\/","title":{"rendered":"BMU ver\u00f6ffentlicht EEG-Erfahrungsbericht"},"content":{"rendered":"<p><b>Der in Deutschland eingeschlagene Weg, Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu f\u00f6rdern, ist \u00fcberaus erfolgreich. Das hat die \u00dcberpr\u00fcfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ergeben. &#8220;Das EEG ist eine Erfolgsgeschichte f\u00fcr Klimaschutz, Energieversorgung und Arbeitspl\u00e4tze. Mit ihm entwickelten sich die deutschen Hersteller zur weltweit f\u00fchrenden Kraft in diesem wichtigen globalen Marktsegment&#8221;, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung des ersten Erfahrungsberichts zu dem Gesetz am 5. Juli 2007.<\/b><\/p>\n<p>Gesamtwirtschaftlich \u00fcbersteige der Nutzen des EEG schon heute seine Kosten. Gabriel sagte, das F\u00f6rderinstrument EEG habe sich bew\u00e4hrt und solle in seiner Struktur beibehalten werden. Allerdings zeige der Erfahrungsbericht, dass die F\u00f6rderstruktur in einzelnen Bereichen angepa\u00dft werden m\u00fcsse, um die Effizienz zu steigern und weitere Anreize f\u00fcr Innovationen zu setzen. Dies gelte zum Beispiel f\u00fcr die Nutzung der Windkraft auf See.<\/p>\n<p>Nach dem EEG muss Strom aus erneuerbaren Energien vom Netzbetreiber verg\u00fctet werden. Die Differenz zwischen den Verg\u00fctungsh\u00f6hen und dem Marktpreis f\u00fcr sonstigen Strom wird als EEG-Umlage auf die Stromrechnung der Verbraucher umgelegt. Die verschiedenen Arten der erneuerbaren Energien erhalten Verg\u00fctungen in unterschiedlicher H\u00f6he &#8211; je nach den Herstellungskosten des Stroms. Nach dem Erfahrungsbericht sind in einzelnen Bereichen Anpassungen der Verg\u00fctungsh\u00f6hen notwendig.<\/p>\n<p>Gabriel wies darauf hin, dass das f\u00fcr 2010 gesetzte Ausbauziel bereits Mitte 2007 erreicht ist: &#8220;Wir k\u00f6nnen und m\u00fcssen die Latte f\u00fcr 2020 h\u00f6her legen: auf mindestens 27 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch. Nur so k\u00f6nnen wir einen entscheidenden Beitrag leisten, die anspruchsvollen EU-Ziele zu erreichen, die im M\u00e4rz unter deutschem Vorsitz beschlossen worden sind.&#8221; 2030 soll der Anteil mindestens 45 Prozent betragen. Bisher ist im EEG festgeschrieben, diesen Anteil bis 2010 auf 12,5% und bis 2020 auf mindestens 20% zu erh\u00f6hen. 2006 lag er bei 12%.<\/p>\n<p>Die Bilanz des EEG kann sich sehen lassen: 2006 wurden allein durch das EEG 45 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) eingespart &#8211; das sind 8 Millionen Tonnen mehr als 2005. Das EEG leistet damit einen betr\u00e4chtlichen Beitrag zum Klimaschutz. Insgesamt haben die erneuerbaren Energien 2006 \u00fcber 100 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das EEG hat sich auch als Jobmotor erwiesen: Von den insgesamt rund 214.000 Arbeitspl\u00e4tzen im Bereich der erneuerbaren Energien sind etwa 125.000 auf das EEG zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die erneuerbaren Energien sind auch ein bedeutender Investitionsfaktor und eine Gr\u00f6\u00dfe beim Export geworden. 2006 wurden neun Milliarden Euro in EEG-Anlagen in Deutschland investiert. \u00dcber 70 Prozent der hier produzierten Windanlagen wurden exportiert; eine \u00e4hnliche Entwicklung ist in der Photovoltaik-Branche in Sicht.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070706-07\/0707-erfahrungsbericht_eeg_.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"0707-erfahrungsbericht_eeg_.jpg\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Durch den EEG-Strom wird das Angebot im Strommarkt erh\u00f6ht &#8211; mit preisd\u00e4mpfender Wirkung. Dadurch sind die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Strom 2006 um rund 5 Mrd. Euro gesunken. Zus\u00e4tzlich werden Importe von Brennstoffen (0,9 Mrd. Euro) sowie Umwelt- und Klimasch\u00e4den vermieden (rd. 3,4 Mrd. Euro). Der volkswirtschaftliche Nutzen des EEG betrug daher etwa 9 Mrd. Euro. Gesamtwirtschaftlich \u00fcbersteigt der Nutzen des EEG heute schon deutlich seine Kosten. Dar\u00fcber hinaus steigt der Anteil der erneuerbaren Energien, deren CO<sub>2<\/sub>-Einsparung und die Senkung der Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Strom schneller als die EEG-Umlage.<\/p>\n<p><b>In Herbst: Entwurf f\u00fcr Neufassung des EEG<\/b><br \/>Der EEG-Erfahrungsbericht wird nun mit den anderen Ministerien beraten und muss dem Bundestag bis Ende 2007 zugeleitet werden; er dient als Grundlage f\u00fcr eine Novelle des Gesetzes 2008. Den Entwurf f\u00fcr eine Neufassung des EEG will das <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/\" >Bundesumweltministerium<\/a> im Herbst vorlegen. <\/p>\n<p><b>Erfahrungsbericht 2007 zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) &#8211; BMU-Entwurf<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070706-07\/0707-erfahrungsbericht_eeg.pdf\" >Kurzfassung<\/a> (PDF-Datei)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20070706-07\/0707-erfahrungsbericht_eeg_grafiken.pdf\" >Tabellen und Grafiken<\/a> [PDF-Datei)<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wirtschaftsminister-legt-eeg-gutachten-vor\/\" >2007-05-25<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eeg-ab-august-in-kraft\/\" >2004-07-12<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der in Deutschland eingeschlagene Weg, Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu f&ouml;rdern, ist &uuml;beraus erfolgreich. 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