{"id":100562,"date":"2021-11-16T07:26:00","date_gmt":"2021-11-16T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=100562"},"modified":"2021-11-11T14:02:12","modified_gmt":"2021-11-11T13:02:12","slug":"chemie-in-dormagen-wenn-aus-naturfaser-flachs-kunststoff-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chemie-in-dormagen-wenn-aus-naturfaser-flachs-kunststoff-wird\/","title":{"rendered":"Chemie in Dormagen: Wenn aus Naturfaser Flachs Kunststoff wird"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Spezialchemiekonzern Lanxess mit Sitz im Chempark Dormagen: Das Unternehmen setzt bei der Kunststoff-Produktion \u201everst\u00e4rkt auf Rohstoffe, die biobasiert oder recycelt sind\u201c, meldet Lanxess. Beispiel: eine neue Variante des Verbundwerkstoffs Tepex. Sie basiere zu 100 Prozent auf den biologischen Rohstoffen Flachs und Polymilchs\u00e4ure. Stefan Seidel, Leiter Forschung und Entwicklung Tepex, geht behutsam in die chemischen Details: \u201eWir haben Gewebe aus der Naturfaser Flachs mit biobasierter Polymilchs\u00e4ure als Matrixkunststoff kombiniert und auf diese Weise einen Verbundwerkstoff entwickelt, der komplett aus nat\u00fcrlichen Ressourcen hergestellt wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eingesetzt werden kann das sehr feste Material etwa bei Sportartikeln, bei der Fertigung von Automobil-Interieurteilen und in der Elektronik f\u00fcr Geh\u00e4usekomponenten. Der Kreislauf schlie\u00dft sich, wenn das Produkt ausgedient hat. Statt als M\u00fcll auf einer Kippe oder in der Verbrennungsanlage zu landen, lasse sich Tepex vollst\u00e4ndig rezyklieren. Sprich: Es kann geschreddert und zu neuem Kunststoff verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei weiteren Kunststoffen stehen die Zeichen auf Kreislauf. Fast. Etwa bei der Marke Durethan. Hier sind in der j\u00fcngsten Entwicklung \u201erund 92 Prozent der Rohstoffe durch nachhaltige Alternativen ersetzt; langfristig geplant ist, den Anteil auf 100 Prozent zu steigern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nachhaltige Herkunft der Rohstoffe sei nach der Massebilanz-Methode zertifiziert. \u201eDieses Verfahren stellt eingesetzte Rohstoff- und produzierte Produktmengen gegen\u00fcber und schafft eine buchhalterische Verbindung zwischen In- und Output, \u00e4hnlich wie beim Kauf von \u00d6kostrom\u201c, hei\u00dft es vom Konzern. Bis 2040, hatte Konzern-Chef Matthias Zachert Ende 2019 angek\u00fcndigt, soll Lanxess klimaneutral sein, also von derzeit rund drei Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen runter auf Null.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spezialchemiekonzern Lanxess mit Sitz im Chempark Dormagen: Das Unternehmen setzt bei der Kunststoff-Produktion \u201everst\u00e4rkt auf Rohstoffe, die biobasiert oder recycelt sind\u201c, meldet Lanxess. 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