{"id":10030,"date":"2007-05-26T00:00:00","date_gmt":"2007-05-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20070526-01n"},"modified":"2007-05-26T00:00:00","modified_gmt":"2007-05-25T22:00:00","slug":"gentechnisch-vernderte-amflora-kartoffeln-drfen-freigesetzt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gentechnisch-vernderte-amflora-kartoffeln-drfen-freigesetzt-werden\/","title":{"rendered":"Gentechnisch ver&auml;nderte &#8220;Amflora&#8221;-Kartoffeln d&uuml;rfen freigesetzt werden"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (<a href=\"http:\/\/www.bvl.bund.de\/\" >BVL<\/a>) hat am 25. Mai 2007 den Antrag des Unternehmens <a href=\"http:\/\/www.corporate.basf.com\/de\/produkte\/biotech\/plantscience\/?id=V00-W2zPmAWMmbcp3TV\" >BASF Plant Science<\/a> auf Freisetzung gentechnisch ver\u00e4nderter Kartoffeln der Sorte &#8220;Amflora&#8221; unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Gestattet wurden Freisetzungen auf Fl\u00e4chen in den Gemeinden Zepkow und Buetow (Mecklenburg-Vorpommern) sowie in Perleberg (Brandenburg). Die Fl\u00e4chen umfassen insgesamt rund 155 Hektar. Die BASF darf in den Jahren 2007 und 2008 maximal 45.000 Knollen pro Hektar und Jahr freisetzen. Die gentechnische Ver\u00e4nderung bewirkt eine f\u00fcr die industrielle Nutzung der Kartoffel g\u00fcnstigere St\u00e4rkezusammensetzung.<\/b><\/p>\n<p>Das BVL kommt in seiner Sicherheitsbewertung zu dem Schluss, dass von dem Freisetzungsversuch keine sch\u00e4dlichen Einfl\u00fcsse auf Menschen und Tiere sowie auf die Umwelt zu erwarten sind, verf\u00fcgt aber vorsorglich Sicherheitsmassnahmen. Um eine Verbreitung der gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln zu verhindern, wird der Betreiber zwischen den Freisetzungsfl\u00e4chen und Aeckern mit nicht gentechnisch veraenderten Kartoffeln zehn Meter Abstand halten. Das gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanz- und Erntegut ist zu kennzeichnen. Die Freisetzungsfl\u00e4chen sind nach der Ernte auf gentechnisch ver\u00e4nderte Kartoffeln abzusuchen und m\u00fcssen im Jahr nach Beendigung der Freisetzung auf nachgewachsene Kartoffeln abgesucht werden. Werden bei dieser Nachkontrolle gentechnisch ver\u00e4nderte Kartoffeln angetroffen, so ist die Nachkontrolle um ein Jahr zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Die aus der Freisetzung gewonnenen Kartoffeln d\u00fcrfen nicht in den Verkehr gebracht werden. Der Europ\u00e4ischen Union liegen aber Antr\u00e4ge zum Inverkehrbringen f\u00fcr gentechnisch ver\u00e4nderte &#8220;Amflora-Kartoffeln&#8221; f\u00fcr industrielle Zwecke sowie als Lebensmittel und Futtermittel vor, durch deren Genehmigung ein Anbau der Knollen zu kommerziellen Zwecken erm\u00f6glicht w\u00fcrde. Eine Entscheidung \u00fcber diese Antr\u00e4ge wurde noch nicht getroffen. Sollte die Europ\u00e4ische Union diese Antr\u00e4ge genehmigen, w\u00e4re damit auch das Inverkehrbringen der aus der Freisetzung stammenden &#8220;Amflora-Kartoffeln&#8221; m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der \u00d6ffentlichkeit wurde durch die Auslegung der Antragsunterlagen die Moeglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Die rund 2.200 Einwendungen wurden bei der fachlichen und rechtlichen Bewertung des Antrags gepr\u00fcft und im Genehmigungsbescheid gew\u00fcrdigt. F\u00fcr die Entscheidung des BVL wurden Stellungnahmen des Bundesamts f\u00fcr Naturschutz (<a href=\"http:\/\/www.bfn.de\/\" >BfN<\/a>), des Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung (<a href=\"http:\/\/www.bfr.bund.de)%20und%20des%20robert%20koch-instituts%20(\/\"RKI\"[www.rki.de\" >BfR<\/a>) eingeholt. Gleichzeitig wurden Stellungnahmen des unabh\u00e4ngigen Wissenschaftler- und Sachverst\u00e4ndigengremiums, der Zentralen Kommission f\u00fcr die Biologische Sicherheit (<a href=\"http:\/\/www.bvl.bund.de\/nn_491798\/DE\/06__Gentechnik\/093__ZKBS\/zkbs__node.html__nnn=true\" >ZKBS<\/a>), und der Biologischen Bundesanstalt f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft (<a href=\"http:\/\/www.bba.bund.de\/\" >BBA<\/a>) in die Entscheidung einbezogen. Dar\u00fcber hinaus wurde das BVL bei der Sicherheitsbewertung durch fachliche Stellungnahmen der L\u00e4nder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><b>Hintergrundinformationen<\/b><br \/>Das BVL ist zust\u00e4ndig f\u00fcr den Vollzug wichtiger Teile des Gentechnikgesetzes. Es ber\u00e4t die Bundesregierung sowie die L\u00e4nder und ihre Gremien in Fragen der biologischen Sicherheit in der Gentechnik. Gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen m\u00fcssen zun\u00e4chst ein Genehmigungsverfahren beim BVL positiv durchlaufen, ehe sie freigesetzt werden d\u00fcrfen. Ferner f\u00fchrt das BVL die Gesch\u00e4ftsstelle der Zentralen Kommission f\u00fcr die Biologische Sicherheit. Das BVL ist die national zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde f\u00fcr gemeinschaftliche Genehmigungsverfahren der EU zum Inverkehrbringen gentechnisch ver\u00e4nderter Organismen und koordiniert f\u00fcr Deutschland die <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/biotrack\" >BIO-TRACK-Datenbank<\/a> der OECD. Als nationale Kontaktstelle des Internationalen UEbereinkommens ueber die biologische Sicherheit managt das BVL fuer Deutschland den Informationsaustausch ueber lebende gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen im so genannten Biosafety Clearing House.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/basf-mit-innovationen-profitables-wachstum-schaffen\/\" >2005-11-14<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-zukunft-ist-weiss-chemikalien-aus-dem-bioreaktor\/\" >2005-12-23<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kljb-keine-gentechnik-bei-nachwachsenden-rohstoffen\/\" >2006-10-24<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am 25. 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