{"id":10109,"date":"2007-07-09T00:00:00","date_gmt":"2007-07-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070709-16n"},"modified":"2007-07-09T00:00:00","modified_gmt":"2007-07-08T22:00:00","slug":"schweiz-feinstaub-grenzwerte-fuer-holzfeuerungen-gesenkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/schweiz-feinstaub-grenzwerte-fuer-holzfeuerungen-gesenkt\/","title":{"rendered":"Schweiz: Feinstaub-Grenzwerte f\u00fcr Holzfeuerungen gesenkt"},"content":{"rendered":"<p><b>Der schweizer Bundesrat hat am 4. Juli 2007 die \u00c4nderungen der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) verabschiedet, die auf eine Verringerung des Ausstosses von gesundheitssch\u00e4digendem Feinstaub abzielen. Gro\u00dfe Holzfeuerungen m\u00fcssen schrittweise mit Filtersystemen ausger\u00fcstet werden. Neue kleinere Holzheizungen m\u00fcssen den Normen der Europ\u00e4ischen Union entsprechen und die neuen schweizerischen Grenzwerte erf\u00fcllen. Zudem wird der Staubgrenzwert f\u00fcr Industrieanlagen um mehr als die H\u00e4lfte gesenkt.<\/b><\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen sind Teil des von Bundesrat Moritz Leuenberger lancierten Aktionsplans gegen Feinstaub. Beim Feinstaub handelt es sich um winzige Schadstoffpartikel, die tief in die Lunge eindringen und sogar in den Blutkreislauf gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dank der heute beschlossenen Ma\u00dfnahmen sollen Holzfeuerungen sauberer werden. Sie wurden in Abstimmung mit der Holzbranche ausgearbeitet und sollen daf\u00fcr sorgen, dass der in den kommenden Jahren erwartete Vormarsch der Holzenergie nicht zu einer erh\u00f6hten Luftbelastung f\u00fchrt.  <\/p>\n<p><b>Strenge Grenzwerte f\u00fcr gro\u00dfe Anlagen<\/b><br \/>Der Bundesrat hat deshalb f\u00fcr gro\u00dfe automatische Holzfeuerungen besonders strenge Staubgrenzwerte festgelegt. Diese sollen zeitlich gestaffelt bis 2012 in Kraft treten. F\u00fcr industrielle Gro\u00dffeuerungen gelten die neuen Staubgrenzwerte bereits ab der Inkraftsetzung der \u00c4nderungen der LRV am 1. September 2007. Die neuen Grenzwerte k\u00f6nnen nur mit einem Filtersystem erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr neue, kleinere automatische Holzfeuerungen mit einer Leistung zwischen 70 und 500 kW (f\u00fcr kleine Mehrfamilienh\u00e4user bis zu gro\u00dfen Schulanlagen) gelten die versch\u00e4rften Staubgrenzwerte erst ab 2012. Diese Grenzwerte k\u00f6nnen mit einer Pelletheizung oder einer anderen Holzfeuerung mit Filtersystem erf\u00fcllt werden. Bestehende Anlagen m\u00fcssen 10 Jahre nach in Kraft treten des entsprechenden Grenzwertes nachger\u00fcstet werden. <\/p>\n<p>Neue Holzfeuerungen mit einer Leistung bis 350 kW (vom kleinen Holzofen und offenen Chemin\u00e9e im Privathaushalt bis zur Heizanlage f\u00fcr ein Schulhaus) werden ab 1. Januar 2008 nur f\u00fcr den Verkauf zugelassen, wenn ihre Konformit\u00e4t mit den Normen der Europ\u00e4ischen Union nachgewiesen ist und sie zudem fortschrittliche lufthygienische Anforderungen erf\u00fcllen. Diese neuen  Anforderungen sind identisch mit den derzeitigen Anforderungen von <a href=\"http:\/\/www.holzenergie.ch\/\" >Holzenergie Schweiz<\/a> f\u00fcr die Vergabe des Qualit\u00e4tssiegels f\u00fcr Holzfeuerungen. Damit wird verhindert, dass Anlagen von ungen\u00fcgender Qualit\u00e4t angeboten werden.<\/p>\n<p><b>Mehr als Halbierung des Grenzwertes f\u00fcr Industrieanlagen<\/b><br \/>Ferner sollen dank der neuen Bestimmungen der LRV die Staubemissionen aus Produktionsanlagen im industriellen und gewerblichen Bereich vermindert werden. Der allgemeine Grenzwert f\u00fcr Gesamtstaub wird von 50 mg\/m<sup>3<\/sup> auf 20 mg\/m<sup>3<\/sup> gesenkt. Dieser Wert gilt praktisch f\u00fcr alle industriellen und gewerblichen Anlagen (z.B. Zementwerke, chemische Industrie, Maschinenindustrie, holzverarbeitende Industrie und S\u00e4gereien).<\/p>\n<p>Um die Koh\u00e4renz zwischen den in der LRV festgelegten Grenzwerten zu gew\u00e4hrleisten, wurden weitere Staubgrenzwerte ebenfalls angepasst, namentlich jene f\u00fcr Kohlefeuerungen und f\u00fcr Anlagen zur Verbrennung von Altholz. Damit gelten f\u00fcr diese Anlagen in Zukunft mindestens ebenso strenge Grenzwerte wie f\u00fcr Holzfeuerungen.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Bundesamt f\u00fcr Umwelt <a href=\"http:\/\/www.bafu.admin.ch\/\" >BAFU<\/a><br \/>Ulrich Jansen, Chef der Sektion Industrie und Feuerungen (\u00c4nderung der LRV)<br \/>Tel. 0043 31-322 93 79<\/p>\n<p>Mediendienst des BAFU (Aktionsplan gegen Feinstaub)<br \/>Tel. 0043 31-322 90 00<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/umwelt-und-klimaschutz-fuer-moderne-biomassefeuerugen-kein-gegensatz\/\" >2007-04-05<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/emissionsszenarien-fuer-feinstaub-pm10\/\" >2007-02-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/feinstaub-debatte-um-holzfeuerungen-haelt-an\/\" >2006-11-16<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der schweizer Bundesrat hat am 4. Juli 2007 die &Auml;nderungen der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) verabschiedet, die auf eine Verringerung des Ausstosses von gesundheitssch&auml;digendem Feinstaub abzielen. 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