{"id":100676,"date":"2021-11-17T07:26:00","date_gmt":"2021-11-17T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=100676"},"modified":"2021-11-13T12:32:10","modified_gmt":"2021-11-13T11:32:10","slug":"ideen-fur-nachhaltige-textilproduktion-gefragt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ideen-fur-nachhaltige-textilproduktion-gefragt\/","title":{"rendered":"Ideen f\u00fcr nachhaltige Textilproduktion gefragt"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/foerderungen\/bekanntmachung-1250.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">F\u00f6rderkonzept \u201eInnovationsr\u00e4ume Bio\u00f6konomie\u201c<\/a> hat das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung 2016 ein Instrument geschaffen, um den Strukturwandel von einer erd\u00f6lbasierten hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft zu beschleunigen. Branchen\u00fcbergreifende B\u00fcndnisse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen bio\u00f6konomische Innovationen schneller in die Praxis bringen. Ein gro\u00dfes Potenzial birgt hier die Textilbranche. Der Innovationsraum <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.biotexfuture.de\/calls\" target=\"_blank\">BioTexFuture<\/a> fokussiert daher Projekte zur Herstellung biobasierter Textilien auf Basis nachhaltiger Rohstoffkreisl\u00e4ufe.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1160\" height=\"652\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien.jpg\" alt=\"Drei Viertel aller verarbeiteten Textilfasern enthalten Kunststoffe\" class=\"wp-image-100682\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien.jpg 1160w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien-768x432.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/11\/textilien-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1160px) 100vw, 1160px\" \/><figcaption>Drei Viertel aller verarbeiteten Textilfasern enthalten Kunststoffe &#8211; Bild: Alfred Derks auf Pixabay<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im Oktober ist eine neue F\u00f6rderrunde gestartet. Erneut k\u00f6nnen sich Projekte mit ihren Ideen zu einer nachhaltigen Textilindustrie beim Innovationsraum BioTexFuture bewerben. Gef\u00f6rdert werden Forschungsvorhaben zum Textil-Finishing, zum Produkt- und Prozessmanagement, zum Recyclingmanagement sowie zur Entwicklung von Substraten und Materialien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von der Idee in die Praxis<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Ausschreibung adressiert zwei Arten von Projekten: Seed-Fund-Projekte und Accelerator-Projekte. Im Rahmen der Seed-Fund-Projekte werden innovative Ideen unterst\u00fctzt, f\u00fcr die noch der Machbarkeitsnachweis erbracht werden muss. Sechs bis zw\u00f6lf Monate d\u00fcrfen f\u00fcr ein solches Projekt veranschlagt werden und maximal 100.000 Euro. Das Format dient dazu, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Erforschung ihrer Ideen in einem interdisziplin\u00e4ren Team Unterst\u00fctzung anzubieten. Projekte, die bereits \u00fcber einen Konzeptnachweis verf\u00fcgen und die Umsetzung ihrer Idee beschleunigen wollen, werden hingegen \u00fcber das Accelerator-Projekt gef\u00f6rdert. Hier werden Projekte mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren gef\u00f6rdert. Entsprechende Projektantr\u00e4ge f\u00fcr beide Formate k\u00f6nnen bis zum 15. Januar 2022 beim Projektmanagement-B\u00fcro eingereicht werden. Der Innovationsraum BioTexFuture wird industrieseitig vom Sportartikelhersteller Adidas sowie forschungsseitig von der RWTH Aachen geleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/www.biotexfuture.de\/algaetex\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ALGAETEX<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.biotexfuture.de\/biocoat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BIOCOAT<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.biotexfuture.de\/biobase\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BIOBASE<\/a> werden \u00fcber BioTexFuture bereits seit l\u00e4ngerem drei Konzepte gef\u00f6rdert. Im Projekt ALGEAETEX sollen beispielsweise Polymere f\u00fcr die Garnherstellung aus Mikroalgen gewonnen und Textilien f\u00fcr die Sportartikelindustrie entwickelt werden. Das Projekt BIOCOAT will ein Verfahren etablieren, das es erm\u00f6glicht, biobasierte Textilien mit einer ebenfalls biobasierten Beschichtung zu versehen, um den Stoff mit Eigenschaften wie wasserabweisend, antimikrobiell oder schneller trocknend auszustatten. Das Projekt BIOBASE hat sich hingegen zum Ziel gesetzt, in den Bereichen Automobil, Sportbekleidung, Innenausstattung und technische Textilien jeweils ein erd\u00f6lbasiertes Produkt durch eines aus Biopolymeren zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober sind zwei neue Seed-Fund-Projekte an den Start gegangen, wie bio\u00f6konomie.de im Gespr\u00e4ch mit Thomas K\u00f6hler, Projektkoordinator der RWTH Aachen erfuhr. Sie konnten sich <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/biooekonomie.de\/nachrichten\/neues-aus-der-biooekonomie\/neues-foerderprogramm-fuer-textilforschung\" target=\"_blank\">im Rahmen der ersten Ausschreibung<\/a> im Vorjahr durchsetzen. So wird das Projektteam POLYPFIBER bei der Herstellung eines antimikrobiellen PLA-Multifilamentgarns gef\u00f6rdert, das mit Polyphosphat versehen ist. Im Projekt GOLD geht es um neue Wege, elastische Textilien herzustellen. Daf\u00fcr wollen die Forschenden um Claudio Flores von der Mimotype Technologies GmbH die molekularen und mechanischen Details der nat\u00fcrlichen Herstellung der Goldschl\u00e4gerhaut im Rindermagen entschl\u00fcsseln und darauf aufbauend einen neuen Prozess f\u00fcr die Textilindustrie entwickeln, der ohne die Tiere auskommt. Vier weitere Projekte liegen nach Angaben des Projektkoordinators noch zur Bewilligung beim Projekttr\u00e4ger J\u00fclich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuer Call bietet Ideenworkshop<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDie Resonanz auf die erste Ausschreibung war positiv. Es wurden viele gute Vorschl\u00e4ge eingereicht\u201c, res\u00fcmiert Koehler. Unter den Bewerbern waren jedoch auch viele Projekte, die thematisch nicht ganz passend waren, jetzt aber anderweitig weiterverfolgt werden. \u201eIm zweiten Call wollen wir daher einen Ideenworkshop anbieten, um relevante Ideen im Vorfeld zu diskutieren, damit sich die Personen besser vernetzen k\u00f6nnen und sich die Chancen der Antragsteller auf eine Bewilligung erh\u00f6hen\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Koehler.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">BioTexFuture zu Gast bei NaturFutur<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Innovationsraum BioTexFuture ist gegenw\u00e4rtig auch im Rahmen der Ausstellung <a href=\"https:\/\/biooekonomie.de\/node\/201913\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">NaturFutur \u2013 Bio\u00f6konomie erleben<\/a> im Berliner Naturkundemuseum pr\u00e4sent, eine Kooperation vom Museum f\u00fcr Naturkunde und bio\u00f6konomie.de. Im Rahmen der Veranstaltung \u201eBio\u00f6konomie im Gespr\u00e4ch\u201c k\u00f6nnen Interessierte am 11.11.2021 ab 18.00 Uhr mehr zu dem Thema \u201eMode aus Algen \u2013 Wege zu einer nachhaltigen Textilwirtschaft\u201c erfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem F\u00f6rderkonzept \u201eInnovationsr\u00e4ume Bio\u00f6konomie\u201c hat das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung 2016 ein Instrument geschaffen, um den Strukturwandel von einer erd\u00f6lbasierten hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft zu beschleunigen. Branchen\u00fcbergreifende B\u00fcndnisse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen bio\u00f6konomische Innovationen schneller in die Praxis bringen. Ein gro\u00dfes Potenzial birgt hier die Textilbranche. 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